Aktionäre verweigern UBS-Führung Entlastung

SDA

2.5.2019 - 14:29

Schlechte Nachricht für Sergio Ermotti: Die Aktionäre verweigern der Konzernspitze die Entlastung.
Source: KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS

Die UBS-Spitze erhält von ihren Aktionärinnen und Aktionären einen Schuss vor den Bug. Die Inhaber der grössten Schweizer Bank verweigern dem Verwaltungsrat und der Geschäftsleitung die Entlastung für das Geschäftsjahr 2018.

Zwar gab es mit knapp 41,7 Prozent 'JA' marginal mehr Stimmen für die Entlastung als dagegen, aber die absolute Mehrheit von 50 Prozent wurde wegen der vielen Enthaltungen (16,7%) nicht erreicht. 

Die Konsultativ-Abstimmung über den Vergütungsbericht fiel zwar mit einem JA-Stimmenanteil von 79,4 Prozent für die UBS deutlich besser aus. VR-Präsident Axel Weber konnte sich allerdings nicht zufrieden geben, denn vor einem Jahr war der JA-Anteil mit 81 Prozent etwas höher.

Als ein Auslöser für diese Entwicklung gilt der Gerichtsentscheid in Paris vor zwei Monaten. Dort wurde die UBS erstinstanzlich wegen Geldwäscherei und Beihilfe zu Steuerhinterziehung verurteilt. Der Bank wurden eine Rekordbusse und Schadenersatzzahlungen in Höhe von 4,5 Milliarden Euro aufgebrummt.

UBS-CEO Sergio Ermotti sagte in einem Interview kürzlich, dass man sich beim Kampf gegen die französische Justiz den Schweizer Bundesrat als Unterstützung gewünscht hätte. Dieser hätte die Schweizer Grossbank gegen die Angriffe des französischen Finanzministers verteidigen können, so Ermotti.

Dividendenvorschlag ging durch

Ohne Probleme bzw. mit hohen JA-Stimmenanteilen von rund 99 Prozent gingen dagegen der Dividendenvorschlag sowie die Genehmigung des Lageberichtes sowie der Konzernrechnung 2018 durch.

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