Literaturtage Solothurner Literaturtage mit neuem Chef

SDA

1.4.2020 - 11:32

Dani Landolf übernimmt die Leitung der Solothurner Literaturtage; der ehemalige Geschäftsführer des Schweizer Buchhändler- und Verlegerverbands tritt damit die Nachfolge von Reina Gehrig an. 
Dani Landolf übernimmt die Leitung der Solothurner Literaturtage; der ehemalige Geschäftsführer des Schweizer Buchhändler- und Verlegerverbands tritt damit die Nachfolge von Reina Gehrig an. 
Source: Keystone/EPA/HENDRIK SCHMIDT/Archiv

Dani Landolf übernimmt die Leitung der Solothurner Literaturtage, wie das Literaturfestival am Mittwoch mitteilte. Bis Ende letzten Jahres war er Geschäftsführer beim Schweizer Buchhändler- und Verlegerverband (SBVV).

Der 52-jährige Landolf verantwortete als SBVV-Geschäftsführer die Gastlandauftritte der Schweiz an den Buchmessen in Leipzig 2014 und in Bologna 2019. Er hat Geschichte, Medienwissenschaft und Soziologie in Bern studiert und anschliessend als Journalist gearbeitet, bevor er 2007 als Geschäftsführer beim SBVV anheuerte.

Nun tritt er die Nachfolge von Reina Gehrig an, die zur Kulturstiftung Pro Helvetia wechselt, wie bereits Ende des letzten Jahres bekannt wurde. Gehrig wird bei Pro Helvetia verantwortlich sein für die Förderung, Verbreitung und Promotion der Schweizer Literatur im In- und Ausland sowie für die Förderung von Übersetzungen.

Im Herbst 2013 hatte sie in einem Dreier-Gremium die Co-Leitung der Solothurner Literaturtage übernommen. 2015 wurde sie alleinige Geschäftsführerin der jährlich stattfindenden Werkschau der Schweizer Literatur. Sie integrierte die Bereiche «Spoken Word» und «Übersetzung» in die Literaturtage. Dem Nachwuchs gab sie mit neuen Formaten wie dem «Skriptor» innovative Plattformen.

Der Wechsel in der Leitung der Solothurner Literaturtage verläuft fliessend: Landolf übernimmt offiziell ab August 2020; er wird das Team der Solothurner Literaturtage ab sofort aber auf Mandatsbasis unterstützen. Gehrig ihrerseits wird bei der diesjährigen Ausgabe vom 22. bis 24. Mai noch dabei sein.

Festival geht ins Netz

Wie die Verantwortlichen weiter mitteilten, wird die 42. Ausgabe der Solothurner Literaturtage nicht in gewohnter Form stattfinden. Das aktuelle Literaturschaffen solle als Onlineliteraturfestival präsentiert werden. So sollen Diskussionen und der interaktive Austausch auch mit dieser aussergewöhnlichen Durchführung möglich sein.

Auch mit dieser Form der Literaturtage soll es den sogenannten Resonanzraum geben. Dieses Format stellt einen vom Publikum gewählten Text ins Zentrum, dem während der Werkschau in verschiedenen künstlerischen Disziplinen nachgespürt werden soll. Wie die Solothurner Literaturtage mitteilten, hat sich das Publikum für «Die drei Niederlagen des Denkers» von Peter Bichsel entschieden.

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