Zürcher sagen Ja zum neuen Hardturm-Stadion

SDA/kuf/tjb

27.9.2020 - 17:55

Zürcher Stadion-Befürworter sind erleichtert

Zürcher Stadion-Befürworter sind erleichtert

Die Stadtzürcher Bevölkerung sagt klar ja zum Gestaltungsplan für das neue Hardturm-Stadion. Ancillo Canpea, Präsident FC Zürich, und Andras Gurovits, Vizepräsident GC Zürich, sind sehr erleichtert über den Ausgang

27.09.2020

Zürich erhält doch noch ein reines Fussballstadion: Die Stadtzürcher Stimmberechtigten sagen klar Ja zum neuen Hardturmstadion. Die Erleichterung über das Resultat ist gross bei FCZ und GC.

Aufatmen bei den beiden Stadtzürcher Fussballclubs FC Zürich und Grasshopper Club: Ihr gemeinsames Fussballstadion auf dem Areal des früheren Hardturm-Stadions erhält klare Unterstützung vom Volk: 59,1 Prozent sagen Ja zum entsprechenden Gestaltungsplan.

«Das ist wirklich ein supergutes Ergebnis», sagt Ancillo Canepa, Präsident des FC Zürich. Es mache Mut zu sehen, dass man vom Grossteil der Stadtbevölkerung unterstützt werde, sagt Canepa zu «blue News». 

«Ich bin sehr glücklich, sehr erleichtert» sagt auch Andras Gurovits, Vizepräsident des Grasshopper Clubs. «Dass das Ja jetzt so klar ausgefallen ist, das ist natürlich sehr schön.»

Ein Ja auch aus der Nachbarschaft

Auch in der Nachbarschaft des Hardturm-Areals ist das Projekt bisher mehrheitlich auf Zustimmung gestossen. In dem aus den Stadtkreisen 4 und 5 bestehenden Wahlkreis betrug der Ja-Stimmenanteil über 55 Prozent – und damit mehr als bei der ersten Stadionabstimmung.

Zum Projekt «Ensemble» gehören neben einem Stadion mit 18'000 Plätzen auch Wohnungen und Gewerberäume. 174 Wohnungen werden im gemeinnützigen Wohnungsbau erstellt, 570 weitere in zwei Hochhäusern bauen die Anlagewerke der Credit Suisse.

Bereits die vierte Stadion-Abstimmung

Ende 2018 sagten die Stadtzürcher Stimmberechtigten mit 53,8 Prozent bereits ein erstes Mal Ja zu diesem Stadionprojekt. In der damaligen Vorlage ging es um das Baurecht und die finanziellen Beziehungen zwischen der Stadt und den privaten Investoren geregelt wurde.

Daraufhin wurde der für die Realisierung nötige Gestaltungsplan ausgearbeitet. Gegen diesen haben Stadiongegner das Referendum ergriffen. Sie kritisierten, dass das Projekt mit den beiden Hochhäusern nicht ins Stadtbild passe, und dass die weitgehende Versiegelung des Areals schlecht für die Umwelt sei.

Es ist bereits das vierte Mal, dass die Stadtzürcher über den Bau eines Fussballstadions abstimmen.

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