Kyrgios schmettert Flasche gegen Schiri-Stuhl: «Ist mir aus der Hand gerutscht»

jar

2.8.2019

Genie und Wahnsinn liegen bei Nick Kyrgios nah beieinander. Das stellt die australische Skandalnudel in Washington einmal mehr unter Beweis: Trotz Viertelfinal-Einzug hat Kyrgios einen Ausraster.

Tweener, Aufschlag von unten, gesprungener Vorhand-Winner – Nick Kyrgios zeigt in Washington gegen Yoshihito Nishioka sein ganzes Können und zieht nach dem 6:2, 7:5-Sieg über den Japaner in die Viertelfinals ein.

Doch Kyrgios wäre nicht Kyrgios, wenn er nicht während des Spiels noch für eine Szene gesorgt hätte, die für Kopfschütteln sorgt: Nach einem verlorenen Game schmettert der 24-Jährige seine Trinkflasche mit voller Wucht gegen den Stuhl des Schiedsrichters. Dieser erkundigt sich bei Kyrgios, was das soll und fragt ihn wohl, ob er noch alle Tassen im Schrank hätte. Die Antwort der Weltnummer 52: «Die Flasche ist mir aus der Hand gerutscht.» Fünfmal wiederholt Kyrgios diese Worte und fügt noch zweimal an: «Ich wollte nur einen Schluck trinken, dann ist sie mir aus der Hand gerutscht.»

Kyrgios kommt ungeschoren davon, der Schiedsrichter verzichtet auf eine Verwarnung. Nach dem Spiel erklärt der Australier: «Ich war heute ziemlich 'on fire'». Schon am Vortag sorgte Kyrgios beim ATP-500-Turnier für einen Aufreger, als er dem Schiedsrichter trotz Sieg gegen Gilles Simon den Handschlag verweigerte, weil er mit einer Entscheidung nicht zufrieden war. Der Tennis-Badboy soll den Unparteiischen danach auch noch als «Kartoffel mit Armen und Beinen» beleidigt haben. 

Eines muss man Kyrgios lassen: Für Unterhaltung ist bei ihm immer gesorgt. In Washington trifft die Skandalnudel in den Viertelfinals auf den Slowaken Norbert Gobos (ATP 137). 



Zurück zur StartseiteZurück zum Sport