Vektorimpfstoff gegen Covid-19 kommt — 1284 Neuinfektionen

Agenturen/dor/toko

28.9.2021

Der Vektorimpfstoff von Johnson & Johnson gegen soll offenbar bald in der Schweiz zum Zug kommen. Der Bund hat die Kantone in einem vertraulichen Dokument über den Schritt informiert. Unterdessen meldet das BAG 1284 neue Ansteckungen. Die Ereignisse des Tages im Überblick.-

Agenturen/dor/toko

28.9.2021

Die Impfkampagne mit dem Produkt von Johnson & Johnson soll am 5. Oktober beginnen, wie Blick.ch schrieb. Bei der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und - direktoren (GDK) hiess es auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, der Bund habe den Kantonen Ende letzter Woche ein Dokument mit vertraulichen Informationen geschickt. Zu dessen Inhalt gebe es momentan keine Angaben, sagte der GDK-Sprecher.

Der Vektorimpfstoff soll bei Personen eingesetzt werden, die aus medizinischen Gründen nicht mit den bisher verabreichten mRNA-Impfstoffen geimpft werden können. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hatte vergangene Woche Verhandlungen über eine kleine Menge des Impfstoffs bestätigt.

ARCHIV – Eine Impfspritze mit dem Impfstoff Johnson und Johnson wird vorbereitet. (Archivbild) Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa
Der Vektorimpfstoff von Johnson & Johnson soll offenbar bald in der Schweiz zum Zug kommen.
Mohssen Assanimoghaddam/dpa (Archivbild)

Einmal-Impfung mit «konventionellem» Mittel

Der Wirkstoff des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson ist seit Ende März befristet in der Schweiz zugelassen. Er kam noch nicht zum Einsatz, weil bisher ein Vertrag mit dem Hersteller fehlte. Es handelt sich um eine Einmal-Impfung für Personen ab 18 Jahren.

Janssen Schweiz hatte Anfang Dezember 2020 als viertes Unternehmen beim Heilmittelinstitut Swissmedic ein Zulassungsgesuch gestellt. Der Unternehmensteil Jansen ist der Impfstoffentwickler von Johnson & Johnson.

Der Janssen-Covid-19-Impfstoff Ad26.COV2.S ist laut Swissmedic ein rekombinanter Vektorimpfstoff, der auf einem humanen Adenovirus basiert. Damit wurde er wie herkömmliche Impfstoffe hergestellt und nicht mittels der seit über 30 Jahren bekannten mRNA-Technologie.

Studiendaten zeigten in den untersuchten Altersgruppen eine Wirksamkeit von durchschnittlich 66,9 Prozent. Schwere und kritische Verläufe der Erkrankung könnten zu fast 85 Prozent verhindert werden.

Gegen Impfungen für Kinder

Die Corona-Massnahmen-Gegner-Organisation «Freunde der Verfassung» reichte am Dienstagvormittag eine Petition «gegen die Entmündigung der Eltern und Impfpropaganda für Kinder» ein. Unterzeichnet wurde sie von über 59'000 Personen.

Die Petitionäre wehren sich dagegen, dass Kinder von zehn bis 15 Jahren selbst entscheiden können, ob sie sich gegen das Coronavirus impfen lassen wollen. Für die Impfung von Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren müsse zwingend die Einwilligung der Eltern vorliegen, verlangt die Petition. Überhaupt sollte für unter 16-Jährige ein sofortiges Impfmoratorium ausgesprochen werden.

An Schulen und Ausbildungsstätten dürfe keine «Impfpropaganda» betrieben werden. Impfstoffe für unter 16-Jährige sollten erst nach dem ordentlichen Zulassungsverfahren bewilligt werden, fordern die Petitionäre weiter.

1284 neue Fälle

Das BAG zählte am Dienstag innerhalb von 24 Stunden 1284 neue Coronavirus-Ansteckungen. Zudem meldete das BAG elf neue Todesfälle sowie 122 Spitaleinweisungen

Auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen zwei Wochen 233,71 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zurzeit 75,9 Prozent. 23,4 Prozent der verfügbaren Betten sind mit Covid-19-Patienten belegt.

57,9 Prozent der Bevölkerung sind vollständig geimpft. Dabei gab es eine Änderung: Bislang zählte das BAG genesene und einmal geimpfte Personen zu den «teilweise Geimpften». Neu gelten sie als vollständig geimpft, da sie ja immunisiert sind. Das führte zu Verschiebungen zwischen den beiden Kategorien.


