Tessiner Forscher finden neue Waffe im Kampf gegen die Grippe

SDA/phi

29.7.2019

Dank Schweizer Forschern wird der Grippeschutz potenter.
Bild: Keystone

Der Grippeschutz bekommt ein stärkeres Fundament: Wissenschaftler der Universität der italienischen Schweiz haben einen Stoff entdeckt, der auch Varianten der Viren erkennt und angreift.

Tessiner Forscher haben ein Molekül entdeckt, das in der Lage ist, die verschiedenen Varianten des Grippevirus zu erkennen und damit die Immunantwort von Personen zu steuern, die von der Krankheit betroffen sind. Dies könnte Alternativen zur Impfung vorantreiben.

Trotz der Entwicklung wirksamer Impfstoffe kann das Influenzavirus oder die saisonale Grippe mutieren und der Abwehr des Körpers entkommen, wie die Universität der italienischen Schweiz (USI) am Montag in einer Mitteilung schreibt. Aus diesem Grund sei es notwendig, jedes Jahr einen neuen Impfstoff zu produzieren.

Küsse – ansteckend, aber auch belebend:

Wissenschaftler des Instituts für biomedizinische Forschung haben nun ein Molekül namens SIGN-R1 identifiziert, das verschiedene Varianten des Virus erkennt und daher die Reaktion des Immunsystems steuern kann, um die Erreger zu eliminieren. SIGN-R1 kann sich auch an andere Viren der Atemwege binden.

Diese Ergebnisse ebnen laut den Forschern den Weg für die Suche nach alternativen Therapien zur Impfung, basierend auf Molekülen der gleichen Familie wie SIGN-R1. Diese Behandlungen könnten bei Patienten angewendet werden, die bereits infiziert sind oder bei denen die Impfung nicht wirksam ist.

Die wissenschaftlichen Arbeiten der Tessiner Wissenschaftler wurden in der Zeitschrift «Nature Microbiology» publiziert. Unterstützt wurden sie von Forschern der Universität Toulouse sowie der Harvard Medical School und der Mount Sinai School of Medicine in New York.

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