Spanien meldet mehr als drei Millionen Corona-Fälle

Agenturen/red

9.2.2021

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innerhalb von 24 Stunden 1363 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 42 neue Todesfälle und 68 Spitaleinweisungen.

Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag vor rund zehn Tagen bei 0,99. Insgesamt wurden bis Sonntagabend 696'700 Impfdosen an die Kantone und Liechtenstein ausgeliefert. Davon wurden 413'698 Dosen bereits verabreicht.

In der Schweiz sind bisher 4411 Fälle mit den mutierten Coronavirus-Varianten entdeckt worden, rund 60 Prozent mehr als noch vor einer Woche. Epidemiologen schätzen ihren Anteil mittlerweile schweizweit auf 30 bis 40 Prozent. Erstmals wurde zudem ein Fall der brasilianischen Variante nachgewiesen.

Problemfall Tirol

Österreich verhängt im Kampf gegen eine Ausbreitung der Corona-Mutationen nun doch schärfere Massnahmen in Tirol. Aus dem Bundesland – sei von Osttirol abgesehen – vom kommenden Freitag an für zehn Tage eine Ausreise nur noch mit negativem Corona-Test möglich, sagte Kanzler Sebastian Kurz am Dienstag in Wien

Der Ausbruch der südafrikanischen Variante sei derzeit der grösste bekannte derartige Fall in der EU. Wenn sich so eine Mutation schnell und stark ausbreite, werde das erneut viele Menschenleben kosten, sagte Kurz. «Und der Weg zur Normalität wird sich noch einmal um Monate verzögern.»

Fledermäuse wohl Corona-Verursacher 

Alle Erkenntnisse über den Ursprung des Coronavirus Sars-CoV-2 deuten nach Angaben von Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf ähnliche Viren in Fledermäusen. Nach Abschluss der gemeinsam mit chinesischen Experten erfolgten Untersuchungen in der Metropole Wuhan in Zentralchina sagte der Chef des Teams, Peter Ben Embarek, vor Journalisten, der «wahrscheinlichste Weg» der Übertragung auf den Menschen sei von Fledermäusen ausgehend über ein anderes Tier als Zwischenwirt. Weitere Untersuchungen zum genauen Weg seien nötig.

Das Wichtigste im Überblick

  • In dem von der Corona-Pandemie schwer getroffenen Spanien hat die Zahl der Sars-CoV-2-Infektionen die Marke von drei Millionen durchbrochen.
  • Die Schweiz und Liechtenstein melden innerhalb von 24 Stunden 1363 neue Ansteckungen, die Positivitätsrate beträgt 5,5 Prozent.
  • Mutierte Varianten machen hierzulande bereits bis zu 40 Prozent der Fälle aus, schätzen Experten. Es gebe hiervon 4411 Fälle.
  • In der Schweiz ist der erste Fall einer Erkrankung mit der brasilianischen Variante aufgetaucht. Wo wurde nicht verraten.
  • Das neue Einreise-Regime an der Grenze ist ohne grössere Probleme angenommen worden, meldet die Grenzwache.

22.00 Uhr: Wir beenden unseren heutigen Live-Ticker

21.16 Uhr: Gesundheitsnotstand in Frankreich bis 1. Juni verlängert

Das französische Parlament hat am Dienstag grünes Licht für die Verlängerung des Gesundheitsnotstands bis zum 1. Juni gegeben. Die Abgeordneten billigten mit 278 zu 193 Stimmen und 13 Enthaltungen fortgesetzte Sondervollmachten für die Regierung in der Corona-Pandemie. Auf ihnen fussen die derzeit gültigen Schutzmassnahmen wie die landesweite nächtliche Ausgangssperre ab 18.00 Uhr. Derweil überschritt das Land die traurige Schwelle von 80’000 Corona-Toten.

Die Regierung werde nicht zögern, im Falle einer «starken und schnellen Verschlechterung» der Gesundheitslage Massnahmen zu verhängen, kündigte Premierminister Jean Castex an. Angesichts der verschiedenen Corona-Mutanten sei die Verlängerung «eine Notwendigkeit, kein Misserfolg», betonte auch Staatsekretär Adrien Taquet bei der Abstimmung.

21.04 Uhr: Abgewandelte britische Coronavirus-Variante ruft Besorgnis hervor

Eine veränderte Form der britischen Coronavirus-Variante B.1.1.7 ruft bei britischen Wissenschaftlern Besorgnis hervor. Wie das Gesundheitsministerium in London am Dienstagabend mitteilte, wurde die zuerst in Bristol entdeckte Mutante als «Variant of Concern» (etwa: Besorgniserregende Variante) eingestuft. Sie weise eine zusätzliche E484K-Mutation auf, hiess es zur Erklärung.

Dahinter dürfte die Sorge stecken, dass die in Bristol entdeckte Variante gefährliche Merkmale der britischen und anderer Varianten in sich vereinen könnte. Eine ähnliche Mutante wurde auch in Liverpool festgestellt. Beide zusammen wurden in Grossbritannien bislang in 76 Fällen nachgewiesen.

«Mit dem, was wir über die Infektiosität von B.1.1.7 wissen, der dominanten Variante in Grossbritannien, beobachten wir das mit besonderer Sorgfalt», sagte Susan Hopkins von der Gesundheitsbehörde Public Health England zu Reportern. Sie schränkte jedoch ein, dass die E484K-Mutation seit vergangenem April in unterschiedlichen Varianten immer wieder aufgetreten und dann wieder verschwunden sei.

Healthcare Epidemiologist Consultant Susan Hopkins speaks during a media briefing on coronavirus in Downing Street, London, Monday, Jan. 25, 2021. The U.K. has reported its lowest number of new daily coronavirus cases since mid-December, further evidence that lockdown restrictions are working in reducing transmission rates. The U.K. saw a sharp uptick in new cases towards the end of 2020 and into the new year that was largely blamed on a new variant that first emerged around London. (John Sibley/Pool Photo via AP)
Susan Hopkins von der Gesundheitsbehörde Public Health warnt vor der neuen britischen Coronavirus-Variante.
Bild: Keystone

20.50 Uhr: Mehr als drei Millionen Corona-Fälle in Spanien - Inzidenz sinkt

In dem von der Corona-Pandemie schwer getroffenen Spanien hat die Zahl der Sars-CoV-2-Infektionen die Marke von drei Millionen durchbrochen. Die Zahl der nachgewiesenen Ansteckungen sei innerhalb von 24 Stunden um 16’402 gestiegen, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag in Madrid mit. Mehr Infektionen als Spanien haben nur die USA, Indien, Brasilien, Grossbritannien, Russland und Frankreich gemeldet. Mit 766 neuen Todesfällen binnen 24 Stunden wurde zudem der höchste Wert seit April verzeichnet. Insgesamt starben mehr als 63’000 Bürger in Spanien mit Covid-19.

Für die 47 Millionen Einwohner des beliebten Urlaubslandes gab es aber auch gute Nachrichten: Die Zahl der Neuinfektionen pro 100’000 Einwohner binnen 7 Tagen (7-Tage-Inzidenz) ist seit Ende Januar im Zuge strenger Einschränkungen der Bewegungs- und Versammlungsfreiheit konstant rückläufig. Am Dienstag fiel die 7-Tage-Inzidenz den amtlichen Angaben zufolge auf 233 - nach 250 am Vortag. Erst vor zwei Wochen war noch ein Höchstwert von fast 421 gemeldet worden. In Deutschland liegt dieser Wert nach Angaben des Robert Koch-Instituts derzeit bei 73.

19.31 Uhr: Vier Millionen Athener ab Donnerstag wieder im harten Lockdown

Der Grossraum Athen wird von Donnerstag an für zwei Wochen erneut unter einen harten Lockdown gestellt. Geschäfte und Schulen müssen wieder schliessen, nachdem sie erst Mitte Januar hatten öffnen dürfen. Der griechische Premier Kyriakos Mitsotakis begründete die Massnahme am Dienstagabend in einer Fernsehansprache mit den stark steigenden Infektionszahlen. Noch bestehe die Chance, eine dritte Corona-Welle zu vermeiden, sagte er.

Mitsotakis betonte, er wisse, wie schwer die Massnahmen für die gesamte Gesellschaft seien. Im Grossraum Athen, der Region Attika, lebt mit rund vier Millionen Menschen mehr als ein Drittel der gesamten griechischen Bevölkerung. «Ich spüre die Nervosität nach all diesen Monaten, aber es gibt keine Wirtschaft ohne Gesundheit», sagt der Premier. Er versprach, dass es nach Möglichkeit die letzten Opfer sein sollten, die die Gesellschaft aufbringen müsse.