Die Ereignisse des Tages im Überblick:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Berner Kantonspolizei rechnet für Donnerstagabend erneut mit einem Grosseinsatz bei einer unbewilligten Kundgebung.
  • Eine Petition der «Freunde der Verfassung» fordert, dass für die Corona-Impfung von zehn bis 15-Jährigen eine Einwilligung der Eltern nötig wird.
  • Malaysia denkt über eine vorsichtige Öffnung seiner Grenzen für Geschäftsreisende und Touristen nach.
  • Der Sprecher von US-Aussenminister Antony Blinken ist nach einer Woche hochrangiger Treffen bei der UN-Generalversammlung positiv auf das Coronavirus getestet worden.
  • Liveticker
    Neue Beiträge
  • Liveticker beendet
  • 21.42 Uhr
    Wir beenden den Live-Ticker am Dienstag
  • 21.03 Uhr
    Dänemark verlängert Verbot von Nerzzucht um ein weiteres Jahr

    Vor knapp einem Jahr waren in Dänemark Millionen Nerze wegen des Coronavirus gekeult worden — nun wird die Zucht der Tiere ein weiteres Jahr ausgesetzt. Das Zuchtverbot gelte auch 2022, sagte Landwirtschaftsminister Rasmus Prehn vor Reportern. Nur so könnten die Bürger von einer Tier-zu-Mensch-Übertragung des Coronavirus geschützt werden.

    Dänemark war der weltgrösste Exporteur von Nerzen. Im vergangenen November hatte die Regierung allerdings eine Notschlachtung aller 15 Millionen Tiere im Land angeordnet. Damit sollte die Verbreitung einer mutierten und auf den Menschen übertragbaren Form des Coronavirus verhindert werden. Ende Dezember 2020 verbot Dänemark schliesslich die Zucht der Tiere bis zum Januar 2022. Dieses Verbot soll nun verlängert werden.

    Der Nerz ist das einzige Tier, bei dem bisher mit Sicherheit festgestellt werden konnte, dass es sich sowohl mit Covid-19 infizieren als auch den Menschen anstecken kann.

  • 20.14 Uhr
    Berner Kantonspolizei rechnet am Donnerstag wieder mit Grosseinsatz

    Die Berner Kantonspolizei rechnet für Donnerstagabend erneut mit einem Grosseinsatz. Corona-Massnahmengegner haben wieder zu einer unbewilligten Kundgebung in der Bundesstadt aufgerufen.

    Um gewappnet zu sein, schliesst die Berner Kantonspolizei am Donnerstag und Freitag die meisten Wachen und verhängt eine Freisperre für die Einsatzkräfte, wie sie mitteilte.

    Die Berner Kantonspolizei rüstet sich erneut für einen Grosseinsatz am Donnerstagabend. Massnahmengegner wollen wieder in Bern demonstrieren.
    Die Berner Kantonspolizei rüstet sich erneut für einen Grosseinsatz am Donnerstagabend. Massnahmengegner wollen wieder in Bern demonstrieren.
    KEYSTONE/PETER SCHNEIDER

    In jüngster Zeit versammeln sich in Bern immer wieder Corona-Massnahmengegner zu unbewilligten Kundgebungen. Der Stadtberner Polizeidirektor Reto Nause machte klar, dass er solches Treiben nicht mehr dulden will.

    Am vergangenen Donnerstag musste die Polizei Wasserwerfer und Tränengas gegen Randalierer einsetzen. Danach kursierte in den Sozialen Medien ein Aufruf, sich jeden Donnerstag in Bern zur Kundgebung zu versammeln.

  • 20.01 Uhr
    Lettlands Regierung beschliesst neue Corona-Regelungen

    Lettlands Regierung hat neue Corona-Regeln beschlossen, die die epidemiologischen Anforderungen und Einschränkungen einfacher und verständlicher machen sollen. In den heute verabschiedeten Bestimmungen ist etwa eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen festgelegt: So müssen Beschäftigte von medizinischen, sozialen und pädagogischen Einrichtungen vom 15. November an ein Impfzertifikat vorweisen. Auch andere Arbeitgeber können ihren Mitarbeitern unter bestimmten Voraussetzungen eine verbindliche Impfung auferlegen, wie die Staatskanzlei in Riga mitteilte.

    Veranstaltungen und Dienstleistungen im Innenbereich dürfen vom 11. Oktober an nur noch durchgeführt und erbracht werden, wenn die beteiligten Personen nachweislich geimpft, genesen oder negativ getestet sind. Ausnahmen gelten für grundlegende Dienstleistungen wie etwa Postdienste und öffentlichen Nahverkehr oder auch private Treffen. Für den Einzelhandel wurden bislang noch keine konkreten Vorgaben festgelegt. Dafür müsse aber in den kommenden Wochen eine akzeptable Lösung gefunden werden, sagte Gesundheitsminister Daniels Pavluts.

    Die lettische Regierung bemüht sich seit Monaten mit nur mässigem Erfolg, die geringe Impfbereitschaft der Bevölkerung zu erhöhen. In dem baltischen EU- und Nato-Land sind aktuell nur 44 Prozent der 1,9 Millionen Einwohner geimpft. Zugleich stieg die Infektionsrate in den vergangenen Wochen deutlich.

