Nach Horror-Foul an Itten: St. Gallen will rechtliche Schritte einleiten

tbz

24.9.2018

Im Spiel gegen Lugano wird Cedric Itten Opfer eines rüden Fouls. Diagnose: Kreuz- und Innenbandriss. Der FC St. Gallen will nun offenbar einen Anwalt zuziehen.

54 Minute: Der FCSG ist zuhause gegen Lugano drückend überlegen und führt mit 2:0. Die Espen suchen vehement den dritten Treffer, als der Ball an der Strafraumgrenze zu Cedric Itten gespielt wird. Der junge Stürmer ist derzeit in Topform und versucht das Leder per Volley an die Unterlatte zu ballern. Luganos Fabio Daprelà hat allerdings etwas dagegen und schickt den gebürtigen Basler mit einem wüsten Einsteigen zu Boden. Während sich Itten am Boden krümmt, entscheidet der Schiedsrichter auf Eckball! Nicht einmal ein Foul wird dem St. Galler zugesprochen – Daprelà ist zu diesem Zeitpunkt übrigens bereits mit Gelb vorbelastet.

Cedric Itten wird dem FCSG mindestens ein halbes Jahr fehlen.
Bild: Keystone

Es ist nicht das einzige rüde Einsteigen der Luganesi an diesem Sonntag, nach nur neun Minuten muss Nicolas Lüchinger bereits verletzt vom Platz und auch sein Ersatz Axel Bakayoko muss einiges einstecken und behandelt werden. Lüchinger bricht sich das Schlüsselbein, Itten wird den Espen wohl für mindestens ein halbes Jahr fehlen, er reisst sich das vordere Kreuzband und das Innenband im rechten Knie. «Am meisten ärgert mich, wie es zu der Verletzung gekommen ist», sagt St. Gallen-Trainer Peter Zeidler nach Spielschluss im Interview mit Teleclub.

Der FC St. Gallen will nun offenbar rechtliche Schritte einleiten, wie in einem Tweet mitgeteilt wurde. Sportchef Alain Sutter liess sich zudem gegenüber Blick über die Horror-Attacke aus: «Das war Kung-Fu». Sutter verlangt vom Schweizer Fussballverband, dass Daprela im Nachhinein doch noch gesperrt wird, zu entschuldigen brauche sich dieser gar nicht erst. Ähnlich sieht das auch FCSG-Präsident Matthias Hüppi, der gegenüber dem «Tagblatt» versprach: «Wir werden alles unternehmen, dass diese Geschichte nicht im Sand verläuft.»

Sollte es tatsächlich zu einer Strafanzeige gegenüber Daprelà kommen, drohen dem Lugano-Akteur bis zu 10’000 Franken Busse. Das Spiel endete am Sonntag übrigens 2:2.

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