Jérôme Boatengs Vertrag bei Bayern wird offenbar nicht verlängert

dpa/bam

12.11.2020

Jérôme Boateng muss sich einen neuen Verein suchen.
Keystone

Jérôme Boateng wollte bei Bayern München verlängern. Jetzt steht er jedoch vor dem Abgang. Medienberichten zufolge habe sich der Klub gegen eine Vertragsverlängerung entschieden. 

Trotz seines jüngsten Formhochs steht Jérôme Boateng nach Information von «Bild» und «Sport Bild» vor einem Abschied vom FC Bayern nach dieser Saison. Wie die Blätter am Donnerstag auf ihren Homepages berichteten, habe sich der deutsche Rekordmeister gegen eine Vertragsverlängerung bei dem Abwehrspieler entschieden.

Boatengs Kontrakt in München läuft nur noch bis Sommer 2021, den Artikeln zufolge soll es keine Vertragsgespräche mehr geben. Boateng, der seit 2011 bei Bayern spielt, sei enttäuscht, hiess es bei der «Bild». Der Deutsche hat den Klubbossen signalisiert, weiter in München bleiben zu wollen. Der FC Bayern äusserte sich zunächst nicht zu dem Bericht, und auch vom Management des Weltmeisters von 2014 gab es keine Reaktion.

Vom Abstellgleis zum Leistungsträger

Der heute 32-Jährige galt in München in der jüngeren Vergangenheit schon öfter als Kandidat für einen Weggang. Der ehemalige Präsident Uli Hoeness etwa nannte ihn im Frühjahr 2019 einen «Fremdkörper» und legte ihm «als Freund» einen Wechsel zu einem anderen Verein nahe. Ein Transfer zu ausländischen Teams aber kam nicht zustande.

In den vergangenen Monaten wurde Boateng unter Trainer Hansi Flick dann wieder zum Leistungsträger. Er stand in der Bundesliga-Saison in sieben Saisonspielen sechsmal in der Startelf und leitete mit seinem Tor in der Champions League bei Red Bull Salzburg eine späte Schlussoffensive zum 6:2-Erfolg ein. Danach sagte Coach Flick: «Es ist einfach schön zu sehen. Wir sind alle froh, dass er die letzten Monate an sich gearbeitet hat und richtig viel aufgeholt hat.»

Zieht es Boateng auf die Insel?

Boateng muss sich also nach einem neuen Klub umsehen. Da der zweifache Triplesieger im Sommer 2021 ablösefrei auf den Markt kommt, wird sicher der ein oder andere Verein bei Boatengs Management anklopfen. Premiere-League-Klubs wie Arsenal, Tottenham sowie Chelsea sollen den Weltmeister von 2014 bereits länger auf dem Radar haben. Boateng könnte es für die letzten Karrierejahre aber auch in die USA ziehen. 

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