  • 19.08 Uhr
    Urteil nach Eilantrag: Bayerische Abgeordnete müssen vorläufig weiter Maske tragen

    An ihren Plätzen im Parlament des deutschen Bundeslandes Bayern müssen die Abgeordneten bis zum Ende des Monats weiter Maske tragen. Der bayerische Verfassungsgerichtshof in München wies einen weiteren Eilantrag eines Landtagsabgeordneten der rechtsextremen Partei AfD gegen die Regelung zurück. Es sei kein schwerer Nachteil, wenn sie ein weiteres Mal die Maskenpflicht beachten müssten, teilte das Gericht mit.

    Ab Oktober verzichtet der Landtag auf die Maskenpflicht am Platz, wenn es einen Mindestabstand und Trennscheiben gibt und die sogenannte Krankenhausampel auf Grün steht. Zwei AfD-Abgeordnete wollten mit ihrem Eilantrag erreichen, dass die Maskenpflicht bereits zur nächsten Plenarsitzung am Mittwoch nicht mehr gilt. Sie verlangen zudem in der Hauptsache die Feststellung, dass die Regelung sie mittlerweile in ihren verfassungsmässigen Abgeordnetenrechten verletze.

    Ähnliche Eilanträge lehnte der Verfassungsgerichtshof bereits zweimal ab, wie er nun mitteilte. Auch dieser Antrag sei unzulässig. Zudem überwögen bei einer Abwägung der Folgen die Gründe, die gegen den Erlass einer einstweiligen Anordnung sprächen. Über die Hauptsache, also die mögliche Feststellung einer Rechteverletzung, ist demnach noch nicht entschieden.

  • 18.33 Uhr
    Gastronomen in Malta sollen nur noch Geimpfte bedienen

    In Malta werden Gastronomen dazu ermutigt, nur noch geimpfte Gäste zu bedienen. Restaurants und Bars dürfen von 9. Oktober an Leuten, die keine Impfbescheinigung haben, den Zutritt verweigern — und werden dafür sogar belohnt: Gesundheitsminister Chris Fearne kündigte an, dass diese Gaststätten länger als andere geöffnet haben dürfen. Zudem dürfen dort die Tische näher zusammengerückt und die Gäste auch an der Bar bedient werden. Für alle anderen gastronomischen Betrieben bleiben die aktuellen Massnahmen bestehen.

    Malta ist das Land mit einer der höchsten Impfraten gegen Corona: Mehr als 90 Prozent der zur Impfung zugelassenen Menschen sind vollständig immunisiert. Aktuell bekommen alte Menschen und jene mit einem schwachen Immunsystem Auffrischungsdosen gegen Corona verabreicht.

    Gesundheitsminister Fearne teilte zudem mit, dass Malta die Einreisebestimmungen für genesene Corona-Patienten lockere. Wenn diese nach ihrer Infektion nur eine Impfdosis erhalten — wie etwa in Italien üblich — dann können die Gäste künftig ohne Quarantäne in das Land einreisen. Menschen ohne gültiges Covid-Zertifikat müssen nach der Einreise 14 Tage in ein offizielles Isolationshotel, was sie 100 Euro (rund 108 Franken) pro Nacht kostet.

  • 18.12 Uhr
    Johnson trifft Angehörige von Corona-Opfern

    Rund ein Jahr nach den ersten Forderungen hat sich der britische Premierminister Boris Johnson mit Angehörigen von Corona-Opfern getroffen. «Obwohl die Regierung versucht, die Pandemie zu überwinden und fast sagt, die Pandemie ist vorbei, verlieren wir noch immer um die Tausend Menschen jede Woche», sagte die Mitgründerin der Gruppe Covid-19 Bereaved Families for Justice, Jo Goodman, vor dem Treffen dem Sender BBC. «Wir sind die Stimme derjenigen, die noch immer gefährdet sind, der Familien, die noch immer jemanden verlieren können.»

    Im grössten britischen Landesteil England sind Corona-Beschränkungen seit Mitte Juli weitgehend aufgehoben. Die Fallzahlen haben sich auf hohem Niveau — derzeit bei einer Inzidenz um die 350 — eingependelt. In den vergangenen sieben Tagen starben 920 Menschen an oder mit Covid-19, in den Vorwochen sah es ähnlich aus.

    Die Angehörigen der bisherigen Opfer hatten bereits im vergangenen Jahr ein Treffen mit Johnson und eine unabhängige Untersuchung der Corona-Politik gefordert, um weitere Fehler zu verhindern. Diese soll jedoch nicht vor dem kommenden Frühjahr stattfinden. Mit fast 160 000 Opfern mit Covid-19 auf dem Totenschein zählt das Vereinigte Königreich zu den am schwersten von der Pandemie getroffenen Ländern in Europa.

    Die Angehörigenorganisation Covid-19 Bereaved Families for Justice, die Ortsgruppen im ganzen Land betreibt, hat in London unweit des Parlaments am Ufer der Themse ein nationales Covid-Denkmal für die Opfer errichtet: Über Hunderte Meter hinweg zieren kleine und grosse rote Herzen eine steinerne Mauer.

