Gleichstellung

Mehr Frauen arbeiten in hochqualifizierten Berufen

SDA/gbi

27.11.2020 - 09:53

Die meisten der hochqualifizierten Frauen sind im Gesundheits- und Sozialwesen tätig. Im Bild: Eine Ärztin im Inselspital in Bern. 
Die meisten der hochqualifizierten Frauen sind im Gesundheits- und Sozialwesen tätig. Im Bild: Eine Ärztin im Inselspital in Bern. 
Bild: Keystone/Alessandro della Valle

Die Zahl der erwerbstätigen Frauen ist in der Schweiz zwischen 2010 und 2019 deutlich gestiegen. Und: Fast die Hälfte von ihnen war in einem hochqualifizierten Beruf tätig, wie Zahlen des Bundes zeigen.

Die Erwerbstätigenquote der Frauen hat sich in der letzten Zehn-Jahres-Periode von 56,9 auf 60,0 Prozent erhöht. Besonders ausgeprägt gewesen sei die Zunahme bei den 55- bis 64-Jährigen sowie bei Müttern, deren jüngstes Kind unter sieben Jahre alt war. Bei den älteren Frauen stieg die Erwerbstätigenquote um 9,6 Prozentpunkte auf 66,6 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Freitag mitteilte

Bei den Müttern mit jüngstem Kind unter sieben Jahren habe sich die Erwerbstätigenquote mit plus 10,3 Prozentpunkten auf 74,8 Prozent ebenfalls deutlich erhöht. Bei den Müttern mit jüngstem Kind zwischen sieben und 14 Jahren sei die Quote um 4,8 Prozentpunkte auf 81,7 Prozent gestiegen. Die höchste Erwerbstätigenquote wiesen aber laut den Statistikern die Frauen im Alter von 25 bis 29 Jahren auf mit 83,5 Prozent (plus 6,3 Prozentpunkte).

Gesundheits- und Sozialwesen an erster Stelle

Im vergangenen Jahr waren gemäss BFS 50,1 Prozent der erwerbstätigen Frauen in einem hochqualifizierten Beruf tätig, 8,8 Prozentpunkte mehr als zehn Jahre zuvor. Der grösste Anteil der Frauen sei im Gesundheits- und Sozialwesen tätig gewesen. An zweiter Stelle folge der Handel und das Reparaturgewerbe.

Der durchschnittliche Beschäftigungsgrad der teilzeiterwerbstätigen Frauen sei zwischen 2010 und 2019 von 46 Prozent auf 49 Prozent gestiegen, was hauptsächlich auf die Zunahme des Anteils der Beschäftigungsgrade zwischen 70 und 89 Prozent zurückzuführen sei. Teilzeitpensen unter 20 Prozent seien im Gegenzug leicht zurückgegangen.

Doppelt so stark verbreitet wie in der EU und der Efta sei in der Schweiz die Mehrfacherwerbstätigkeit. So seien in der Schweiz im letzten Jahr 10,7 Prozent der erwerbstätigen Frauen mehreren Beschäftigungen nachgegangen.

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