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Herkunft für Mentalität verantwortlich? Rassismus-Vorwurf gegen Steffen Freund

dpa/SB10

30.11.2020

Steffen Freund erlebt nach seinem TV-Auftritt einen Shitstorm. 
Steffen Freund erlebt nach seinem TV-Auftritt einen Shitstorm. 
Bild: Getty

Der deutsche Ex-Nationalspieler Steffen Freund sorgte in der Sport1-Sendung «Doppelpass» am Sonntag mit kontroversen Aussagen für rote Köpfe.

Der frühere Schalker Profi zog darin eine Verbindung zwischen Undiszipliniertheiten der Schalker Spieler Nabil Bentaleb und Amine Harit und deren Herkunft. Später entschuldigte Freund sich über Twitter dafür, dass er sich «leider so missverständlich ausgedrückt» habe.

Über Bentaleb erläuterte Freund: «Er ist einer der besten Spieler dann auch. Im Endeffekt bei Schalke gelandet. Aber ist französisch-algerischer Herkunft. Charakter ... Wenn sie einen Kaderplaner haben, muss man wissen, dass da auch eine Disziplinlosigkeit schnell kommt, wenn er nicht derjenige ist, der gesetzt ist.» Es sei aber wichtig zu «malochen» auf Schalke.

«Und dann bin ich eben bei Harit. Auch er kann das natürlich nicht mit seinen Wurzeln», meinte Freund. Harit ist ein in Frankreich geborener marokkanischer Nationalspieler. Beide Profis sind auf Schalke derzeit zum wiederholten Male suspendiert.

In derselben Sendung versuchte Freund später, seine Aussagen zu erklären. «Ich habe in den öffentlichen Medien gehört, dass das rassistisch rübergekommen ist. Das war so natürlich nicht gemeint», sagte der 50-Jährige. Jedoch spiele die Herkunft eine Rolle, wie man als Mensch aufwachse. «Und wie deine Mentalität ist. In Tottenham, wenn ihm das Spiel nicht gefallen hat, hat er das Spielfeld einfach verlassen», so Freund, der ebenso wie Bentaleb früher auch für die Spurs spielte.

Später schrieb Freund: «Jeder, der mich und meine Karriere als Spieler und als Trainer ein wenig kennt, weiss, dass ich jede Form von Rassismus zutiefst verabscheue. Natürlich sind weder Hautfarbe, Glaube oder Herkunft für die Leistungen eines Spielers im Training und auf dem Platz entscheidend.»

Auch der FC Schalke 04 bezog später per Twitter Stellung zu den Aussagen Freunds:


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