A man rides his bicycle in an empty street in central Athens on February 9, 2021. - Greece Prime Minister announced on February 9, 2021, a toughter lockdown for wider Athens area as of February 11 and until the end of the month, closing all retail shops and schools. (Photo by LOUISA GOULIAMAKI / AFP) (Photo by LOUISA GOULIAMAKI/AFP via Getty Images)
Die Bürger Athens müssen jeden Gang vor die Haustür mit einer SMS an den Zivilschutz melden, etwa wenn sie einkaufen, zum Arzt oder zur Arbeit gehen. (Symbolbild)
Bild: Getty Images

19.00 Uhr: Ungarn erwartet Ankunft chinesischen Impfstoffs in der nächsten Woche

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat die Ankunft der ersten Lieferung chinesischen Impfstoffs gegen das Coronavirus für die nächste Woche in Aussicht gestellt. Damit wäre Ungarn der erste EU-Staat, der Impfstoffdosen aus China erhält. Orban lobte auf einer virtuellen Konferenz mit osteuropäischen Spitzenpolitikern und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping chinesische Wissenschaftler für die Entwicklung der Sinopharm-Impfung.

Hungary's Prime Minister Viktor Orban leaves at the end of an EU summit in Brussels, Friday, Dec. 11, 2020. European Union leaders have reached a hard-fought deal to cut the bloc's greenhouse gas emissions by at least 55 percent by the end of the decade compared with 1990 levels, avoiding a hugely embarrassing deadlock ahead of a U.N. climate meeting this weekend. (AP Photo/Francisco Seco, Pool)
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban kündigte an, er selbst werde sich mit dem chinesischen Mittel impfen lassen. (Archivbild)
Bild: Keystone

18.21 Uhr: Zweitältester Mensch der Welt überlebt Coronavirus

Eine 116-jährige Nonne in Frankreich hat das Coronavirus überstanden. Lucile Randon, die auch Schwester André heisst, war einem französischen Medienbericht zufolge Mitte Januar in der südfranzösischen Stadt Toulon positiv auf das Virus getestet worden. Nur drei Wochen später soll sie offiziell als genesen gelten. Schwester André sagte der Zeitung «Var-Matin» über das Virus, «ich habe gar nicht gemerkt, dass ich es hatte».

Schwester André gilt als der zweitälteste bekannte Mensch der Welt, wie die Organisation Gerontology Research Group mitteilt. Am Donnerstag wird sie 117. Sie ist auf einen Rollstuhl angewiesen und blind.

Als sie von ihrer Coronavirus-Diagnose gehört habe, habe die Schwester keine Angst gehabt, berichtete der Kommunikationsmanager des Pflegeheims, in dem sie wohnt, David Tavella, der Zeitung. «Sie hat mich nicht zu ihrer Gesundheit gefragt, sondern zu ihren Gewohnheiten», sagte Tavella. «Zum Beispiel wollte sie wissen, ob Mahl - oder Schlafzeitenpläne sich ändern würden. Sie zeigte keine Angst vor der Krankheit. Auf der anderen Seite war sie sehr besorgt wegen der anderen Bewohner.»

17.57 Uhr: Kreuzfahrt-Passagiere auf Gran Canaria in Quarantäne

Nach vier positiven Corona-Fällen an Bord des Kreuzfahrtschiffes «Mein Schiff 2» sind mehrere Passagiere und Crewmitglieder auf Gran Canaria in Quarantäne. Die Gäste seien am Ende der Reise in der vergangenen Woche positiv auf Covid-19 getestet worden, sagte eine Sprecherin der Reederei Tui Cruises am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. «Die vier Personen wurden umgehend an Bord isoliert und an Land in eine Quarantäne-Unterkunft gebracht.»

Zudem seien neun Gäste und und elf Besatzungsmitglieder als Kontaktpersonen identifiziert, ebenfalls zunächst an Bord isoliert und dann auf Gran Canaria entsprechend untergebracht worden – trotz negativer Testergebnisse. Die Gäste würden dort weiterhin durch Tui Cruises betreut, die Unterkunftskosten der Kontaktpersonen übernimmt die Reederei, die der positiv Getesteten wird den Angaben zufolge über die Auslandkrankenreiseversicherung abgedeckt. Die Passagiere hätten bislang keine oder nur milde Symptome.

Alle übrigen rund 1000 Gäste seien negativ auf das Coronavirus getestet worden und konnten wie geplant am Freitag nach Hause reisen. Auch die 800 Mitarbeiter des Schiffes blieben ohne positiven Corona-Test. «Der Kreuzfahrtbetrieb konnte in Absprache mit den Behörden bereits weitergehen.» Zuvor sei das Schiff gereinigt und desinfiziert worden.

ARCHIV - 24.07.2020, Hamburg: Passagiere verfolgen an Bord des Tui-Kreuzfahrtschiffs «Mein Schiff 2» am Abend das Auslaufen aus dem Hafen zu einem dreitägigen Rundtrip auf der Nordsee in Richtung Norwegen aus. Nach monatelanger Zwangspause hat erstmals wieder ein großes Kreuzfahrtschiff von einem deutschen Hafen abgelegt. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (KEYSTONE/DPA/Daniel Bockwoldt)
Passagiere an Bord des Tui-Kreuzfahrtschiffs «Mein Schiff 2». (Archiv)
Bild: Keystone

17.24 Uhr: Masken-Eklat im tschechischen Parlament

Zwei rechte Abgeordnete haben im tschechischen Parlament für einen Masken-Eklat gesorgt. Weil sie sich weigerten, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, wurden Lubomir Volny und Marian Bojko zunächst ermahnt, wie die Agentur CTK am Dienstag berichtete. Als sie nicht reagierten, verwies Parlamentspräsident Radek Vondracek die beiden Oppositionspolitiker des Saales. «Wenn Sie schon extra dafür gekommen sind», sagte er an ihre Adresse gerichtet und warf ihnen damit vor, bewusst zu provozieren.

Ordner begleiteten die beiden zur Tür. Volny muss sich bereits wegen eines anderen Vorfalls vor dem Disziplinarausschuss verantworten. Er hatte sich – ohne Maske - mit dem Sitzungspräsidenten eine Rangelei um das Mikrofon geliefert. Volny ist Vorsitzender der rechten Bewegung «Die Einigen - Alternative für Patrioten» und ein vehementer Gegner der Corona-Massnahmen.

17.12 Uhr: Merkel gegen jegliche Lockerungen vor 1. März

In Deutschland zeichnet sich vor dem Treffen von Regierungschefin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch eine Verlängerung des Lockdowns über den 14. Februar hinaus ab.

Merkel sprach sich gegen jegliche Öffnungsschritte bis zum 1. März aus. Die Zeit, in der die britische Virusvariante noch nicht die Oberhand gewonnen habe, sei entscheidend, um mit aller Kraft die Infektionszahlen herunter zu bekommen, sagte Merkel nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur von mehreren Teilnehmern am Dienstag in einer Online-Sitzung der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag.

epa08989554 German Chancellor Angela Merkel arrives to speak with French President Emmanuel Macron, who was tuning in from Paris via video link, to the media following talks, in Berlin, Germany, 05 February 2021. The two leaders discussed the COVID-19 vaccine situation in Europe and the recent expulsion of German, Swedish and Polish diplomats, among other issues. EPA/Sean Gallup / POOL
Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel plädiert offenbar für eine Verlängerung des Lockdowns. (Archiv)
Bild: Keystone

16.52 Uhr: London verschärft Reisevorschriften

Menschen, die nach England einreisen, müssen künftig neben einem negativen Corona-Test bei der Ankunft zwei weitere Tests während einer zehntägigen Quarantäne vorlegen. Das teilte der britische Gesundheitsminister Matt Hancock am Dienstag im Unterhaus in London mit. PCR-Tests sind demnach an Tag zwei und Tag acht der Quarantäne vorgesehen und müssen bereits vor Antritt der Reise über eine Online-Plattform gebucht werden. Für die Kosten müssen Reisende selbst aufkommen. In Kraft treten sollen die neuen Regeln vom kommenden Montag an.

Wer sich über die Regelungen hinwegsetze, muss künftig mit schweren Konsequenzen rechnen, führte Hancock zudem aus. Bussgelder von bis zu 2000 Pfund (knapp 2500 Franken) drohen demnach, wenn Tests nicht in Anspruch genommen werden. Bis zu 10 '000 Pfund müssen bezahlt werden, wenn die verordnete Hotelquarantäne nicht eingehalten wird. Wer bei seiner Einreise Aufenthalte in Mutations-Gebieten verschweigt, müsse sogar mit bis zu zehn Jahren Haft rechnen, so der Minister.

