Rassistische Vorfälle überschatten Englands Kantersieg in Bulgarien

14.10.2019 - 23:52, dpa/lbe

War in Bulgarien Ziel von Anfeindungen: Englands Raheem Sterling.
Bild: Keystone

Wegen rassistischen Äusserungen einiger Fans steht die Partie zwischen Bulgarien und England zwischenzeitlich kurz vor dem Abbruch. Nach dem Kantersieg fordert der englische Verband eine Untersuchung.

Zweimal – in der 28. und 43. Minute – müssen die Offiziellen die Partie zwischen Bulgarien und England unterbrechen, nachdem Englands Spieler mit dunkler Hautfarbe von den Zuschauerrängen mit Affenlauten eingedeckt worden sind. Auch der 26-jährige Abwehrspieler Tyrone Mings ist Ziel der Anfeindungen: «Ich wurde schon beim Aufwärmen beleidigt. Das habe ich dem Schiedsrichter sofort weitergegeben», sagt er der «Bild».  

Der Schiedsrichter warnt nach der zweiten Unterbrechung über den Stadionsprecher vor dem Abbruch der Partie. So weit kommt es dann allerdings nicht, auch wenn Englands Spieler für die zweite Hälfte erst nicht mehr aus der Kabine kommen wollen, wie Mings bestätigt. Nachdem Bulgariens Captain Ivelin Popov in der Pause auf die Anhänger einredet, beruhigt sich die Situation. Und Bulgariens Pressechef habe die «Three Lions» dazu überzeugen können, auf den Rasen zurückzukehren.  

FA fordert Untersuchung der UEFA

Der englische Fussball-Verband FA fordert nach dem Spiel in Sofia Untersuchungen durch die UEFA. Das schreibt die FA am Montagabend nach dem 6:0-Sieg in Bulgarien. «Wie wir bedauerlicherweise wissen, ist es nicht das erste Mal, dass unsere Spieler von dieser Art Missbrauch betroffen sind», heisst es in einer Mitteilung.

England führt in der Tabelle der Gruppe A mit 15 Punkten vor Tschechien (12). Im zweiten Montag-Spiel der Gruppe gewann die Kosovo-Auswahl 2:0 gegen Montenegro und hat als Dritter mit elf Zählern noch gute Chancen, sich erstmals für die EM zu qualifizieren.

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