Djokovics Lob an Karatsev: «Wer mich schlägt, verdient Anerkennung»

lbe

25.4.2021

Djokovic scheitert bei seinem Heimturnier im Halbfinal

Djokovic scheitert bei seinem Heimturnier im Halbfinal

Novak Djokovic muss sich beim ATP-Event von Belgrad in der Neuauflage des Australian-Open-Halbfinals dem Russen Aslan Karatsev mit 5:7, 6:4, 4:6 geschlagen geben.

24.04.2021

Novak Djokovic muss bei den Serbia Open eine empfindliche Niederlage vor heimischem Publikum einstecken. Nach dem Aus beweist er seine Qualitäten als fairer Verlierer.

lbe

25.4.2021

Im Viertelfinal der Serbia Open scheitert der haushohe Favorit nach aufreibendem Kampf am verblüffenden Russen Aslan Karatsev, der im Verlauf der Partie nicht weniger als 23 Breakbälle abwehren kann. Nach knapp dreieinhalb Stunde ist die Überraschung perfekt, Karatsev siegt schlussendlich mit 7:5, 4:6, 6:4 und trifft im Final von Sonntag auf Matteo Berrettini.

Djokovic dagegen muss ausgerechnet in seiner Heimat vorzeitig die Segel streichen. «Du magst es nie, zu Hause zu verlieren, das ist sicher. Es ist enttäuschend. Ich fühle mich nicht gut, gleichzeitig muss ich aber Karatsev gratulieren, der sehr mutig gespielt hat», sagt der Serbe nach seinem Ausscheiden – und spielt auf die zahlreich verpassten Breakchancen an: «Wann immer er die besten Schläge zeigen musste, tat er es. Glückwunsch an ihn, eine grossartige Leistung von seiner Seite.»



Mit dem eigenen Auftritt dagegen ist Djokovic ganz und gar nicht zufrieden. «Ich habe auf ziemlich tiefen Level gespielt. (…) Aber ich habe gekämpft, das ist positiv. Ich habe es auf jede Weise versucht», so der 33-Jährige, der sich auch bei den Fans bedankt. «Sie trugen mich und versuchten, mich bis zum Ende hochzuziehen. Ich denke, wegen ihnen habe ich den zweiten Satz gewonnen.»

Unter dem Strich aber sei Karatsev an diesem Tag der bessere Spieler und verdiente Sieger gewesen, betont Djokovic und beweist einmal mehr, dass er ein ausserordentlich fairer Verlierer ist. «Wenn der letzte Punkt gespielt ist, gibt es nie schlechtes Blut. Wir sind Rivalen auf dem Platz, aber ich hasse niemanden. Ich kann mich nicht über ihn aufregen, wenn er mich schlägt», macht der Serbe klar und fügt an: «Wer mich schlägt, verdient die Anerkennung und die habe ich ihm gegeben.»