16.40 Uhr: Seniorenrat kritisiert tiefe Impfbereitschaft

Der Schweizerische Seniorenrat hat die gemäss Umfragen tiefe Impfbereitschaft beim Pflege- und Betreuungspersonal in Alters- und Pflegeheimen als erschreckend bezeichnet. Das Personal, aber auch die Seniorinnen und Senioren selbst wurden dringend aufgerufen, sich impfen zu lassen.

Laut Umfragen wollten sich nur rund 40 Prozent des Pflege- und Betreuungspersonals in Alters- und Pflegeheimen gegen Covid-19 impfen, schreibt der Seniorenrat in einer Mitteilung vom Dienstag. Bei den Bewohnerinnen und Bewohnern seien es rund 60 Prozent.

Dies sei äusserst erschreckend, stellte der Seniorenrat fest. Das Pflege- und Betreuungspersonal, das im direkten Kontakt zu den Bewohnerinnen und Bewohnern stehe, brauche zum Selbst- und Fremdschutz unbedingt diese Impfung.

Medical personnels serve food during lunch time at a nursing home in Kaysesberg, eastern France, Monday Dec. 21, 2020. The French government is giving nursing home residents more freedom for the end of year holidays, allowing them out to spend time with their families and receive visits even if they are positive for COVID-19. The deputy health minister in charge of elderly affairs tweeted that injecting the spirit of Christmas into care homes is
In einem Altersheim bekommen Senioren ihr Essen serviert: Der Schweizerische Seniorenrat zeigt sich erschrocken über die geringe Impfbereitschaft beim Personal in Altersheimen. (Symbolbild)
Bild:  Keystone

16.23 Uhr: Weiterer EU-Impfstoffvertrag veröffentlicht

Nach Druck aus dem Europaparlament hat die EU-Kommission auch den Liefervertrag mit dem Impfstoffhersteller Sanofi-GSK veröffentlicht. Allerdings sind auch darin Passagen geschwärzt, unter anderem die Preise – ähnlich wie bei den bereits veröffentlichten Verträgen mit Curevac und Astrazeneca.

Die EU-Kommission hatte bei Sanofi-GSK für die 27 Mitgliedsstaaten bis zu 300 Millionen Impfdosen geordert. Das Vakzin ist aber noch in der Entwicklung und nicht zugelassen. Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides begrüsste die Veröffentlichung des Vertrags. «Transparenz, Rechenschaft und der Aufbau von Vertrauen bei Institutionen und Bürgern sind zentrale Verpflichtung bei der Arbeit auf diesem wichtigen Feld», schrieb sie auf Twitter.

16.08 Uhr: St. Gallen lehnt Massentests an Schulen ab

Keine Schulschliessungen, keine präventiven Massentests und keine Maskenpflicht für Primarschulkinder: Die St. Galler Regierung sieht derzeit keinen Anlass für zusätzliche Massnahmen an den Schulen.

«Die Situation ist unter Kontrolle und stabil», sagte Bildungsdirektor Stefan Kölliker (SVP) an einer Medienkonferenz vom Dienstag. Innert einer Woche (vom 1. bis 7. Februar) seien 91 Schülerinnern und Schüler und 26 Lehrpersonen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Elf Klassen waren in Quarantäne.

Für die Schülerinnen und Schüler im Kanton St. Gallen bleibt bei den Corona-Massnahmen alles gleich (Symbolbild).
Für die Schülerinnen und Schüler im Kanton St. Gallen bleibt bei den Corona-Massnahmen alles gleich (Symbolbild).
Bild; Keystone

16.05 Uhr: Ausreise aus Tirol nur noch mit negativem Test

Österreich verhängt im Kampf gegen eine Ausbreitung der Corona-Mutationen nun doch schärfere Massnahmen in Tirol. Aus dem Bundesland – sei  von Osttirol abgesehen – vom kommenden Freitag an für zehn Tage eine Ausreise nur noch mit negativem Corona-Test möglich, sagte Kanzler Sebastian Kurz am Dienstag in Wien.

Der Ausbruch der südafrikanischen Variante sei derzeit der grösste bekannte derartige Fall in der EU. Wenn sich so eine Mutation schnell und stark ausbreite, werde das erneut viele Menschenleben kosten, sagte Kurz. «Und der Weg zur Normalität wird sich noch einmal um Monate verzögern.»

Das Bundesland hatte sich in den vergangenen Tagen teils vehement gegen eine Sonderbehandlung in Österreich gewehrt. Am Montag sprach die Bundesregierung in Wien eine Reisewarnung für das bei Touristen beliebte Bundesland aus. Diese hat jedoch nur einen Appell-Charakter.

ABD0111_20210204 - MAYRHOFEN - ÖSTERREICH: ++ THEMENBILD ++ ZU APA0146 VOM 4.2.2021 - Die geschlossene Corona-Teststation am Donnerstag, 4. Februar 2021, in Mayrhofen. Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) hat am Donnerstag einer möglichen Isolation Tirols aufgrund der Ausbreitung der südafrikanischen Coronavirus-Variante eine Absage erteilt. - FOTO: APA/EXPA/JFK
Eine geschlossene Corona-Teststation am 4. Februar 2021, in Mayrhofen, Tirol. Aus dem österreichischen Bundesland darf vorerst nur noch ausreisen, wer einen negativen PCR-Test vorweisen kann. (Symbolbild)
Bild: Keystone

15.45 Uhr: Impfoffensive in Berner Alters- und Pflegeheimen

Bis Ende Februar sollen im Kanton Bern alle impfwilligen Bewohnerinnen und Bewohner von Alters- und Pflegeheimen eine erste Spritze erhalten.

Die Behörden setzen die neuste Impfstoff-Lieferung vorrangig in den Heimen ein. Dem Kanton Bern wurden aus der neuesten Lieferung an Moderna-Corona-Impfstoff 31'800 Dosen zugeteilt, wie die Gesundheitsdirektion am Dienstag mitteilte. Weitere 2000 Dosen trafen zum Ausgleich des Impfstoffaustauschs mit anderen Kantonen ein.

Nebst den Heimen werden einige zusätzliche Impfungen dem Gesundheitspersonal der Spitäler mit engem und wiederholten Kontakt zu Covid-Patienten zur Verfügung stehen. Für eine Aufstockung der buchbaren Impftermine sei jedoch nicht genügend Impfstoff verfügbar. Für Anmeldungen via Impf-Applikation sollen demnach Ende Februar/Anfang März neue Termine aufgeschaltet werden.

15.19 Uhr: Ende der Medienkonferenz

Wir danken Ihnen an dieser Stelle für Ihre geschätzte Aufmerksamkeit.

15.18 Uhr: Spanische Grippe

Was sagt Masserey zu der Studie, nach der die Schweiz dieselben Fehler mache wie 1918 bei der Spanischen Grippe? «Diese Parallele ist überraschend», sagt die BAG-Verantwortliche. Sie habe die Studie aber noch nicht gelesen und werde sie sich ansehen.

15.17 Uhr: Gestohlener Impfstoff?

Laut Interpol wurde auch schon Impfstoff gestohlen – gibt es auch Fälle in der Schweiz? Bock sagt: Alle Lieferungen kommen aus dem Ausland, sie seien dem Zoll bekannt «und werden mit der notwendigen Aufmerksamkeit abgefertigt». Ins Detail könne er aber nicht gehen, da dies auch Arbeit der Polizei sei.

Gefälschte Impfstoffe, die etwa im Internet angeboten und per Kurier geliefert werden, seien dem Zoll bisher nicht ins Netz gegangen. Hierbei helfe sicherlich, dass der richtige Impfstoff speziell gekühlt werden müsse, was auch die Käufer*innen wüssten.

15.14 Uhr: Gefälschte Tests?

Bock und Kollegen sind noch keine gefälschten PCR-Tests aufgefallen. Sein Personal sei aber geschult. Beim Auffliegen würde beim Staatsanwalt Anzeige erstattet, der dann entscheide, wie er das Delikt einordne. 

15.13 Uhr: Perspektive für die Wirtschaft

Nochmals geht es um die Perspektiven für die Wirtschaft – müsste die Taskforce da nicht bessere Szenarien aufzeigen können? Ackermann ergänzt, dass es nicht um einen Widerspruch zwischen Gesundheit und Wirtschaft gehe. Man müsse zusammen einen Weg aus dieser Krise finden. «Modellierung spielt da eine Rolle für die Entscheidungsfindung», aber man müsse sehr viele Annahmen treffen.

15.11 Uhr: Und wenn jetzt ganz viel Impfstoff kommt?

Die kantonalen Organisationen in der Waadt könnten fünfmal mehr impfen, so Boubakar. Würden auf einen Schlag viele Impfmittel kommen, wäre das eine gute Nachricht und der Kanton sei gut aufgestellt. Es sei nicht zu befürchten, dass nicht genug Lagermöglichkeiten für Impfstoffe bestehen.

