Die Albins produzieren täglich 52 Laibe

In Kooperation mit Coop Genossenschaft

17.11.2021

Ob mild, mittel oder rezent: Der bei Coop erhältliche Bio-Käse aus dem Val Lumnezia ist eine Delikatesse. Zweimal täglich werden die 120 Kühe auf der Alp Staviala Vedra gemolken. Durch eine drei Kilometer lange Pipeline fliesst die Rohmilch direkt in die Käserei von Mario Albin.

In Kooperation mit Coop Genossenschaft

17.11.2021

Während die Menschheit noch friedlich im Bett schlummert, geht auf der Alp Staviala Vedra ob Lumbrein GR die Post ab. Vor Sonnenaufgang werden die 120 Kühe gemolken, in einer Wanne sammelt sich ihre warme Milch. Dann ziehen die Älpler den Stöpsel. Dank einer drei Kilometer ­langen Pipeline, die einen Meter tief ­unter die Erde verlegt wurde, landet die Bio-Milch 35 Minuten später und 600 ­Höhenmeter weiter unten direkt im Chäs-Chessi von Mario Albin.

Seit 1996 verarbeitet der Käsermeister in seiner Cascharia im Herzen von Lumbrein jährlich 920 000 Liter silofreie Milch zu 80 Tonnen Bündner Bio-Bergkäse. Jeder Laib ist ein Unikat, wird mit Sorgfalt gepresst, gesalzen, gehegt und gepflegt. Seine raffinierte Würze und Rezeptur macht ihn beliebt. In den Filialen von Coop wird er unter dem Pro-Montagna-Label angepriesen. Pro Montagna steht für fairen Einkauf. Von jedem Produkt geht ein Betrag an die Coop ­Patenschaft für Berggebiete. So konnte beispielsweise 2003 die Milch-Pipeline saniert werden. Diese Investition sorgte dafür, dass eine der ältesten Traditionen im Tal des Lichts, so heisst das rätoromanische Val Lumnezia auf Deutsch, auch weiterhin eine Zukunft hat.

Handarbeit auch am Wochenende

52 Laibe produziert Mario Albin pro Tag. Dabei führt er fast alle Arbeitsschritte, vom Einlaben bis zum Verschöpfen von Hand aus. Die traditionelle Arbeitsweise erfordert Wissen, Geschick und Erfahrung. Seine Woche hat 60 Stunden. Und auch am Wochenende ruft die Pflicht. «Die Kühe auf der Alp machen ja auch nicht blau», sagt er und lächelt verschmitzt.

Im Gegensatz zu anderen Verpackungen hat beim PET bereits vor 30 Jahren ein Umdenken stattgefunden. Thomas Müller: «Dank ständigen Innovationen ist unser Recycling-PET so rein, dass es sich in seiner Qualität kaum noch von Neumaterial unterscheidet.»

Herzhaftes aus den Schweizer Bergen

Coop unterstützt mit der Eigenmarke Pro Montagna einheimische Berggebiete. Dank des Pro-Montagna-Sortiments finden Berg- und Alpkäsereien und andere handwerkliche Familien- und Kleinbetriebe einen wichtigen Absatzkanal für ihre authentischen und hochwertigen Spezialitäten. Da die Rohstoffe aus der Bergzone stammen und diese auch dort verarbeitet werden, gelingt es, Arbeitsplätze in den Berggebieten zu sichern und Abwanderung zu verhindern. Ebenfalls einzigartig ist die Verbindung von Pro Montagna mit der Coop Patenschaft für Berggebiete – einem gemein-nützigen Hilfswerk, das zukunftsweisende Projekte zugunsten der Bergbevölkerung unterstützt. Ein Teil des Verkaufspreises der Pro Montagna Bergprodukte geht an die Coop Patenschaft für Berggebiete und fliesst somit direkt ins Berggebiet zurück. Bis Ende 2020 kamen über 12,8 Millionen Franken zusammen. So schliesst sich der Pro-Montagna-Kreislauf. Die landwirtschaftliche Nutzung der Alpen bedeutet zudem auch Landschaftspflege, welche für den Tourismus elementar ist.

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Beim Bündner Bio-Käse handelt es sich um ein absolutes Naturprodukt ohne ­Zusatzstoffe. Bis die Aromen voll ausgereift sind, dauert es je nach Sorte etwa vier bis sechs Monate. Regelmässig werden die Laibe in den zwei Lagern gewendet und mit Salzlauge eingerieben, bis der Käse so schmeckt, wie ihn sich Mario Albin für die Kundschaft wünscht.

Die Käserei läuft gut. Ein Stück weit dafür verantwortlich ist auch Pro-Montagna-Botschafter Bistgaun Capaul. Er sorgte mit einem grosszügigen Umbau dafür, dass die Lugnezer Betriebe überhaupt wieder auf Käse setzten. Mit Erfolg: Von Bio Suisse erhielten sie gar das Knospensiegel.

Die schwierige Suche nach einem Nachfolger

Seit Sonnenaufgang ist Mario Albin auf den Beinen. Mittlerweile glänzen die Edelstahlgeräte wieder. Jeden Morgen putzt hier der Chef höchstpersönlich Kessel, Böden und Apparaturen. Im Winter erhält Mario Albin Unterstützung von Älpler Alfons. Das entlastet ihn ein wenig. Denn auf seinen Schultern liegt viel Verantwortung: Er führt den kleinen Familienbetrieb sozusagen allein. «Die Energieanlage, die Leitungen, der Laden – das alles konnten wir dank Pro Montagna realisieren.»

Doch so langsam möchte der 55-Jährige gerne kürzertreten. Es wird schwierig, einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin zu finden: «Die Jungen wollen keine Arbeit mehr, nur noch ­einen Job.» Dabei sei seine Tätigkeit zwar hart, aber auch befriedigend.

Fünf Fragen: Bruno Cabernard, Geschäftsleiter Coop Patenschaft für Berggebiete

Was tut die Patenschaft für Berggebiete konkret?
Wir helfen Bergbauernfamilien, Ihre Existenzgrundlage zu verbessern, und geben ihnen so eine Zukunft. Ausserdem setzen wir uns dafür ein, die Wertschöpfung in den Berggebieten zu verbessern.

Mit welchen Problemen haben Menschen in Berg-regionen zu kämpfen?
Die Arbeitsbelastung ist sehr hoch, der «Lohn» dafür klein, und die finanziellen Möglichkeiten sind eingeschränkt. Finanzielle Unterstützung schafft Abhilfe.

Und gibt Raum dafür, neue Einkommensmöglichkeiten zu entdecken?

Unbedingt! Bergbauernfamilien sind hochmotiviert und inno-vativ, sonst würden sie den «Chrampf» nicht auf sich nehmen. So entstehen inno-vative Ideen, und wir bieten Ihnen Hilfe zur Selbsthilfe.

Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit Coop?

Mit der Eigenmarke Pro Montagna verbessert Coop die Absatzmöglichkeiten von Produkten aus den Bergen. Und beim Kauf eines solchen Produkts geht ein Betrag an uns. Damit unterstützen wir wiederum Projekte. Coop trägt auch alle administrativen Kosten der Patenschaft.

Sie haben viele treue Mitglieder sowie Spenderinnen und Spender. Weshalb?

Sie schätzen es, dass jede Spende zu 100 Prozent in die Berggebiete geht. Die Ein-nahmen steigen glücklicherweise stetig. So konnten wir im letzten Jahr mit über 7,5 Millionen Franken so viele Menschen in den Berggebieten unterstützen wie noch nie.

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