Skywork-Konkurs

Gläubiger fordern über 26 Mio. Franken von Fluggesellschaft Skywork

SDA

4.11.2020 - 09:28

Rund tausend Gläubiger haben sich beim Konkursamt Bern-Mittelland mit Forderungen gegenüber der ehemaligen Berner Regionalfluggesellschaft Skywork gemeldet.
Rund tausend Gläubiger haben sich beim Konkursamt Bern-Mittelland mit Forderungen gegenüber der ehemaligen Berner Regionalfluggesellschaft Skywork gemeldet.
Source: KEYSTONE/ANTHONY ANEX

Im Zusammenhang mit dem Konkurs der Berner Regionalfluggesellschaft Skywork sind beim Konkursamt Forderungen von über tausend Gläubigern in der Höhe von 26,4 Mio. Franken eingegangen. Anerkannt werden vom Konkursamt rund 18,9 Mio. Franken.

17,5 Mio. Franken weist das Konkursamt Bern-Mittelland ab, wie es am Mittwoch mitteilte. Es hat den entsprechenden Kollokationsplan bis am 24. November aufgelegt.

In der ersten und zweiten Gläubigerklasse werden Forderungen in der Höhe von rund 1,8 Mio. Franken anerkannt, in der 3. Klasse rund 7,1 Mio. Franken. Einen Brocken von zehn Millionen Franken hat das Konkursamt aus der 3. Klasse abgewiesen, jedoch als sogenannte Nachrangforderung anerkannnt. Das heisst, dass diese Forderung erst dann beglichen wird, wenn die vorrangigen Schuldner befriedigt sind.

2,36 Mio. Franken zu verteilen

Aus der Verwertung der Konkursmasse von Skywork ergeben sich noch Aktiven von rund 2,3 Mio. Franken. Gemäss Konkursamt können die Gläubiger der ersten und zweiten Klasse damit rechnen, ihre Forderungen vollständig decken zu können.

Für Forderungen in der dritten Klasse schätzt das Konkursamt die Dividende derzeit auf etwa sieben Prozent. Das heisst, diese Gläubigergruppe wird sich einen Gutteil ihrer Forderungen ans Bein streichen müssen.

Die Berner Regionalfluggesellschaft Skywork musste im Spätsommer 2018 Insolvenz anmelden. Damit verlor der Flughafen Bern-Belp seinen Hauptkunden.

Skywork beschäftigte über hundert Angestellte. Sie verfügte zuletzt über sechs Turbo-Propellermaschinen des Typs Saab 2000. Mit diesen flog die Airline 22 Destinationen in Europa an.

Seit vielen Jahren versuchen sich kleinere Fluggesellschaften von Bern-Belp aus. Keiner gelang es bisher, sich dauerhaft zu etablieren.

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