  • 17.25 Uhr
    Japan hebt landesweiten Notstand auf

    In ganz Japan endet der coronabedingte Notstand zum Monatsende. Dies kündigte der scheidende Ministerpräsident Yoshihide Suga am Dienstag an. Damit würden auch die Pandemiebeschränkungen nach und nach zurückgefahren, sagte er. So solle das Land trotz der Präsenz des Virus wieder zum Alltag zurückkehren und die Wirtschaft angesichts rückläufiger Corona-Fallzahlen wieder in Gang kommen.

    «Unser Kampf gegen das Coronavirus tritt nun in eine neue Phase ein», erklärte Suga. «Endlich können wir erleben, wie sich soziale und ökonomische Aktivitäten zu normalisieren beginnen.»

    Um für mögliche künftige Ausbrüche gerüstet zu sein, werde die Regierung zusätzliche provisorische Behandlungszentren schaffen und weiterhin Impfungen anbieten, sagte der Regierungschef. Geplant sei zudem eine Einführung von Impfpässen und eine Ausweitung von Virustests. Vor kurzem hatte der zuständige Minister Taro Kono den Start von Impfauffrischungen für medizinische Fachkräfte bis Jahresende und für ältere Bürger bis Anfang 2022 angekündigt.

  • 16.17 Uhr
    Russland: So viele Corona-Tote wie noch nie an einem Tag

    Die Zahl der bestätigten Todesfälle durch das Coronavirus hat in Russland mit 852 einen Tagesrekord erreicht. Die staatliche Corona-Arbeitsgruppe meldete diese Zahl am Dienstag, die noch einmal höher lag als der bisherige Höchstwert von 828 Todesfällen, der am Freitag erreicht worden war.

    Die durchschnittliche Zahl der täglichen Infektionen ging in Russland von mehr als 20 000 Ende August auf rund 18 000 Mitte September zurück. Allerdings stiegen die Zahlen zuletzt wieder an und erreichten mehr als 21 000 neue Fälle pro Tag.

  • 14.56 Uhr
    Wegen Zertifikatspflicht: Gast schlägt Hoteldirektor

    In einem Hotel in Malbun FL ist am vergangenen Samstag wegen der Covid-Zertifikatspflicht ein Streit eskaliert. Ein Gast verpasste dem Hoteldirektor eine Ohrfeige und Faustschläge.

    Gegen 19 Uhr betrat ein Paar den Hotelbetrieb und wurde dabei aufgefordert, das Covid-Zertifikat vorzuweisen. In der Folge kam es zu Unstimmigkeiten und einer verbalen Auseinandersetzung, wie die Landespolizei des Fürstentums Liechtenstein am Dienstag in einer Mitteilung schrieb.

    Während des Streits begab sich der Gast laut Polizeiangaben hinter die Rezeption, verpasste dem Hoteldirektor eine Ohrfeige und Faustschläge gegen die Brust sowie den Hals- und Nackenbereich. Daraufhin verliess das Paar das Hotel in unbekannter Richtung.

    Der Hoteldirektor erlitt Verletzungen im Rippenbereich sowie Prellungen. Ermittlungen zum Täter und seiner Begleitung laufen.

  • 13.55 Uhr
    57,9 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft

    Bisher wurden in der Schweiz 10'404'776 Impfdosen verabreicht. Damit sind aktuell 57,9 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. 5,9 Prozent der Bevölkerung haben eine Impfung erhalten.

    Neu zählt das BAG die genesenen und einmal geimpften Personen zu den vollständig Geimpften, da sie immunisiert sind. Bisher waren sie unter «teilweise geimpft» aufgeführt. Somit stieg die Zahl der vollständig Geimpften in den aktuellen Angaben und jene der teilweise Geimpften sank.

  • 13.32 Uhr
    Aktuelle Corona-Zahlen: BAG meldet 1284 Ansteckungen

    In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innerhalb von 24 Stunden 1284 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden bei 32'357 Tests. Gleichzeitig registrierte das BAG 11 neue Todesfälle und 122 Spitaleinweisungen.

    Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zurzeit 75,9 Prozent. 23,4 Prozent der verfügbaren Betten sind mit Covid-19-Patienten belegt.

  • 13.21 Uhr
    Wintersession findet mit Zertifikatspflicht statt

    Die Covid-Zertifikatspflicht gilt künftig auch im Parlamentsgebäude. Nach dem Ständerat hat am Dienstag auch der Nationalrat einer entsprechenden Vorlage zugestimmt.

    Der Ständerat hatte der Zertifikatspflicht im Bundeshaus bereits am Montag zugestimmt. Dabei hatte er eine Ausnahme beschlossen: So soll jemand, der kein Covid-Zertifikat vorweisen kann – sprich, sich weder impfen noch testen lässt und auch nicht genesen ist –, das Parlamentsgebäude mit einer Maske betreten dürfen.

