Ägypten

Zweites Todesopfer nach Hai-Angriff bei Hurghada

dpa/tgab

3.7.2022 - 17:35

Mako shark swimming near the surface out in the open ocean. This image was taken on a baited shark dive 50 kms offshore past Western Cape.
Haie sind im Roten Meer in Ägypten äusserst selten. Nun wurden jedoch in wenigen Tagen gleich zwei Menschen vor Ort anscheinend von einem Makohai wie hier im Bild getötet.
Getty Images

Nach der Haiattacke auf eine Österreicherin am Freitag ist eine weitere Frau bei Hurghada tödlich angegriffen worden.

dpa/tgab

3.7.2022 - 17:35

Bei dem Hai-Angriff unweit des ägyptischen Badeorts Hurghada hat es offenbar ein zweites Todesopfer gegeben. Zusätzlich zur 68 Jahre alten Österreicherin, die nach dem Zwischenfall am Freitag starb, sei eine weitere Frau angegriffen worden, teilte das ägyptische Umweltministerium am Sonntag mit. Auch die zweite Frau starb nach dem Hai-Angriff – offenbar durch dasselbe Tier. Die Nationalität der Frau sei nicht bekannt. Umweltministerin Jasmin Fuad drücke den Familien der beiden Opfer ihr Beileid aus, hiess es in einer Mitteilung bei Facebook. Details nannte das Ministerium zunächst nicht. Der Strand wurde vorerst geschlossen.

Das österreichische Aussenministerium in Wien bestätigte den Tod einer Österreicherin. Medizinischen Kreisen zufolge war sie mit einem Ägypter verheiratet und lebte in Hurghada am Roten Meer. Touristen verfolgten die tragischen Szenen vom Strand und von einem Steg aus. Ein Video zeigt, wie die Frau in rot gefärbtem Wasser versucht, sich in Sicherheit zu bringen. Unterdessen versuchen Männer vom Steg aus, sie mit einem Seil aus dem Wasser zu ziehen.

Sichtung eines Makohais gemeldet

Der Vorfall ereignete sich in einer Bucht südlich von Hurghada. Der Strand wurde für drei Tage geschlossen. Die Kammer für Tauch- und Wassersport (CDWS) informierte ihre Mitglieder nach dem Zwischenfall über die Sichtung eines Makohais in der Gegend. Wassersport wie Tauchen, Schnorcheln, Kite- und Windsurfen seien während dieser Zeit in dem Gebiet nicht gestattet, hiess es.

Makohaie können ein Tempo von bis zu 70 Kilometern pro Stunde erreichen. Ausgewachsen können sie über 4 Meter lang und über 500 Kilogramm schwer werden. 

hammerhead showing face, teeth swimming above the white sand
Im Roten Meer leben auch Hammerhaie (im Bild), Weissspitzen-Hochseehaie, Seidenhaie und weitere Arten.
Getty Images

Das Rote Meer ist unter anderem für Taucher ein beliebtes Reiseziel. Angriffe von Haien sind dort eigentlich sehr selten. Vereinzelt kam es aber auch hier zu tödlichen Attacken. 2018 starb ein Tourist aus Tschechien nach einem Hai-Angriff, 2015 kamen so auch ein Deutscher und 2010 eine deutsche Rentnerin ums Leben. Möglicherweise werden die Tiere durch Abfälle angelockt oder durch – eigentlich verbotenes – Futter und Köder von Ausflugsbooten.

dpa/tgab