Interesse

PSG-Sportdirektor Leonardo will bei möglichem Ronaldo-Abgang zuschlagen

SB10

10.11.2020

Leonardo steht einer Verpflichtung von CR7 positiv gegenüber.
Bild: Getty/Keystone

PSG-Sportdirektor Leonardo signalisiert offen Interesse, falls Cristiano Ronaldo im kommenden Sommer Juventus Turin verlassen will.

Wie einige Zeitungen berichten, beschäftigt sich Juventus Turin aktuell mit der Personalie Cristiano Ronaldo. Dabei soll unter anderem gerüchteweise auch ein Verkauf des 35-Jährigen zur Debatte stehen. So könnte der italienische Rekordmeister einen Teil der gut 100 Millionen Euro Ablösesumme, die man 2018 an Real Madrid überwies, wieder reinholen und damit einen Neuanfang anstossen.

Der fünffache Weltfussballer verdient mit 31 Millionen Euro netto etwa fast das Vierfache von Teamkollege Matthijs de Ligt. Der holländische Verteidiger kassiert unter dem Strich 8 Millionen Euro pro Jahr und ist teamintern die Nummer 2. Der Vertrag des portugiesischen Superstars bei der alten Dame läuft 2022 aus. Falls sich sein aktueller Arbeitgeber von ihm trennen will, könnte man also nur noch kommenden Sommer mit ihm Kasse machen.

«Wer kann ihn kaufen? Es ist ein kleiner Kreis. Die PSG gehört zu diesem  Kreis dazu», hält PSG-Sportdirektor Leonardo in einer offenen Fragerunde über Twitter fest.  «Normalerweise geht es um Gelegenheiten, um Situationen», sagt der Brasilianer. Sie müssten sich auf das Transferfenster vorbereiten, so Leonardo. «Wir haben unsere Prioritäten, unsere Listen, aber es kann etwas Unvorhergesehenes passieren.»

Sein Fazit: «Heute wissen wir im Fussball nicht, was passieren wird. Vielleicht wacht Cristiano Ronaldo morgen auf und sagt, ich möchte woanders spielen.» Mit CR7 hätte man einen weiteren Torgaranten im Kader. Mit sechs Toren in wettbewerbsübergreifend fünf Partien stellt Ronaldo auch diese Saison im hohen Alter seine Klasse noch unter Beweis.

«Trio infernale» unter Tuchel?

Falls Kylian Mbappé, Neymar & Co. an Bord bleiben – die Vertragsverhandlungen haben gemäss Leonardo begonnen –, würde der mit katarischem Geld alimentierte Nobelklub mit einem Ronaldo die bereits hochstehende Offensive nochmals markant aufwerten. Zwar gebe es dieses Jahr einen grösseren Verlust, prognostiziert Leonardo. «Aber bei PSG gibt es die Kapazität und die Mittel, um die Krise zu überwinden. Die anderen Klubs werden vielleicht mehr Schwierigkeiten haben, die Krise zu überwinden. Der Ehrgeiz ist hier immer enorm», meint der 51-Jährige. 

Gute Chancen das Team weiterhin zu betreuen hat dabei Thomas Tuchel. Mit dem Deutschen hat sich der Sportdirektor schon öfters gezankt. Nun machte er seinem Trainer Hoffnung, über den Sommer (Vertragsende von Tuchel) hinaus in Paris tätig zu sein: «Die Wahrheit ist, dass wir intern nie daran gedacht haben, Tuchel zu ersetzen. Wir haben niemals jemanden angerufen. Danach gab es ein paar Leute, die redeten, weil die Rolle des PSG-Coaches attraktiv ist. Aber ehrlich gesagt hat der Klub nie daran gedacht, dass ein anderer Trainer Tuchel ersetzen könnte», stellt Leonardo klar. Eine Jobgarantie will er seinem unbequemen Angestellten aktuell aber nicht geben: «Beim Thema Trainer haben wir Zeit. Jetzt ist nicht der Moment, um die Dinge zu bewerten.»


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