15.09 Uhr: Verteilung des Impfstoffs an die Kantone

Frage zu den Impfungen: Wie will das BAG sicherstellen, dass die Kantone rechtzeitig den nötigen Impfstoff erhalten? Man tue das Beste, beteuert Masserey, um sich in diesem Bereich gut aufzustellen und zu verbessern. Die grosse Herausforderung sei, dass man nicht genau wisse, wann und in welchem Umfang die Impfstoff-Hersteller die Schweiz beliefern. Vertraglich vereinbart seien Lieferungen pro Quartal – aber innerhalb dieser Zeitspanne hätten die Hersteller Spielraum. Das BAG informiere die Kantone aber wöchentlich darüber, welche Lieferungen sicher seien und welche wahrscheinlich. 

15.05 Uhr: BAG-Modell ohne Immunität? Warum?

«Wir arbeiten auch an realistischen Modellen», wehrt sich Ackermann und wiederholt, die bisherigen Modelle seien bloss zur Orientierung.

15.03 Uhr: Ist die Bevölkerung Corona-müde?

Noch gehe es rund drei Wochen, bis die geltenden Massnahmen enden – trägt die Bevölkerung das auch mit? Man wisse, dass es schwierig sei, sagt Masserey. Deshalb werde auch regelmässig untersucht, wie gut die Massnahmen in der Bevölkerung mitgetragen werden. Das sei bisher gegeben. Und man versuche auch, mit der Kommunikation sicherzustellen, dass die Massnahmen verstanden werden. Aber sicher sei, dass die Massnahmen nicht ewig weitergehen dürfen. 

15 Uhr: Wie rechnet das BAG?

Contact Tracing verbessert, mehr Impfstoff – sind die Faktoren in den neuen BAG-Berechnungen schon drin? Ackermann sagt, Immunität werde nicht berücksichtigt. Ein Worst-Case-Szenario gebe es nicht, ergänzt er auf Nachfrage.

Die BAG-Modelle sollten bloss Modelle zur Orientierung aufzeigen und nicht klare Prognosen treffen. Masserey sagt weiter, es brauche Zeit, bis die Impfaktion in diese Modelle eingearbeitet werden könnten. Zudem könnten saisonale Effekte dazukommen, die die Berechnungen weiter erschwerten.

14.57 Uhr: Sinkende Fallzahlen im Ausland

In Grossbritannien, Portugal und Südafrika sinken die Fallzahlen trotz Virusvarianten wieder – wie lässt sich das erklären? Das könne aus wissenschaftlicher Sicht nicht genau gesagt werden, sagt Ackermann. Doch im Fall von Grossbritannien sei bekannt: Dort hätten die Behörden sehr eindringlich an die Bevölkerung appelliert, zu Hause zu bleiben. Ausserdem zeige sich, dass diese Aufforderung bei hohen Fallzahlen besser befolgt würden. Das Positive: Es zeige sich, dass auch die Eindämmung der mutierten Viren machbar sei – es brauche aber einen grossen Effort.

14.54 Uhr: Zur brasilianischen Variante

Was zeichnet die brasilianische Variante aus? Masserey sagt, sie sei so ansteckend, dass sie auch bereits Infizierte nochmals anstecken kann.

14.53 Uhr: Tiroler dürfen immer noch in die Schweiz?

Nochmals Tirol: Einwohner*innen des österreichischen Bundeslandes dürfen nicht mehr in andere Bundesländer reisen – aber dennoch in die Schweiz, wie geht das zusammen? Bock vom Zoll sagt dazu, es gebe derzeit noch Einreisend aus dem Tirol, aber die Zahlen seien sehr tief.

A Swiss border guard controls a passenger at the Swiss border crossing at the Geneve Aeroport as part of the new circulation arrangements put in place within the European Area to fight against the spread of coronavirus COVID-19, in Geneva, Switzerland, Monday, February 8, 2021. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)
Einreise-Kontrolle am Airport Genf am 8. Februar. 
Bild: Keystone

14.50 Uhr: Zu den Virus-Varianten

«Wir sehen, dass es Hotspots mit den neuen Varianten gibt, gerade auch in Schulen.» Es gebe noch keine Zahlen, aber die Varianten würden strengere Massnahmen erfordern, weil sie ansteckender seien. Man müsse aber nicht komplett sequenzieren, um die neuen Varianten zu erkennen. Es gebe dazu mehrere Überwachungsschemata, aber es sei Sache der kantonalen Behörden. Boubakar ergänzt, dass die neuen Varianten das klassische Virus bald ersetzt haben würden.

14.46 Uhr: Angespannte Lage in der Westschweiz

Warum habe er über Tests und Impfungen gesprochen, aber nicht über die Fallzahlen und Hospitalisierungen, wird Boubaker gefragt. Die epidemiologische Lage sei ja bereits durch andere Experten dargelegt worden, sagt der Kantonsarzt. Er hält gleichwohl fest, dass die Situation einer Stagnation zu begrüssen sei, aber sie sei durch die Virusvarianten bedroht. «Wenn wir jetzt zu schnell öffnen, ohne die nötigen Vorsichtsmassnahmen zu ergreifen, haben wir einen schnellen neuen Anstieg der Zahlen.»

14.42 Uhr: Stichwort psychische Gesundheit

Gibt es Studien über die psychologische Reaktion der Bevölkerung? Das werde studiert, sagt Ackermann. Auch er finde das Thema sehr bedeutend – wie auch das BAG.

14.41 Uhr: Wie geht es im März weiter?

Kann man den Leuten und der Wirtschaft eine Perspektive bieten? Ackermann erklärt, er verstehe das Bedürfnis nach Planungssicherheit, aber das sei nicht Aufgabe der Taskforce, sondern der Politik.

14.40 Uhr: Was ist mit Tirol?

In Tirol sei die südafrikanische Variante aufgetaucht. Sind Massnahmen an der Grenze denkbar? Masserey sagt, das sei ausgeschlossen. Es würden keine Massnahmen ergriffen, selbst wenn Österreich solche Massnahmen ergreifen würde. Das BAG beobachte aber die Situation.

14.39 Uhr: Wieso so viel Impfstoff?

Die Schweiz habe 30 Millionen Impfdosen bestellt, bei acht Millionen Einwohnern. Ist das kompatibel mit der Absicht, sich für eine faire weltweite Verteilung des Impfstoffs einzusetzen? Masserey antwortet, es gehe darum, sich möglichst breit abzustützen und mehr Optionen zu haben. In Europa sei man damit auch nicht allein.

14.37 Uhr: Öffnung im März möglich?

Es sei erfreulich und wichtig, dass die Zahlen zurückgingen, doch man müsse schauen, «was sich unter der Oberfläche abspielt». Das beziehe sich auf das Anwachsen der Fälle von Mutationen. Den Einwand, die Schweiz bleibe ja trotz Schliessungen mobil, kontert Ackermann mit dem Argument, dass die Fallzahlen nur deshalb ja sinken würden.

14.35 Uhr: Fragerunde

Jetzt können die Journalist*innen Fragen stellen. Welche Fallzahlen prognostiziert die Taskforce für die Monate März und April? Ackermann nennt keine Zahlen, sagt aber, dass das Ziel sein müsse, die Verbreitung zu bremsen und zu stoppen.

Doch: Bisher ist noch unklar, um wie viel Prozent die Virusvarianten ansteckender sind – wieso wählt die Taskforce einen Wert von 50 Prozent? Das sei ein realistischer Wert, sagt Ackermann. Aber wenn es in der Realität 65 Prozent sein sollten, sähe die Kurve der Fallzahlen natürlich auch entsprechend anders aus.

Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle, Bundesamt für Gesundheit BAG, aeussert sich an einem Point de Presse zur Covid 19 Situation, am Dienstag, 9. Februar 2021, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider).
Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle beim Bundesamt für Gesundheit, spricht zur Covid-Situation.
Keystone

14.32 Uhr: Alle Verkehrswege im Blick

Es werde in Regional-, aber auch in internationalen Zügen, im Flug- und Busverkehr und bei PKW kontrolliert. Nur in Genf hätten einige Fluggesellschaften die Passagiere nicht informiert, das Problem sei aber gelöst worden. Bock nennt als letztes Problem die fehlende Normierung von PCR-Tests.