    Nationalraete stimmen ab, waehrend der Herbstsession der Eidgenoessischen Raete, am Dienstag, 28. September 2021, im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
    Mit der Zertifikatspflicht fallen ab dem 2. Oktober die Sicherheitsmassnahmen wie die Maskenpflicht und die Plexiglasscheiben im Bundeshaus weg. 
    KEYSTONE
  • 12:07 Uhr
    Vektor-Impfung kommt am 5. Oktober

    Wer den mRNA-Impfungen misstraut, hat bald eine Alternative. Wie der «Blick» berichtet, sind Vektor-Impfungen ab dem 5. Oktober in der Schweiz erhältlich. Das von Johnson & Johnson entwickelte Vakzin soll bis dann an die Kantone verteilt werden – von bis zu 150'000 Dosen ist die Rede. Die Vektor-Impfung ist für Menschen vorgesehen, die sich aus medizinischen Gründen nicht mit den neuartigen Impfungen gegen Covid-19 schützen können.

  • 11 Uhr
    Nidwalden: Regierungsrat fordert Kontingent an Gratis-Tests

    Covid-19-Tests sollen für Personen ohne Symptome zumindest in einem gewissen Umfang gratis bleiben. Dies forderte der Nidwaldner Regierungsrat am Dienstag. Er fürchtet, dass Ungeimpfte vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen werden, wenn sie die Tests zur Erlangung eines Zertifikats selber zahlen müssen.

    Pro Person und Monat solle ein bestimmtes Kontingent an Antigen-Schnelltests gratis bleiben, teilte der Regierungsrat mit, und zwar bis zum Ende der Zertifikatspflicht.

  • 10.45 Uhr
    Kommissionen wollen Gratis-Test bis Ende November

    Der Bundesrat soll eine Verlängerung der Kostenübernahme für Antigen-Schnelltests bis Ende November prüfen. Dies legt ihm die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerats (SGK-S) nahe. Sie betont jedoch gleichzeitig, es brauche einen neuen Effort, um die Impfquote zu erhöhen, zum Beispiel durch niederschwellige Impfangebote der Kantone.

    Die Kommission empfiehlt dem Bundesrat zudem in einem Schreiben, er solle dafür sorgen, dass die Kantone den negativ getesteten Personen überall dort ein Covid-Zertifikat ausstellen, wo repetitive PCR-Pooltests durchgeführt werden, also etwa in Unternehmen und Bildungseinrichtungen.

  • 10.37 Uhr
    Sandro Brotz erstattet Anzeige nach letzter «Arena»

    Nach der letzten «Arena»-Sendung, die sich um die Debattenkultur in der Corona-Pandemie drehte, erhielt Moderator Sandro Brotz nicht nur konstruktive Kritik. 

    So bedankt er sich auf Twitter für die zahlreichen Rückmeldungen, merkt aber ausserdem an, dass er auch Drohungen erhalten habe. Gegen diese gehe er konsequent rechtlich vor. 

  • 10.09 Uhr
    Petition fordert Einwilligung von Eltern bei Kinder-Impfung

    Die «Freunde der Verfassung» haben am Dienstag in Bern eine Petition «gegen die Entmündigung der Eltern und Impfpropaganda für Kinder» eingereicht. Unterzeichnet ist sie von über 8000 Personen. Die Petitionäre wehren sich dagegen, dass Kinder von zehn bis 15 Jahren selbst entscheiden können, ob sie sich gegen das Coronavirus impfen lassen wollen.

    Mit der Petition reagiere der Verein auf ein «juristisches Buebetrickli» des Bundes, teilten die «Freunde der Verfassung» mit. Während der Entscheid über eine Tätowierung oder einen Handykauf durch Minderjährige der Einwilligung der Eltern unterliege, soll das beim Impfentscheid nicht mehr nötig sein, bemängeln die Petitionäre.

    Eine junge Frau erhaelt im Kinder Impfzentrum des Kinderspitals Zuerich ihre Corona-Impfung, fotografiert am 1. Juli 2021 in Zuerich. Seit dem 28. Juli werden in Zuerich auch 12- bis 15-jaehrige geimpft. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
    Die Petitionäre kritisieren, dass 10- bis 15-Jährige selbst über die Corona-Impfung entscheiden dürfen, während sie sich nicht ohne Einwilligung der Eltern tätowieren lassen dürfen. 
    Keystone/Gaetan Bally
  • 09.54 Uhr
    Iran öffnet Grenzen für geimpfte Touristen

    Vollständig geimpfte ausländische Touristen dürfen ab November wieder in den Iran einreisen. Die Visa erhalten die Touristen bei der Einreise ins Land, wie das Tourismusministerium laut Nachrichtenagentur Ilna am Dienstag mitteilte. Der Iran hatte im April 2020 die Einreise ausländischer Touristen wegen der Corona-Pandemie verboten.

