Das vereinfacht das Reisen in den Sommerferien

SDA/uri

11.6.2021

epa03310129 People enjoy the sun and the sea on a beach in Nice, southern France, 18 July 2012. Temperatures reached up to 27 Celcius degrees (81 degrees Fahrenheit) in Nice on 18 July. EPA/SEBASTIEN NOGIER
Das Meer bei Nizza: Die Einreise auf Frankreich soll vereinfacht werden.
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Die Länder-Risikoliste soll verschlankt und die Quarantänepflicht für Einreisen aus den Schengen-Staaten aufgehoben werden: Ab 28. Juni will der Bundesrat das Reisen erleichtern. 

SDA/uri

11.6.2021

Der Bundesrat will am 28. Juni die Reiseeinschränkungen weiter lockern. Die Quarantänepflicht für Einreisen aus allen Staaten und Gebieten des Schengenraums soll vollständig aufgehoben werden. Auch Drittstaatenangehörige sollen wieder einreisen dürfen.

Wer aus Schengen-Staaten wie Italien oder Frankreich mit dem Flugzeug in die Schweiz reist und geimpft oder von Covid-19 genesen ist, muss einzig seine Kontaktdaten angeben. So sieht es der Vorschlag des Bundesrats vor, den er am Freitag in die Konsultation geschickt hat.

Risikoliste wird reduziert

Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss sich testen lassen. Bei Einreisen mit dem Zug oder dem Auto sollen keine Kontaktdaten angegeben werden müssen. Als Nachweis einer Impfung, einer durchgemachten Infektion oder eines negativen Testergebnisses soll in Zukunft auch das Covid-Zertifikat verwendet werden können.



Erleichterungen soll es auch für Einreisende von ausserhalb des Schengenraums geben. Das Einreiseverbot für Personen aus Drittstaaten soll für Geimpfte und Genesene aufgehoben werden. Dieser Schritt soll in Übereinstimmung mit den EU-Staaten erfolgen.

Menschen stehen am Check-In Schalter der Fluggesellschaft Swiss am Flughafen Zuerich, fotografiert am Donnerstag, 1. April 2021. (KEYSTONE/Alexandra Wey)
Menschen stehen während der Coronapandemie am Check-in-Schalter der Fluggesellschaft Swiss am Flughafen Zürich. 
Bild: Keystone

Die Risikoliste des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) will der Bundesrat zudem auf Staaten und Gebiete reduzieren, in denen eine «besorgniserregende Virusvariante zirkuliert».

Quarantänepflicht bei neuen Virusmutationen

Falls neue Virusmutationen auftreten, gegen die die Impfung nicht mehr schütze, könne für alle Einreisenden aus diesen Staaten die Quarantänepflicht wieder eingeführt werden, heisst es in einer Mitteilung. So habe der Bundesrat «ein Instrument zur Hand», um die Verbreitung neuer Virusvarianten frühzeitig einzudämmen.

Genesene oder Geimpfte können aber auch aus diesen Staaten ohne Test- und Quarantänepflicht einreisen. Alle anderen Personen müssen einen negativen PCR-Test oder Antigenschnelltest vorweisen und nach der Einreise in Quarantäne. Am Flughafen werden die Kontaktdaten aufgenommen.

Die Einreisebestimmungen in die Schweiz sind heute in zwei Covid-19-Verordnungen festgehalten. Die Vorschläge gehen in die Konsultation. Den definitiven Entscheid über die Lockerungen fällt der Bundesrat am 23. Juni.