14.29 Uhr: Zur Lage an der Grenze

Funktioniert das neue Einreise-Regime? In 217 Fällen wurden die Kontaktdaten nicht wie gefordert angegeben, in 26 Fällen fehlte ein negativer PCR-Test, sagt Christian Bock vom Zoll. Am ersten Tag sei aber keine Busse ausgesprochen worden. Insgesamt sei der Grenzverkehr merklich zurückgegangen, vor allem in der Nacht. Die Kontrollen hätten keine Staus verursacht, es sei auch niemand an der Einreise gehindert worden. Die Grenzübergänge seien im Gegensatz zum Frühling weiterhin alle offen und es würden auch keine systematischen Kontrollen durchgeführt, so Bock.

14.25 Uhr: Stichwort Massentests

Die Fallzahlen sinken, doch für eine Öffnung brauche es Massentests, so Boubakar. Die Waadt habe entsprechende Versuche in den Skiorten gemacht. 1200 Tests wurden in drei Tagen durchgeführt, 23 Personen waren positiv. Die Träger waren zum Teil asymptomatisch – Ansteckungsketten seien so unterbrochen worden. Der Testverlauf sei positiv gewesen, sagt Boubakar. Auch das Contact Tracing sei verbessert worden: Quarantänen würden eher angeordnet als früher.

14.20 Uhr: Die Situation in der Romandie

Karim Boubaker spricht über die Situation in der Westschweiz. In der Waadt sind 40'000 Menschen geimpft worden. Die Nachfrage sei weiterhin hoch, es fehle entsprechender Impfstoff. Um die zweite Dosis zu garantieren, könnten noch nicht ausreichend neue Termine gemacht werden.

Inzwischen würde auch in Arztpraxen geimpft, doch die Impfzentren seien noch nicht voll, weil die Dosen fehlten. Es werde deshalb stufenweise vorgegangen, wie im Diagramm zu sehen ist. Ziel sei es, bis März 80 Prozent der besonders Gefährdeten geimpft zu haben.

14.14 Uhr: Schweizer sind noch zu mobil

14.12 Uhr: Mehr Mutationen 

Martin Ackermann, Chef der wissenschaftlichen Covid-Taskforce, spricht über die Mutationen, deren Entwicklung so verlaufe wie prognostiziert. 20 Prozent der Fälle dürften deshalb heute die britische Variante des Virus betreffen. 

Am Rückgang der Fallzahlen mit dem «normalen» Virustyp zeigt sich gemäss Ackermann: «Die am 18. Januar getroffenen Massnahmen haben eine Wirkung.» Das Ziel müsse nun sein, dass die Fallzahlen ab März nicht wieder exponentiell ansteigen. Als mahnendes Beispiel, wie schnell die Situation aus dem Ruder laufen könne, diene Portugal.

Bisher sei es nicht gelungen, die Ausbreitung der britischen Virus-Mutation zu verhindern. Dies könne nur durch die konsequente Einhaltung der Sicherheits- und Hygienemassnahmen gelingen, und indem die Ansteckungsketten unterbunden würden.

14.08 Uhr: Neuer Impfstoff

«Die Impfungen laufen gut», so Masserey. Die Schweiz habe circa 800'000 neue Impfdosen erhalten, die Kantone hätten davon 700'000 Dosen erhalten. Die Hälfte davon sei bereits verabreicht worden. Zudem seien neue Stoffe vergangene Woche gekauft worden, sagt Masserey. «Es geht vorwärts, wenn auch langsam.» Es gelte weiterhin, zuerst besonders Gefährdete zu impfen. «Geduld ist das Leitmotiv», so die BAG-Frau, die Geimpfte warnt, sie könnten das Virus womöglich dennoch übertragen.

14.04 Uhr: Brasilianisches Virus in der Schweiz aufgetaucht

In vier Westschweizer Kantonen liege der R-Wert noch über eins, so Masserey. Die Intensivbetten seien zu 70 Prozent belegt, ein Viertel davon mit Covid-Patienten. 4411 Fälle sind durch mutierte Viren verursacht, der Grossteil davon betreffe die britische Variante. Gestern soll ausserdem ein erster Fall der brasilianischen Variante aufgetaucht sein. Wo, sagt Masserey nicht.

14 Uhr: Beginn der Medienkonferenz

Virginie Masserey beginnt: «Wir haben rückläufige Fall-, Todes- und Hospitalisationszahlen», sagt sie. Der Rückgang bei den Ansteckungen betrage gut 16 Prozent. 25'000 Tests seien durchgeführt worden. Der Inzidenzwert liege bei 233 pro 100'000 Einwohner*innen.

13.56 Uhr: Zahlen zur Impfkampagne

Und gleich noch mehr Zahlen liefert das Bundesamt für Gesundheit –  nämlich jene zum Stand der Impfkampagne. Stand Dienstag wurden in der Schweiz und in Liechtenstein über 413'000 Impfdosen verabreicht; das entspricht einer Quote von 4,79 Impfdosen pro 100 Einwohner*innen.

13.40 Uhr: BAG meldet 1363 neue Coronavirus-Fälle

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innerhalb von 24 Stunden 1363 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 42 neue Todesfälle und 68 Spitaleinweisungen.

Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag vor rund zehn Tagen bei 0,99. Insgesamt wurden bis Sonntagabend 696'700 Impfdosen an die Kantone und Liechtenstein ausgeliefert. Davon wurden 413'698 Dosen bereits verabreicht.

Die Positivitätsrate der PCR- und Schnelltests für die vergangenen zwei Wochen lag bei 6,5 Prozent. Im gleichen Zeitraum wurden pro 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner 232,48 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet.

Seit Beginn der Pandemie wurden in der Schweiz und in Liechtenstein 4'571'020 Tests auf Sars-CoV-2 durchgeführt, den Erreger der Atemwegserkrankung Covid-19, wie das BAG weiter mitteilte. Insgesamt gab es 536'516 laborbestätigte Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus.

22'443 Personen mussten bisher wegen einer Covid-19-Erkrankung im Spital behandelt werden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung belief sich auf 8960. Aufgrund der Kontakt-Rückverfolgung befanden sich laut Angaben des BAG 15'626 Menschen in Isolation und 28'109 Menschen in Quarantäne. Zusätzlich befanden sich 2727 Personen in Quarantäne, die aus einem Risikoland heimgekehrt waren.

13.30 Uhr: Anteil der mutierten Viren steigt

In der Schweiz sind bisher 4411 Fälle mit den mutierten Coronavirus-Varianten entdeckt worden, rund 60 Prozent mehr als noch vor einer Woche. Epidemiologen schätzen ihren Anteil mittlerweile schweizweit auf 30 bis 40 Prozent.

Am Montag hatte das BAG 4138 Ansteckungen mit mutierten Varianten gemeldet, für den Sonntag 4089 und für den Samstag 3916. Am meisten neue Fälle der britischen Variante wurden seit Montag in der Waadt (312), in Bern (251) und in Genf (206) entdeckt, wie das BAG am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte.

In Genf machten die mutierten Varianten bereits etwa 60 bis 70 Prozent aus, sagte der Berner Epidemiologe Christian Althaus in der SRF-Sendung «Rendez-Vous» am Dienstag. Der Kanton Genf sei damit dem Rest der Schweiz ein bis zwei Wochen voraus. Für Zürich und den Rest der Schweiz schätzten sie, dass die neuen Varianten ein Niveau von 30 bis 40 Prozent aller bestätigten Fälle erreicht hätten.

Bisher 1692 entdeckte Fälle wurden der britischen Variante (B.1.1.7) zugeschrieben, und 69 weitere der südafrikanischen (B1.351). Bei den übrigen 2650 Fällen war zwar eine Mutation vorhanden, die Linie aber unklar. Das BAG merkt dazu an, dass die Zahlen nicht repräsentativ seien. Grund seien starke Unterschätzungen in Kantonen, in denen nur wenig oder kein Material sequenziert worden sei.

13.25 Uhr: Medienkonferenz um 14 Uhr

Folgende Fachleute nehmen teil:
- Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle, BAG
- Martin Ackermann, Präsident National COVID-19 Science Task Force
- Christian Bock, Direktor Eidgenössische Zollverwaltung, EZV
- Karim Boubaker, président de la Commission des médecins cantonaux romands

13.15 Uhr: Corona-Update Bern

Im Kanton Bern sind innert 24 Stunden 99 Covid-Ansteckungen registriert worden – bei über 2100 durchgeführten Tests. Zwei weitere Menschen starben, wie der Kanton mitteilte. Am Montag waren 67 Ansteckungen registriert worden, jedoch bei einem tieferen Testvolumen (1771). Vor einer Woche waren noch 172 positive Fälle aufgetreten (bei 2045 Tests).

Stabil ist die Zahl der Hospitalisierungen: Wie am Vortag lagen am Dienstag 116 Covid-Patienten im Spital. Von ihnen befanden sich 21 (+4) Menschen auf der Intensivstation, 17 (+3) mussten beatmet werden.