    Tourismus ist eine wichtige Einnahmequelle für den Iran, der wegen der US-Sanktion seit Jahren in einer schweren Wirtschaftskrise steckt. Laut Medienberichten hatte das Land vor der Corona-Krise fast neun Millionen ausländische Touristen im Jahr. Danach jedoch brach die Tourismusindustrie komplett zusammen.

  • 08.38 Uhr
    Gericht: New Yorker Impfpflicht für Lehrkräfte legal

    Die Stadt New York kann eine Corona-Impfvorschrift für Lehrkräfte und andere Angestellte des Schulwesens nun doch durchsetzen. Dies entschied ein dreiköpfiges Richtergremium an einem Berufungsgericht in Manhattan am Montagabend (Ortszeit) und kassierte eine einstweilige Verfügung gegen die Vorgabe, die eine Vorinstanz nach einer Klage einer Gruppe von Lehrern erlassen hatte.

    Prompt kündigte die Bildungsbehörde der Metropole an, die Impfvorschrift solle nun ab kommenden Freitag greifen. Bis zum kommenden Montag sollen demnach alle Lehrer und sonstiges Schulpersonal geimpft sein.

    Im August hatte Bürgermeister Bill de Blasio angekündigt, dass sich die rund 148'000 Angestellten des Schulwesens bis 27. September mindestens eine Dosis eines Corona-Impfstoffs verabreichen lassen müssten. Die Vorschrift gilt auch für das Personal in Cafeterien oder Polizeibeamte an Schulen. Die Folge wäre gewesen, dass Ungeimpfte ab dem heutigen Dienstag nicht hätten arbeiten dürfen.

    Teachers rally at a demonstration against COVID-19 vaccination mandates, Wednesday, Aug. 25, 2021, in New York. A growing number of communities are moving to require teachers to get vaccinated against COVID-19 as part of aggressive campaigns to ward off the delta variant, which has infected hundreds of thousands of children in the United States. While some school districts are allowing teachers to opt out of vaccine requirements with weekly testing, New York City, Philadelphia, Chicago and St. Louis have taken tougher stances by limiting exemptions to bona fide medical and religious reasons. (AP Photo/Mary Altaffer)
    Lehrer*innen demonstrieren im August gegen die angekündigte Impfpflicht für Lehrkräfte. 
    Keystone/AP Photo/Mary Altaffer
  • 7.50 Uhr
    Forscher: Nasenduschen helfen bei Corona-Erkrankung

    US-Forscher gehen von einem positiven Effekt von Nasenduschen bei einer Erkrankung mit dem Coronavirus aus. Durch den «Spüleffekt» der Dusche könne das Sekret verflüssigt und mitsamt Partikeln und Viren besser ausgespült werden. Das könne dazu beitragen, die Symptome zu mildern und auch die Krankheit zu verkürzen. Darüber berichtet der «Tages Anzeiger».

  • 6 Uhr
    Uni Zürich und ETH halten sich nicht an BAG-Vorgaben

    Die Uni und ETH in Zürich haben die Zertifikatspflicht eingeführt, führen aber nur stichprobenartige Kontrollen durch – trotz teils voll besetzter Hörsäle. Die Zertifikate würden nicht beim Betreten der beiden Zürcher Hochschulen geprüft, stattdessen kontrolliere externes Sicherheitspersonal nur punktuell, schreibt der «Tages-Anzeiger»

    Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) schliesst Stichproben in Einrichtungen wie den Hochschulen aus. Die entsprechende Covid-19-Verordnung schreibt vor, dass die Kontrollen bei öffentlichen Einrichtungen, die den Zugang auf Personen mit einem Zertifikat einschränken, «geordnet und lückenlos» durchgeführt werden müssen. Die stichprobenweise Überprüfung der Covid-Zertifikate «scheint uns nicht zu genügen», sagte eine BAG-Sprecherin denn auch auf Anfrage der Zeitung. Die Verantwortung liege aber letztlich bei den Institutionen und den kantonalen Vollzugsbehörden, hiess es weiter. Die Zürcher Gesundheitsdirektion habe auf Anfrage mitgeteilt, dass Uni und ETH den Kanton über die Handhabung der Zertifikatspflicht informiert hätten, die Entscheidung dafür liege bei den beiden Institutionen.

    Der Verband der Studierenden der Universität Zürich (VSUZH) begrüsst laut «Tages-Anzeiger» die Zertifikatspflicht, hält jedoch das aktuelle Schutzkonzept «mit dem teils zurückhaltenden Kontrollieren» für ungenügend.

    Ein Mann kontrollliert das Covid Zertifikat der Studenten anlaesslich der Wiederaufnahme des Studienbetriebs mit Praesenzunterricht an der Universitaet Zürich, aufgenommen am Montag, 20. September 2021 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)
    Sicherheitspersonal kontrolliert am 20. September 2021 stichprobenartig das Covid-Zertifikat der Studenten an der Universität Zürich.
    Bild: Keystone/Ennio Leanza
  • 5.16 Uhr
    Malaysia will über vorsichtige Öffnung für Tourismus entscheiden

    Malaysia denkt über eine vorsichtige Öffnung seiner Grenzen für Geschäftsreisende und Touristen nach. Die Regierung werde voraussichtlich noch in dieser Woche entscheiden, ob und wann vollständig geimpfte Malaysier wieder ins Ausland und Ausländer nach Malaysia reisen dürfen, berichtete die Zeitung «The Star» am Dienstag unter Berufung auf den Vorsitzenden des «National Recovery Council» (Rat für die nationale Wiederbelebung), Muhyiddin Yassin.

