Verbindung zu Sportwettenanbieter – Ibrahimovic droht dreijährige Sperre

tbz

15.4.2021

Bei der AC Milan gelang Ibrahimovic ein einzigartiges Comeback auf Top-Niveau.
Bild: Keystone

Schweden- und Milan-Star Zlatan Ibrahimovic droht ein frühzeitiges Karriereende. Der 39-Jährige könnte wegen Verbindungen zu einem Sportwettenanbieter für bis zu drei Jahre gesperrt werden.

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15.4.2021

Weil ihm über seine Firma «Unknown AB» zehn Prozent der Anteile des Sportwettenanbieters «Bethard» gehören, könnte Zlatan Ibrahimovic vom Fussball-Weltverband FIFA für bis zu drei Jahre gesperrt werden. Das geht aus einem Bericht des schwedischen «Aftonbladet» hervor (via Sport1). Kurioserweise ist Ibrahimovics Beteiligung an «Bethard» schon seit 2018 bekannt. Folgen hatte dies für den schwedischen Stürmer bisher nicht.

Dabei könnten FIFA und UEFA den Milan-Angreifer für bis zu drei Jahre sperren, was wohl das vorzeitige Karriereende des 39-Jährigen Superstars bedeuten würde. Offenbar sollen Ibrahimovics Anteile am Wettenanbieter auch der Grund gewesen sein, weshalb der Schwede nicht an der Weltmeisterschaft 2018 in Russland teilgenommen hatte. «Gemäss den Bestimmungen und dem Ethikkodex der FIFA darf kein Spieler direkt oder indirekt Anteile an Wettunternehmen besitzen», hatte damals der Generalsekretär des schwedischen Fussballverbandes, Hakan Sjostrand, gesagt.

Investment war nie ein Geheimnis

Seit Ende März steht der 39-Jährige wieder im Aufgebot des schwedischen Nationalteams. Ob das eine Strafe zur Folge haben könnte, ist unklar. «Ich spekuliere nicht über mögliche Sanktionen. Aber natürlich drängen wir weiterhin auf Klarheit in den FIFA-Vorschriften, da offen gesagt viel Unklarheit darüber besteht, wie sie zu interpretieren sind», so Sjostrand.

Ibrahimovic selber sprach 2018 völlig offen über sein Investment. «Ich wurde während meiner gesamten Karriere von Wettunternehmen intensiv umworben, aber vorher hat mich nichts überzeugt. Das ist bei Bethard anders. Es ist ein Unternehmen mit schwedischen Wurzeln, die Gründer kommen aus meiner Heimatstadt und sie wollen die Dinge wirklich anders machen», so der 118-fache schwedische Nationalspieler.