12.50 Uhr: BAG-Hotline für Einreise-Fragen

12.10 Uhr: Alles deutet auf Fledermäuse als Ursprung hin

Alle Erkenntnisse über den Ursprung des Coronavirus Sars-CoV-2 deuten nach Angaben von Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf ähnliche Viren in Fledermäusen. Nach Abschluss der gemeinsam mit chinesischen Experten erfolgten Untersuchungen in der Metropole Wuhan in Zentralchina sagte der Chef des Teams, Peter Ben Embarek, vor Journalisten, der «wahrscheinlichste Weg» der Übertragung auf den Menschen sei von Fledermäusen ausgehend über ein anderes Tier als Zwischenwirt. Weitere Untersuchungen zum genauen Weg seien nötig.

Ein Laborunfall als Ursache ist nach Einschätzung der Experten «extrem unwahrscheinlich», wie Embarek zu entsprechenden Spekulationen sagte. Ob das Virus auch über Tiefkühlprodukte weiterverbreitet worden sein könnte, müsse noch genauer untersucht werden. Die Untersuchungen in Wuhan hätten ihr Bild vom Ausbruch der Pandemie nicht dramatisch verändert, aber es gebe jetzt ein besseres Verständnis von den Anfängen, erklärte Embarek.

ADVANCE FOR USE ON TUESDAY, NOV. 12, 2019, AND THEREAFTER- A bat flies through a narrow crevice in Wuyishan in eastern China's Fujian province on Tuesday, Aug. 13, 2019. (AP Photo/Ng Han Guan)
Fledermaus im Osten Chinas: Die Tiere sollen der Ursprung der Pandemie sein.
Archivbild: KEYSTONE

In Wuhan waren erstmals im Dezember 2019 Infektionen mit dem neuen Virus nachgewiesen worden. Der Erreger kursierte aber wahrscheinlich schon zuvor. Die internationalen Experten, die im Auftrag der WHO nach der Herkunft des Erregers suchen, waren vier Wochen in China. Nach zwei Wochen in Quarantäne, in denen sie ihre Visite vorbereitet und intensiv per Video auch mit ihren chinesischen Kollegen konferiert hatten, besuchten sie in Wuhan mehrere Krankenhäuser, Institute, Labore und auch den Huanan-Markt, wo erste erfasste Infektionen aufgetreten waren.

Es gab in Wuhan aber auch Ansteckungen, die nicht mit diesem Markt in Zusammenhang gebracht werden konnten. Die Ermittlungen folgten erst nach langem Tauziehen mit der chinesischen Seite. Die Suche nach der Herkunft des Erregers gilt als politisch heikel, da China befürchtet, als Schuldiger für die Pandemie angeprangert werden zu können.

11.40 Uhr: Gewerbeverband erklärt Lockdown für gescheitert

Der Schweizerische Gewerbeverband (SGV) fordert eine Öffnung von Wirtschaft und Gesellschaft ab dem 1. März. Jeder zusätzliche Tag im Lockdown verursache immense Kosten und Leid. «Die Lockdown-Strategie ist gescheitert und deshalb fordern die KMU und der SGV die Beendigung auf den 1. März», erklärte SGV-Präsident, Fabio Regazzi, am Dienstag an einer Online-Medienkonferenz.

Mit einem gezielten Schutz und Massnahmen wie Impfungen, Testungen und Contact Tracing könne die Wirtschaftsfreiheit wieder gewährleistet werden. Auch der gesellschaftliche Austausch könnte sich so wieder schrittweise normalisieren. Der SGV erwartet zudem laut Regazzi, dass das Impfprogramm bis Ende Juni abgeschlossen ist.

Der Gewerbeverband fordert, dass der Lockdown am 1. März beendet wird. 
Bild: KEYSTONE

11 Uhr: Tirol gegen den «Rülpser aus Wien»

Die politische Führungsspitze Tirols relativiert die von der Regierung verhängte Reisewarnung für das österreichische Bundesland. Die Massnahme sei ein «Rülpser aus Wien», so ÖVP-Landesvorstandsmitglied Franz Hörl im ORF.

Viel entscheidender seien Reiseempfehlungen anderer Länder. «Die Deutschen und die Holländer sind ja viel wichtiger für uns», sagte Hörl, der auch Chef des Fachverbands der Seilbahnwirtschaft in Tirol und Nationalratsabgeordneter ist.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober kündigte unterdessen an, am Dienstag weitere mögliche Verschärfungen rechtlich prüfen zu lassen. Der grüne Ressortchef will klären, ob ein Freitesten für die Ausreise aus besonders betroffenen Tiroler Regionen möglich sei. Anschober sprach im ORF von einer «aufgeheizten Stimmung» in Tirol.

Österreich hatte für das eigene Bundesland Tirol aufgrund der als brisant eingeschätzten Corona-Lage eine Reisewarnung verhängt. Zuletzt war es in dem an Bayern grenzenden Bundesland zu einer starken Ausbreitung der ansteckenderen südafrikanischen Coronavirus-Variante gekommen.

10.30 Uhr: Israel weitet Impfungen aus

Asylsuchende können sich neu in der israelischen Küstenmetropole Tel Aviv kostenfrei gegen das Coronavirus impfen lassen. Vor einem neuen Impfzentrum für Ausländer, in dem 600 Impfungen pro Tag vorgenommen werden sollen, bildete sich nach Angaben der Stadtverwaltung eine lange Schlange. Die Leistung wird zunächst Asylsuchenden und Migranten über 16 Jahren angeboten. Um sie in Anspruch zu nehmen, reicht ein Visum oder ein Personalausweis.

Das Neun-Millionen-Einwohner-Land bemüht sich, einer am 19. Dezember begonnenen Impfkampagne neuen Schwung zu verleihen. Nach einem erfolgreichen Auftakt ging die Zahl der täglichen Impfungen zuletzt deutlich zurück. Eine Erstimpfung erhielten bislang rund 3,5 Millionen Menschen, davon bekamen etwa 2,2 Millionen auch die zweite Dosis. Dies fällt zusammen mit Neuinfektionszahlen, die trotz eines mehrwöchigen Lockdowns auf sehr hohem Niveau verharren. Auch die Zahl der Schwerkranken bleibt hoch und lastet auf dem Gesundheitssystem.



10.15 Uhr: WHO nimmt Astrazeneca-Impfstoff in Schutz

10 Uhr: Auch in den USA weniger Fälle

In den USA geht die Zahl der täglich erfassten Corona-Neuinfektionen weiter zurück. Die Behörden meldeten am Montag 86'646 neue Fälle, wie aus den Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore hervorging. Das sind fast 48'000 weniger als am Montag der Vorwoche. Der bisherige Tagesrekord war am 2. Januar mit 300'282 neuen Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet worden.

Auch die Zahl der täglichen Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Ansteckung ging im Wochenvergleich zurück. Sie lag laut JHU am Montag bei 1465. Am gleichen Tag der Vorwoche waren 2031 Todesfälle gemeldet worden. Der bisherige Höchstwert wurde am 4. Februar mit 5085 Toten verzeichnet. In dem Land mit seinen rund 330 Millionen Einwohnern haben sich bislang rund 27 Millionen Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert, mehr als 465'000 Menschen starben.

In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt. Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmässig aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der US-Gesundheitsbehörde CDC oder der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen werden die Zahlen – unter anderem die der Neuinfektionen binnen 24 Stunden, aber auch die der Toten – nachträglich aktualisiert.

Bislang haben in den USA rund 32 Millionen Menschen die erste Impfung gegen das Virus erhalten, rund 9,5 Millionen Bürger schon beide Impfdosen, wie aus Daten des CDC hervorgeht. Der neue Präsident Joe Biden hat das Ziel ausgerufen, dass bis zum Ende seiner ersten 100 Tage im Amt Ende April mindestens 100 Millionen Dosen verabreicht sein sollen. Die Anzahl der Covid-19-Patienten in US-Krankenhäusern lag am Montag mit rund 80'000 auf dem niedrigsten Stand seit dem 19. November, wie die Daten des Covid Tracking Project zeigen. 

9.35 Uhr: Fallzahlen sinken auch in Deutschland

In Deutschland gehen die Corona-Neuinfektionen weiter zurück. Erstmals seit mehr als drei Monaten liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz laut Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) unter der Schwelle von 75. So wurden binnen einer Woche 72,8 Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner an die Gesundheitsämter übermittelt, wie die Bundesbehörde RKI meldete.