    Die Corona-Zahlen in dem südostasiatischen Land sinken seit Wochen. Am Montag hatten die Behörden weniger als 11'000 Neuinfektionen gemeldet. Ende August gab es noch täglich rund 20'000 Fälle am Tag.

    Derweil sind Behördenangaben zufolge bereits mehr als 84 Prozent der erwachsenen Bevölkerung vollständig geimpft. Bis Anfang Oktober soll diese Zahl auf 90 Prozent steigen. Dies sei eine wichtige Voraussetzung für eine Öffnung, hiess es.

    Die Grenzen des für seine Traumstrände und Dschungel bekannten Landes sind seit 18 Monaten wegen der Pandemie geschlossen. Vor der Krise verzeichnete Malaysia noch die zweithöchste Besucherzahl in der Region nach Thailand. Der malaysische Verband der Tourenanbieter und Reisebüros (MATTA) warnte zuletzt, dass der Branche der «totale Kollaps» drohe, wenn es nicht bald einen Neustart gebe und der Staat ihr nicht finanziell unter die Arme greife.

  • 5.11 Uhr
    Zahlen in Thailand auf tiefstem Stand seit Mitte Juli

    Thailand bekommt seine bisher schwerste Corona-Welle immer besser in den Griff. Am Dienstag meldeten die Behörden in Bangkok rund 9400 Neuinfektionen – so wenige, wie seit Mitte Juli nicht mehr. Die höchste jemals in dem südostasiatischen Land verzeichnete Zahl waren 23'400 neue Fällen innerhalb von 24 Stunden am 13. August. Bislang ist jedoch nur etwa ein Viertel der rund 70 Millionen Einwohner vollständig geimpft.

    Wegen strikter Massnahmen sinken die Zahlen aber seit Wochen stetig, sodass die Regierung zum Wochenbeginn weitere Lockerungen des Lockdowns ab dem 1. Oktober angekündigt hat. Dann dürfen Museen, Fitnessstudios, Spas und Kinos wieder öffnen. Zudem werden die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen um eine Stunde verkürzt. Auch für Reisende gibt es gute Nachrichten: Vollständig Geimpfte müssen nach der Ankunft in Thailand nur noch sieben statt wie bisher 14 Tage in Hotel-Quarantäne.

    Im vergangenen Jahr galt Thailand noch als Vorzeigeland im Kampf gegen die Pandemie – seit April erlebte der Staat aber seine bisher schwerste Welle. Die grössten Inseln Phuket und Ko Samui versuchen bereits seit Juli dank spezieller Projekte für geimpfte Touristen einen Neustart des wichtigen Tourismussektors. Weitere beliebte Badeorte wie Pattaya und Hua Hin sollen bald folgen.

  • 4.45 Uhr
    Weitere Belastung des Bundeshaushalts befürchtet

    Nach dem Nein zur 99-Prozent-Initiative der Juso beschäftigt sich der Nationalrat heute Vormittag als Erstrat mit einer weiteren Steuervorlage. Die Reform der Verrechnungssteuer hat im Nationalrat gute Chancen. Bürgerliche Mehrheiten der vorberatenen Kommissionen begrüssen die Reform. Auch wenn die derzeitige Lage des Bundeshaushaltes schwierig sei, sei die Vorlage finanzpolitisch vertretbar, da sie nach Ausfällen in den ersten Jahren mittelfristig zu Mehreinnahmen führen sollte. SP und Grüne dagegen befürchten, dass die Schwächung des Sicherungszwecks infolge der Teilabschaffung der Verrechnungssteuer die Steuerhinterziehung begünstigen und den aufgrund der Corona-Krise bereits angeschlagenen Bundeshaushalt weiter belasten werde.

  • 4.05 Uhr
    New Yorker Met-Oper wieder auf

    Nach anderthalbjähriger Schliessung wegen der Pandemie hat die New Yorker Metropolitan Oper ihre Türen wieder geöffnet – und das mit der erstmaligen Aufführung eines Werks eines afroamerikanischen Komponisten in der Geschichte des Opernhauses. Die Zuschauer feierten am Montagabend (Ortszeit) die Premiere von «Fire Shut Up in My Bones», komponiert von dem Jazz-Trompeter Terence Blanchard, der zuvor unter anderem Filmmusik für Regisseur Spike Lee geschrieben hatte. Die Oper basiert auf der gleichnamigen Autobiografie von Charles Blow über dessen Kindheit und Jugend im südlichen US-Bundesstaat Louisiana.

