St. Galler Kantonsrat lehnt Bau-Moratorium für 5G-Netze ab

SDA

12.6.2019 - 11:40

In einem parteiübergreifenden Vorstoss war aus dem St. Galler Kantonsrat ein Moratorium für den Bau von 5G-Netzen verlangt worden. Die Mehrheit sprach sich aber am Mittwoch gegen einen vorsorglichen Stopp aus.

Durch den Ausbau des Mobilfunks auf die 5G-Technologie werde die Bevölkerung möglicherweise einem weiteren unbekannten Gesundheitsrisiko durch hochfrequente elektromagnetische Felder ausgesetzt, heisst es im Vorstoss.

Deshalb brauche es ein Bau-Moratorium für 5G-Sendeanlagen. Man solle mindestens die Ergebnisse einer Arbeitsgruppe des Bundes unter der Leitung des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) abwarten.

Sollte dieser Bericht mögliche gesundheitliche Risiken aufzeigen, sei er gespannt, wie darauf reagiert werde, sagte einer der Motionäre am Mittwoch im Rat. Man solle vorausschauend reagieren. Es gebe bereits internationale Studien, die die Gefahren von hochfrequenter Strahlung aufzeigten, führte ein anderer Motionär aus.

5G sei eine Schlüsseltechnologie, die entscheidende Vorteile bringe, hiess es von der Gegnern des Moratoriums. Man wolle kein Verbot. Die Digitalisierung bedeute eine grosse Chance, sagte auch Bauchef Marc Mächler (FDP). Man solle die neue Technik «nicht einfach abschiessen».

Die Motion wurde mit 69 gegen 31 Stimmen bei einer Enthaltung abgelehnt.

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