Sie schränkte später ein, dass rund 600 Fälle aus Nordrhein-Westfalen fehlten. Der Wert sei daher um 0,8 zu niedrig, liege aber immer noch unter 75. Die Zahl sinkt seit mehreren Wochen. Ihren Höchstwert hatte die Sieben-Tage-Inzidenz am 22. Dezember mit 197,6 Fällen pro 100'000 Einwohner. Unter die Schwelle von 100 war sie vor zwölf Tagen gerutscht. Das politische Ziel ist eine Sieben-Tage-Inzidenz von langfristig unter 50.

Binnen eines Tages meldeten die deutschen Gesundheitsämter dem RKI 3379 Corona-Neuinfektionen. Ausserdem wurden 481 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Vor genau einer Woche hatte das RKI 6114 Neuinfektionen und 861 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Der Höchststand von 1244 neuen gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33'777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden – darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

9.20 Uhr: Erste Berner vollständig geimpft

Vier Wochen nach dem Impfstart im Kanton Bern sind am Montag die ersten Personen mit einer zweiten Impfung versorgt worden. 864 Personen sind damit vollständig geimpft, wie aus den am Dienstagmorgen aktualisierten Zahlen hervorgeht.

Bisher wurden im Kanton Bern insgesamt 37'645 Impfdosen gespritzt. Am Montag waren es insgesamt 2122 Dosen – für die Erst- und Zweitimpfung. Sobald genügend Impfstoff vorhanden ist, können die Kapazitäten in den neun Impfzentren auf 5000 Dosen pro Tag hochgefahren. Zusätzlich sind mobile Impfteams unterwegs.

Ein Berner Buerger registriert sich beim Empfang im Impfzentrum Bern, am Montag, 11. Januar 2021. Das Impfzentrum Bern wurde heute eroeffnet. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
Ein Berner registriert sich im Januar beim Empfang im Impfzentrum Bern.
KEYSTONE

9 Uhr: Deutsche Exporte brechen ein

Die Corona-Krise hat im vergangenen Jahr tiefe Löcher in die deutsche Exportbilanz gerissen. Die Warenausfuhren brachen gegenüber 2019 um 9,3 Prozent auf 1204,7 Milliarden Euro ein, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Es war der stärkste Rückgang seit der weltweiten Finanzkrise im Jahr 2009.

Damals waren die Exporte um 18,4 Prozent gesunken. Das Import-Volumen verringerte sich im vergangenen Jahr um 7,1 Prozent auf 1025,6 Milliarden Euro. Zeitweilige Grenzschliessungen, Störungen in der Logistik und Unterbrechungen der Lieferketten zu Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 hatten das Export-Geschäft deutlich ausgebremst. Zwar arbeitete sich der Aussenhandel anschliessend schrittweise aus dem Corona-Tief. Doch es reichte nicht, um den Einbruch auszugleichen.

Für dieses Jahr rechnete der Aussenhandelsverband BGA zuletzt mit einem deutlichen Plus. Das Vorkrisenniveau soll demnach spätestens im Sommer 2022 wieder erreicht werden. Vor allem die gestiegene Nachfrage aus China schob zuletzt die Geschäfte der deutschen Exporteure an. Die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt, die ein wichtiger Absatzmarkt für Waren «Made in Germany» ist, war trotz der Belastungen durch die Pandemie im vergangenen Jahr gewachsen.

Ungeachtet des zweiten Lockdowns in vielen Ländern setzte sich die Erholung zum Jahresende fort. Die Ausfuhren stiegen im Dezember gegenüber dem Vormonat leicht um 0,1 Prozent auf 100,7 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahresmonat legten sie um 2,7 Prozent zu.

8.40 Uhr: Fauci warnt vor verzögerter zweiter Impf-Dosis

Der US-Top-Immunologe Anthony Fauci hat von einer Verlängerung des zeitlichen Abstands zwischen zwei Corona-Impfdosen abgeraten. Die Gabe zweiter Dosen zu verzögern und stattdessen mehr Menschen eine erste Impfung gegen das Coronavirus zu verpassen, trage die Gefahr in sich, dass die Zahl potenziell gefährlicher Virus-Mutationen zunehme, sagte er im Rahmen einer Pressekonferenz des Weissen Hauses.

Der oberste Seuchenexperte des Landes gab zu bedenken, dass die Immunantwort auf das Virus ohne verstärkende zweite Impfung schwächer ausfallen könnte. Eine nicht optimale Immunantwort könne dazu führen, dass sich mehr Mutanten des Coronavirus Sars-CoV-2 durchsetzten. Eine Empfehlung, über das Intervall von drei Wochen Abstand bei dem Pfizer/Biontech-Vakzin und das von vier Wochen beim Moderna-Impfstoff hinauszugehen, dürfe nur nach rigoroser wissenschaftlicher Prüfung gegeben werden, forderte er.

8 Uhr: Sattes Minus fürs Unispital ZH

Das Universitätsspital Zürich (USZ) blickt auf ein turbulentes Jahr 2020 zurück. Wegen der Corona-Krise gab es einen Einbruch der Fallzahlen. Die Scharte liess sich bis Jahresende nicht auswetzen. Unter den Strich verlor das Spital 48 Millionen Franken. Der Umsatz belief sich auf 1,45 Milliarden Franken, wie das USZ mitteilte. Das ist ein geringer Rückgang um 1,6 Prozent. In der Rechnung gab es besonders deutliche Bremsspuren in den Monaten April, November und Dezember.

Der Einbruch im Frühling ist durch den im Lockdown verfügten Stopp von Wahleingriffen verursacht. Den Rückgang gab es vor allem bei den stationären Patientinnen und Patienten, abgeschwächt aber auch bei den ambulanten Leistungen. Die Schwere der im Spital behandelten Fälle blieb hoch. Dabei sank die durchschnittliche Aufenthaltsdauer gegenüber dem Vorjahr von 6,55 auf 6,49 Tage.

Der Betriebsaufwand des USZ stieg um 4,2 Prozent und damit wegen der umgesetzten Grossprojekte im geplanten Rahmen. Ein ungeplanter Anteil ist auch auf die Covid-19-Pandemie zurückzuführen. Vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen belief sich der Betriebsgewinn (EBITDA) auf 30,6 Millionen Franken, 80,5 Millionen tiefer als 2019.

7.25 Uhr: Anti-Corona-Wirkung von Vitamin D fraglich

Für einen Coronavirus-Schutz durch Vitamin-D-Ergänzungsmittel gibt es nach Erkenntnissen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) keinen zuverlässigen Beleg. Auch eine Ursache-Wirkungs-Beziehung zwischen einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel und einem schweren Krankheitsverlauf sei nach bisheriger Studienlage nicht nachgewiesen.

So heisst es in der jüngsten DGE-Fachinformation zum Thema am Dienstag. Die Experten hatten Dutzende Studien und Beobachtungen aus verschiedenen Ländern unter die Lupe genommen. Zwar wurde darin vielfach von positiven Wirkungen einer Vitamin-D-Gabe im Verlauf einer Covid-19-Erkrankung berichtet. Die Studien wiesen aber meist fachliche Mängel auf, etwa weil der Vitamin-Status der Probanden vor ihrer Erkrankung nicht bekannt war, die Vergleichsgruppen sehr unterschiedlich oder durch Risikofaktoren, wie Adipositas oder Diabetes, vorbelastet waren.

Das Fazit der Ernährungswissenschaftler: «Derzeit liegen keine Argumente vor, die eine Supplementation von Vitamin D bei Personen mit adäquatem Vitamin-D-Status mit dem Ziel der Prävention einer Sars-CoV-2-Infektion oder der Verringerung des Schweregrades einer Covid-19-Erkrankung begründen können.» Zudem warnen die DGE-Experten, dass es eine andauernde Überdosierung mit Vitamin-D-Präparaten unbedingt zu vermeiden gilt, da sie zu unerwünschten Nebenwirkungen wie Nierensteinen, Nierenverkalkungen sowie Störungen des Herz-Kreislauf-Systems führen könne.

5.30 Uhr: Flugtraining für Piloten ohne Flugmöglichkeiten

Mit einem umfangreichen Schulungsprogramm will die Lufthansa-Gruppe ihre Pilotinnen und Piloten auf den Neustart nach der Coronavirus-Pandemie vorbereiten. «Bei einer Abwesenheit von einem Jahr üben wir in mindestens fünf bis sechs Simulatorschichten den kompletten Betrieb.»

Dies sagte Konzernsicherheitspilot Andreas Flaig den Zeitungen der deutschen «Funke Mediengruppe» vom Dienstag. Das Training könne sich auf bis zu zwölf Schichten ausweiten – «das wäre dann die komplette Grundausbildung im Simulator». Zum Auffrischungsprogramm gehörten Checklisten, Handgriffe, manuelles Fliegen und Notverfahren, wie bei zum Beispiel einem Triebwerksausfall, erklärte er.

