Das Chuenisbärgli verlangt Braathen und Co. alles ab

jar/lbe

8.1.2022

Lucas Braathen bricht seine Fahrt am Chuenisbärgli ab.
Bild: Screenshot SRF

Gleich mehrere Fahrer verzweifeln beim Riesenslalom von Adelboden an der schwierigen Piste. Der Norweger Lucas Braathen bricht seine Fahrt vor dem Steilhang sogar freiwillig ab – aus Angst, wie er sagt.

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8.1.2022

«Ich bin zum Steilhang gekommen und habe gemerkt, dass ich nicht so stabil auf dem Ski bin. Ich habe mir gedacht, dass ich ja noch viele Rennen vor mir habe – unter anderem die Olympischen Spiele. Also entschied ich mich zu stoppen», erklärt der 21-jährige Norweger seinen kuriosen Abbruch gegenüber SRF. «Ich hatte Angst vor dem Steilhang, nachdem, was letztes Jahr passiert ist», gibt Braathen weiter zu.

Der Technik-Spezialist hatte sich vor einem Jahr in Adelboden nach einem Sturz kurz vor dem Ziel das Kreuzband gerissen. «Meinem Knie geht es gut, morgen steht schon der Slalom an», sagt Braathen erhobenen Hauptes. «Ich will in jedem Rennen riskieren und schnell fahren. Ich will gewinnen. Aber um gewinnen zu können, musst du gesund sein.»

Odermatt: «Der Steilhang ist ein Saucheib»

Mit einem ganz anderen Gefühl blickt Marco Odermatt auf das Spektakel-Rennen am Chuenisbärgli zurück. Der Nidwaldner gewinnt das Rennen dank zwei überragenden Fahrten. Nichtsdestotrotz sagte auch Odermatt dem 1. Lauf: «Der Steilhang ist immer noch ein Saucheib. Es war brutal, eines der strengsten Rennen, das ich je gefahren bin.»



Das sehe man auch an den Ausfällen. «Es war sehr, sehr schwierig», so der Nidwaldner. Und Geburtstagskind Justin Murisier, der das Podest als Vierter nur knapp verpasst, scherzte: «Ich frage mich, ob ich das Krafttraining im Sommer richtig gemacht habe. Denn ich war wirklich blau. Aber das sagen alle Athleten. Es ist sehr, sehr streng.»