Angetrunkener Kyrgios lästert über Djokovic und sagt: «Zverev und Tsitsipas hassen sich»

jar

18.5.2020 - 13:30

Ein sichtlich gut gelaunter und angeheiterter Nick Kyrgios spricht im Instagram-Talk mit Andy Murray aus dem Nähkästchen. Er nimmt dabei kein Blatt vor den Mund und schiesst gegen einige seiner Tennis-Kollegen.

«Bei nicht vielen Spielern im Tennis wäre ich froh, sie zu sehen, aber bei dir bin ich es. Du bist einer der Guten», sagt Nick Kyrgios zu Beginn der Unterhaltung und deutet schon mal an, dass in den folgenden 13 Minuten der eine oder andere Tennisspieler sein Fett wegbekommen wird. 

Eher in die Kategorie harmlos einzuordnen ist Kyrgios' erster Seitenhieb: «Weisst du was, nächstes Mal solltest du sowas mit jemandem wie (Pablo) Carreño Busta machen». Kyrgios will Murray damit wohl sagen, dass er damit bestimmt einen Shitstorm verhindern könnte, weil das Gespräch womöglich langweiliger wäre als jenes mit dem exzentrischen Tennis-Badboy.

Murray will von seinem Gegenüber wissen, was er in letzter Zeit so getrieben habe. «Mein Wissen und Interesse an Rotwein sind während der Quarantäne unglaublich gestiegen», grinst die Weltnummer 40, die während des gesamtem Talks immer wieder an seinem Glas Rotwein nuckelt – und sich gefühlt hundert Mal vor Lachen krümmt. 

Nach Murrays Frage, ob er in dieser Zeit ein bisschen Basketball gespielt habe, bricht bei Kyrgios ein grosser Lachanfall aus, worauf er vom Schotten gefragt wird, wie viele Gläser Wein er denn bereits getrunken habe. Kyrgios: «Etwa so viele, wie du mir damals bei Wimbledon Games überlassen hast. Etwa sechs.» Später sagt der Aussie aber: «Nein, ich bin nicht betrunken.»

«Djokovic spielt Völkerball»

Kyrgios outet sich dann als grosser Murray-Fan und sagt: «Ich finde, du bist besser als Djokovic. Die Leute werden jetzt sagen: ‹Djokovic hat viel mehr gewonnen›. Aber Djokovic spielt bei meinem Aufschlag Völkerball und weicht den Bällen aus, während du draufhaust und einen Return-Winner schlagen willst.» Murray, der nur elf seiner 36 Duelle gegen den Serben gewinnen konnte, entgegnet: «Nun, die Resultate sprechen eher eine andere Sprache.»



Der Schotte versucht danach, das Gespräch in andere Bahnen zu lenken und spricht den Laver Cup an, bei dem die gute Laune und Freude der Spieler im Vordergrund stehen. Doch Murray tritt damit gleich ins nächste Fettnäpfchen. Kyrgios: «Wir vom Team World sind wie beste Freunde. Und wir haben gegen ein paar Typen aus Europa gespielt, die sich einen Dreck umeinander scheren. Das regt mich auf», schimpft der 25-Jährige. Und weiter: «Mal ehrlich: Tsitsipas und Zverev hassen sich. Und dann sind sie auf einmal beste Kumpels? Hau doch ab.»

Kyrgios erklärt dann auch, wie gerne er an Team Events spiele, weil man da «mit den Jungs abhängen» könne. Und so kommt der Aussie dann aus irgendeinem Grund auf Dominic Thiem zu sprechen. «Glaubst du, dass ich und Thiem die gleiche Wellenlänge haben? Nein. Während ich einen neuen Cocktail ausprobiere, schaut Thiem lieber Farbe beim Trocknen zu.»



Als sich das Gespräch dem Ende neigt, betont Kyrgios noch einmal, wie viel er von Andy Murrays Qualitäten als Tennisspieler hält. «Murray ist besser als die Big 3 (Federer, Nadal und Djokovic). Auf Twitter wird jetzt zu lesen sein: ‹Oh, Kyrgios hat das gesagt›. Aber ich glaube das wirklich», sagt er und wiederholt noch einmal: «Du bist definitiv besser als Djokovic, das ist sicher.» 

Zurück zur StartseiteZurück zum Sport