In der Coronavirus-Pandemie mit einem deutlich reduziertem Flugangebot sind zahlreiche Piloten der Lufthansa zurzeit gar nicht im Einsatz, zum Beispiel alle 350 Piloten, die den Superjumbo Airbus A380 steuern. Der Lufthansa-Konzern, zu dem auch die Swiss gehört, habe in der Coronavirus-Pandemie 400 seiner 700 Flugzeuge geparkt oder längerfristig abgestellt, so Flaig. Diese gingen erst nach einem umfangreichen Testprogramm wieder in den Flugbetrieb, hiess es.

Die Lufthansa braucht im Kampf gegen die Corona-Krise die 9 Milliarden Euro Staatshilfe womöglich nicht vollständig. Es könnte sein, dass die Lufthansa die Summe nicht ganz brauche, sagte Konzernchef Carsten Spohr. (Archiv)
Wie viele Fluggesellschaften ist auch die Lufthansa in der Pandemie mit weniger Flugzeugen – und Piloten – unterwegs.
Bild: Keystone/DPA-Zentralbild

5.20 Uhr: Schweizerischer Gewerbeverband will Perspektive

Die Coronavirus-Fallzahlen sind in der Schweiz in den vergangenen Wochen zurückgegangen. Der Schweizerische Gewerbeverband SGV will deshalb heute ab 10:00 Uhr vor Journalisten darlegen, weshalb die Betriebe in der Schweiz eine Perspektive in der Pandemie brauchen und wie diese aussehen müsste. Die Online-Medienkonferenz steht unter dem Motto: «Appell der KMU aus dem Lockdown – Wir fordern eine Perspektive».

5 Uhr: Bundesbeamte warnen US-Staaten vor Lockerungen

Vertreter des Bundes in den USA haben die US-Staaten vor Lockerungen der Corona-Massnahmen in der Gastronomie und bei sozialen Aktivitäten gewarnt. «Wir müssen diese Pandemie noch immer unter Kontrolle bekommen», erklärte die Chefin der Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention (CDC), Rochelle Walensky, am Mittwoch. Drei Infektionswellen des vergangenen Jahres machten deutlich, dass das Virus zurückkehre, wenn Menschen ihren Bewegungsradius wieder vergrösserten. Walensky erklärte, sie trete jedem Vorschlag entgegen, der Lockerungen bei den Abstandsregeln beinhalte. Vertreter des Weissen Hauses teilten mit, die Bedenken würden mit Gouverneuren und Gesundheitsbehörden erörtert.

4.32 Uhr: Pakistan: Chinesischer Impfstoff hoch wirksam

Ein führender Vertreter der pakistanischen Gesundheitsbehörden hat dem chinesischen Covid-19-Impfstoff Cansino Biologics eine Wirksamkeit von 75 Prozent gegen Krankheitsverläufe mit Symptomen bescheinigt. Demnach wurde das Vakzin in dem Land über mehrere Monate in klinischen Studien mit 30'000 Teilnehmern getestet. Die Testergebnisse legten zudem nahe, dass das Mittel schwere Verläufe von Covid-19 vollständig, also zu 100 Prozent verhindere, hiess es.

Stunden zuvor hatte die Regierung bekannt gegeben, die pakistanische Armee habe vom chinesischen Militär Impfstoffe erhalten, die jedoch vollständig für Impfungen von Mitarbeitern des Gesundheitswesens eingesetzt würden. Bereits vor einer Woche hatte die Volksrepublik dem Land 500'000 Dosen des Corona-Impfstoffs Sinopharm zukommen lassen.

2.36 Uhr: US-Verkehrsminister Pete Buttigieg in Quarantäne

US-Verkehrsminister Pete Buttigieg begibt sich nach einem positiven Corona-Test in seinem Sicherheitsteam in Selbstisolation. Der Betroffene habe in engem Kontakt mit Buttigieg gestanden, auch am Montagmorgen (Ortszeit) vor dem Virus-Nachweis, teilte das Verkehrsministerium mit. Der Verkehrsminister zeigte nach Angaben vom Montagabend keine Symptome und wurde negativ getestet. «Minister Buttigieg wird alle notwendigen Schritte machen, um sicherzustellen, dass es keine Ausbreitung gibt, inklusive einer Quarantäne für 14 Tage», erklärte die Stabschefin des Ministeriums, Laura Schiller.

Der Minister habe in den vergangenen Wochen eine erste Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten. Die zweite Dosis werde Buttigieg nach der Quarantäne verabreicht. Gemäss der Regeln zur Nachverfolgung von Kontakten wurde ein weiteres Mitglied aus dem Sicherheitsteam in Quarantäne geschickt.

2.04 Uhr: US-Hilfspaket: Mächtiger Kongress-Ausschuss für mehr Corona-Hilfen

Die US-Demokraten haben in einem entscheidenden Ausschuss des Repräsentantenhauses eine ergänzende 1400-Dollar-Direktzahlung und weitere Hilfen als Teil des kommenden Corona-Hilfspakets vorgeschlagen. Unter anderem sprachen sie sich für höhere Arbeitslosen-Hilfen und grosszügigere Steuererleichterungen für Familien mit Kindern und Geringverdiener aus, als der Kongress am Montag die Detailarbeit am geplanten Hilfspaket im Umfang von 1,9 Billionen Dollar aufnahm. Es wird erwartet, dass sich das Ways and Means Committee – einer der mächtigsten Ausschüsse des Kongresses – bei seinem Vorschlag eng an die Vorstellungen von US-Präsident Joe Biden für das Gesetzespaket hält. Ende der Woche will der Ausschuss über den Plan abstimmen.

Biden hat klargestellt, dass der Kampf gegen das Coronavirus und die Reparatur der US-Wirtschaft für ihn oberste Priorität haben. Das Hilfspaket soll den verheerenden Folgen der Pandemie entgegengesetzt werden, die in dem Land mehr als 460'000 Menschen das Leben gekostet hat. Ausserdem soll es entscheidende Impulse in der Wirtschaft setzen – zehn Millionen Jobs kostete die Krise die USA seit ihrem Beginn.

Den Erwartungen nach könnte der Ausschuss Ausgaben von mehr als 900 Milliarden Dollar einplanen – fast die Hälfte des von Biden insgesamt vorgesehenen Betrags. Weitere Ausschüsse reden bei den Planungen für Teilbudgets des Hilfspakets ebenfalls mit.

0.39 Uhr: Seoul: Corona-Tests für Hunde und Katzen

Südkoreas Hauptstadt Seoul will unter bestimmten Umständen Corona-Tests für Hunde und Katzen bereitstellen. Dies sei für den Fall geplant, dass die Tiere mit infizierten Menschen in Kontakt kämen und anschliessend Symptome zeigten, teilten die Behörden mit. Demnach müssen infizierte Tiere verpflichtend 14 Tage privat oder in städtischen Einrichtungen isoliert werden. Nach dem Nachweis einer Corona-Infektion bei einer Katze in der Stadt JinjuIn hatte die südkoreanische Regierung in der vergangenen Woche Richtlinien für Tests bei Tieren veröffentlicht.

0 Uhr: Ähnliche Fehler bei Spanischer Grippe und Covid-19

Zögerliches Handeln, zu frühe Lockerungen und ignorierte Einschränkungen: Die Muster bei der Bewältigung der Spanischen Grippe haben frappierende Ähnlichkeiten mit derjenigen der Coronavirus-Pandemie. Das berichten Forschende im Fachmagazin «Annals of Internal Medicine». In den Jahren 1918 und 1919 wütete die Spanische Grippe weltweit und tötete in der Schweiz gemäss historischen Quellen 24’447 Menschen. Besonders die lange andauernde zweite Welle forderte viele Opfer.



«Es ist beeindruckend, wie sich beim Vorgehen der Regierung und der Behörden während den Pandemien 1918 und 2020 immer grössere Ähnlichkeiten abzeichnen», sagte der Historiker Kaspar Staub von der Universität Zürich im Gespräch mit Keystone-SDA. Natürlich gebe es auch wichtige Unterschiede zur Corona-Pandemie: Heute sei es ein anderes Virus, die Lebensumstände andere, die Fachwelt vernetzter und das medizinische Wissen grösser.

Eine Mitarbeiterin des Swisscom Call Centers gibt am Telefon Auskunft, aufgenommen am 13. November 2012 in Olten im Kanton Solothurn. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
Eine Mitarbeiterin des Swisscom Call Centers gibt am Telefon Auskunft, aufgenommen am 13. November 2012 in Olten im Kanton Solothurn. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
Zurück zur Startseite