Theatertour zum Tod einer Opernsängerin in Andermatt

13.6.2019 - 12:20, SDA

Die Theatertour «Verschollen in der Tiefe» spielt in der Schöllenenschlucht- auf dem Bild proben Heidi Danioth und Marielouise Gamma.
Source: KEYSTONE/ALEXANDRA WEY

Vor fast hundert Jahren ist in der Schöllenenschlucht eine damals berühmte Opernsängerin verschwunden. Die Theatertour «Verschollen in der Tiefe», welche die dramatischen Ereignisse von 1925 nacherzählt, hat am Donnerstag Premiere.

Zinaida Jurjewskaja war im Berlin der 1920-er Jahre ein Star. Am 3. Dezember 1925 traf sie mit dem Mittagszug in Andermatt ein, sie, die eigentlich nach Rapallo an der ligurischen Küsten hätte reisen sollen. Am gleichen Tag verschwand die Mozart-Interpretin aus der mondänen deutschen Metropole in der Schöllenenschlucht.

Die Urner Behörden klärten den Vorfall ab und kamen zum Schluss, dass die verunsicherte Diva Selbstmord verübt habe. Die Opernliebhaber in Berlin mochten dies nicht glauben und intervenierten in Bern. So soll der Gatte eine zwiespältige Rolle gespielt haben. Die Eidgenossenschaft griff aber nicht ein, und die Akte Zinaida Jurjewskaja wurde nach einem Jahr geschlossen.

Das Stück «Verschollen in der Tiefe» von Heinz Keller lässt dieses Drama wieder aufleben. Gespielt wird Jurjewskaja von Heidi Danioth und Marielouise Gamma. Die beiden einheimischen Schauspielerinnen führen die Besucher in einer rund einstündigen Theatertour an den Ort des Geschehens.

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