Trotz Widerstand wird Buslinie Arth-Walchwil eingestellt

SDA

19.5.2020 - 16:06

Die gewachsene Bedeutung des Bahnhofs Arth-Goldau führt auch zu einem neuen Buskonzept. (Archivbild)
Source: KEYSTONE/URS FLUEELER

Die Buslinie von Arth SZ Richtung Walchwil ZG wird auf den Fahrplanwechsel hin im Dezember 2020 eingestellt. Der Kanton Schwyz begründet die umstrittene Stilllegung mit dem neuen Buskonzept für den Knotenpunkt Arth-Goldau.

Der Bahnhof Arth-Goldau wird dank der Neat aufgewertet und zu einer Drehscheibe des öffentlichen Verkehrs. Das Busangebot im ganzen inneren Kantonsteil könne spürbar verbessert werden, teilte das Baudepartement am Dienstag mit.

Zwischen Arth und Goldau werden künftig die Busse im Viertelstundentakt verkehren. Damit erhalte Arth auch schnellere Verbindungen Richtung Zug, Zürich, Luzern, Küssnacht, Schwyz und Rotkreuz, teilte das Baudepartement mit. Die heutige Buslinie von Arth nach Walchwil verliere dagegen stark an Bedeutung.

Der Kanton Schwyz stellt die Buslinie deswegen ein. Eine Weiterführung lasse sich weder wirtschaftlich noch ökologisch begründen, heisst es in der Mitteilung.

Reisende von Arth Richtung Zug und Zürich können somit nicht mehr mit dem Bus nach Walchwil fahren und dort in den Zug umsteigen, sondern müssen via Arth-Goldau reisen. Das Baudepartement weist darauf hin, dass sich die Reisezeit von Arth nach Zug trotzdem um neun Minuten verkürze und mehr Verbindungen zur Verfügung stünden.

Petition eingereicht

Für den Erhalt der Buslinie von Arth nach Walchwil hatte sich auch eine Petition eingesetzt. Wenn das Anliegen der Petitionäre erfüllt werde, würde das Funktionieren des gesamten Fahrplankonzepts verunmöglicht, heisst es in der Mitteilung des Baudepartements. Aus fahrplantechnischen Gründen müssten die Busse zwingend in Arth wenden und könnten nicht bis Walchwil weitergeführt werden.

Der Kanton Schwyz geht davon aus, dass die Buslinie Arth-Walchwil mit dem neuen Buskonzept nur noch von wenigen Menschen benutzt würde. Die Linie könnte damit weder vom Bund noch von den Kantonen Schwyz und Zug Beiträge erhalten, heisst es in der Mitteilung. Wolle die Gemeinde an dem Angebot festhalten, müsse sie eine eigene Linie führen und finanzieren.

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