Risikokarte zeigt die unsichersten Reiseländer der Welt

jfk

16.11.2018

Die Schweiz gehört zu den sichersten Reiseländern der Welt: Wohin man sonst noch ruhigen Gewissens reisen kann und wo es gefährlich, das zeigt die «Travel Risk Map».
International SOS / Control Risk / Screenshot: travelriskmap.com

In vielen Staaten stellen eine instabile politische Lage, häufige Terroranschläge oder eine hohe Kriminalitätsrate ein schwer kalkulierbares Sicherheitsrisiko für Reisende dar. Eine Weltkarte zeigt auf einen Blick die gefährlichsten Länder – und die sichersten.

Ein «unerhebliches» Risiko für die persönliche Sicherheit bieten weltweit nur wenige Länder, und sie alle liegen in Europa. So veranschaulicht es zumindest die Travel Risk Map, veröffentlicht von den Unternehmen «SOS International» und «Control Risks». Auch die Schweiz gehört demnach zu den sichersten Destinationen weltweit neben Dänemark, Finnland, Grönland, Island, Luxemburg, Norwegen und dem ehemaligen jugoslawischen Gliedstaat Slowenien.

Der Report kombiniert der Website Travelbook zufolge eine Analyse des laufenden Jahres mit einer Prognose für 2019. Dabei berücksichtigen Experten Faktoren wie die aktuelle politische Lage, Terrorgefahr, die Wahrscheinlichkeit von Überfällen, sozialen Unruhen und Betrugsvergehen. Auch das Risiko von Entführungen, die etwa in Teilen Lateinamerikas gehäuft vorkommen, fliessen in die Bewertung mit ein.

Aus dem Ergebnis werden fünf Risikostufen erstellt: unerheblich, gering, mittel, hoch und extrem. Der jährliche Bericht ist in erster Linie für Unternehmen und Geschäftsreisende gedacht. Doch sie dient auch Touristen und Weltenbummlern als Orientierungspunkt für die Wahl und Einschätzung ihrer Reiseziele.

Weisser Sandstrand und türkisfarbenes Meer – doch wer will schon in die Ferien nach Somalia, wo Piraten ihr Unwesen treiben? (Archiv)
Bild: Keystone

Auch ausserhalb der acht oben genannten Länder ist nahezu überall in Europa das Reisen relativ sicher, das Risiko wird als «gering» bewertet. Das gilt ebenso unter anderem für Nordamerika, China, Japan, Australien und – entgegen mancher Befürchtungen – auch für Länder wie Jordanien, Kuba oder dem Iran. Lateinamerika zeigt sich uneinheitlich, und in Afrika sind Staaten mit geringem Risiko wie Marokko, Senegal, Ghana, Namibia und Botswana eher die Ausnahme.

In grossen Staaten wie Russland, Brasilien, Indonesien, Südafrika und Teilen Indiens besteht für Reisende laut der Karte ein mittleres Sicherheitsrisiko, in vielen afrikanischen Ländern ein hohes, und in mehreren, teils grossflächigen Krisenregionen sogar ein extremes Risiko. Dazu gehören Länder wie Syrien, Afghanistan, Somalia, Jemen oder die Ostukraine  – Staaten oder Regionen, in denen mehr oder weniger offener Krieg tobt.

Bundespolizisten am Strand von Cancún. In einigen Ländern wie Mexiko ist die Sicherheitslage uneinheitlich und von Region zu Region verschieden. (Archiv)
Bild: Keystone
Bilder aus der Schweiz
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