    Im März 2020 musste die Oper, die zu den besten der Welt gezählt wird, wegen der Pandemie schliessen. In diesem Jahr war das Eröffnungs-Spektakel wegen der Corona-Krise deutlich eingeschränkt, ein roter Teppich wurde gar nicht erst ausgerollt. Künstler, Mitarbeiter und Zuschauer mussten einen Impfnachweis vorlegen, die Oper hatte sich zuvor zum «komplett geimpften Haus» erklärt. Live übertragen wurde die Aufführung auf Videobildschirmen am Times Square und in einem Park in Harlem. Eine weitere Aufführung des Stücks am 23. Oktober soll weltweit live in Kinos übertragen werden.

    Zuvor hatten nach langen Corona-Pausen auch die New Yorker Philharmoniker und das New Yorker Ballet wiedereröffnet. Andere Institutionen landesweit sind entweder schon wieder in Betrieb oder wollen folgen, darunter am Donnerstag die Symphoniker in Boston.

  • 3 Uhr
    Kuba exportiert selbst entwickelten Corona-Impfstoff

    Kuba hat mit dem kommerziellen Export seines Corona-Impfstoffs Abdala begonnen. Das Mittel, das in drei Dosen verabreicht wird, werde nach Vietnam und Venezuela verlauft, teilte die Regierung mit. An Vietnam seien 900'000 Impfdosen verkauft worden, weitere 150'000 habe Kuba gespendet, berichtete die Nachrichtenwebseite Cubadebate. Das kubanische Zentrum für genetische Immunologie und Biotechnologie teilte mit, am Wochenende seien auch die ersten Impfstofflieferungen nach Venezuela verschickt worden.

    Der vietnamesische Präsident Nguyen Xuan Phuc hatte vergangene Woche bei einem Kuba-Besuch die dortige Impfstofffabrik besichtigt und den Kauf von mindestens fünf Millionen Dosen Abdala bekannt gegeben. Die venezolanische Vizepräsidentin Delcy Rodríguez hatte bereits im Juni erklärt, ihr Land kaufe Kuba Impfstoff für zwölf Millionen Dollar (gut 10,2 Millionen Euro) ab. Wie viele Dosen das sind, sagte sie nicht. Ein weiterer in Kuba entwickelter Corona-Impfstoff wird im Iran produziert.

    Kubanische Wissenschaftler haben erklärt, die Impfstoffe verhinderten in mehr als 90 Prozent der Fälle eine Erkrankung. Der Schutz vor einer blossen Infektion sei geringer – was auch bei anderen Impfstoffen der Fall ist. Kuba möcht seine Impfstoffexporte ausweiten und hat vergangene Woche Genehmigungen bei der Weltgesundheitsorganisation beantragt. In Kuba selbst sollen bis Ende November 90 Prozent der Bevölkerung geimpft sein.

  • 0.05 Uhr
    Sprecher von US-Aussenminister nach UN-Woche infiziert

    Der Sprecher von US-Aussenminister Antony Blinken, Ned Price, ist nach einer Woche hochrangiger Treffen bei der UN-Generalversammlung positiv auf das Coronavirus getestet worden. Price schrieb am Montag auf Twitter, er habe am Montagmorgen erstmals Symptome entwickelt und sei kurz darauf positiv getestet worden. Er werde sich nun für zehn Tage in Quarantäne begeben. Price hatte Blinken in der vergangenen Woche bei vielen Treffen mit ausländischen Partnern am Rande der UN-Generaldebatte begleitet.

    Eine Sprecherin des Aussenministeriums sagte, Blinken sei bei einem Routine-Check am Montagmorgen negativ auf das Virus getestet worden. Auch niemand sonst aus der Delegation, die zur UN-Generalversammlung nach New York gereist sei, habe bislang Symptome entwickelt. Die Sprecherin betonte ausserdem, Price sei seit Donnerstag nicht mehr in persönlichem Kontakt mit anderen ausländischen Delegationen gewesen. Das Risiko einer Ansteckung durch Price habe nach Einschätzung von Medizinern des Ministeriums vermutlich erst am Samstag begonnen. Price sei seit Samstag auch nicht mehr mit Blinken zusammengekommen.

    Bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen hatte zuvor bereits eine Infektion in der brasilianischen Delegation für Aufsehen gesorgt: Der brasilianische Gesundheitsminister Marcelo Queiroga gab in der vergangenen Woche bekannt, dass er positiv auf das Coronavirus getestet worden sei. Er hatte mit Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro an der UN-Generaldebatte teilgenommen und sich dabei auch im UN-Hauptquartier am East River aufgehalten. Zuvor war bereits ein weiteres Mitglied der Delegation positiv getestet worden.

    Bereits vor der UN-Generaldebatte hatten die amerikanischen Gastgeber die Sorge geäussert, dass Staatsgäste und ihre Delegationen aus mehr als 100 Ländern in New York das Virus verbreiten könnten.