Wintereinbruch führt in Graubünden zur Schliessung des Julierpasses

SDA

4.4.2019 - 11:30

Der heftige Wintereinbruch mit ergiebigen Schneefällen hat am Donnerstag in Graubünden zur Schliessung des Julierpasses aus Sicherheitsgründen geführt. Das Engadin war damit auf der Strasse von Norden her nicht mehr erreichbar.

Die Julierpassstrasse wurde im Norden gesperrt ab Bivio, im Süden ab Silvaplana. Die wichtige innerbündnerische Nord-Süd-Strassenverbindung kann vermutlich den ganzen Tag nicht befahren werden. Neue Informationen wurden erst am frühen Abend in Aussicht gestellt.

Auch der Malojapass wurde aus Sicherheitsgründen gesperrt, wie auf der Strassenkarte des Kantons ersichtlich war, ebenso der Lukmanierpass. Weitere Pässe in Graubünden können nicht überquert werden, weil sie immer noch mit der Wintersperre belegt sind.

Am Berninapass wurde für Fahrzeuge ein Schneeketten-Obligatorium angeordnet. Die gleiche Anordnung wurde für die Strasse von Chur auf die Lenzerheide getroffen. Nicht betroffen vom Obligatorium sind Fahrzeuge mit Vierrad-Antrieb.

Umweg über Zürich

Auf der Schiene wurde der Bahnbetrieb auf der Strecke über den Oberalppass zwischen Tschamut GR und Andermatt UR wegen des Schnees eingestellt. Auf dem Abschnitt fährt die Matterhorn Gotthard Bahn. Passagiere des Glacier Express zwischen Chur und Zermatt mussten einen Umweg über Zürich in Kauf nehmen.

Die Rhätische Bahn (RhB) meldete, es sei mit Verspätungen und Zugausfällen zu rechnen. Bahnpassagiere wurden aufgefordert, wegen des Wetters mehr Reisezeit einzuplanen.

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