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Fünf Mythen über den weiblichen Orgasmus

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3.2.2021

Young sexy hot couple in love hugging and kissing. Beautiful woman and handsome muscular man close to each other in erotic pose.
Getty Images/iStockphoto

Interview mit Sexualpsychologin Dania Schiftan: Fünf Mythen über den weiblichen Orgasmus – was stimmt, was nicht?

Um den weiblichen Orgasmus ranken sich zahlreiche Mythen. Welche davon stimmen? Und was gehört tatsächlich in die Welt der Legenden? Die Antworten liefert eine Umfrage von «TheCasualLounge» unter seinen Userinnen. Die Sexual- und Psychotherapeutin Dania Schiftan ordnet die Mythen ein und erklärt, was Sache ist.

Mythos 1: Guter Sex bedingt einen Orgasmus

Obwohl nur ein knappes Drittel der befragten Userinnen angibt, jedes Mal beim Geschlechtsverkehr einen Orgasmus zu haben, sagen fast 63 Prozent, dass sie Sex auch ohne geniessen. Also eindeutig eine Behauptung aus dem Reich der Fantasie?

«Natürlich hängt guter Sex nicht allein vom Orgasmus ab. Auf der anderen Seite bin ich mit der Idee ‘Frauen kommen meist eh nicht und sollen doch einfach geniessen, was sie kennen’ nicht einverstanden. Denn jede Frau kann einen Orgasmus haben. Und das kann man erlernen und üben. Die meisten Frauen haben nur eine Art von Selbstbefriedigung kennengelernt. Häufig schliesst diese die Vagina nicht ein, sondern nur ihren äusseren Teil, die Vulva. So werden die Nerven in der Vagina nicht stimuliert. Wer – Stück für Stück – auch anfängt, das Innere der Vagina zu stimulieren, mit dem Finger oder einem Hilfsmittel, eröffnet sich selbst eine ganz neue Welt.»

Mythos 2: Der weibliche Orgasmus dreht sich um diesen ominösen G-Punkt

Über die Hälfte der befragten Userinnen sagt, sie kommt am besten durch Stimulation der Klitoris. Knapp ein Viertel gibt an, einen vaginalen Orgasmus dem klitoralen vorzuziehen.

«Die Klitoris ist grösser, als wir gemeinhin denken. Sie hat eine Art Schmetterlingsflügel, welche um den Vaginaeingang herum gehen. Wenn die Vaginawand stimuliert wird, wird also auch automatisch die Klitoris stimuliert. Ein vaginaler Orgasmus ohne Einbezug der Klitoris ist also eher selten.»

Und was ist nun mit dem G-Punkt?

«Zuerst einmal: er ist kein Punkt, sondern eine Fläche in der Grösse eines Zwei- bis Fünffrankenstücks. Und gar nicht so schwierig zu finden. Wenn man mit dem Daumen in die Scheide geht und in Richtung des Schambeins drückt, stösst man auf eine raue Stelle. Diese ist mit mehr Nervenzellen besetzt als der Rest der Vagina, was bei Berührung sehr starke Erregung auslösen kann. Viele Frauen erfahren ein umfänglicheres Gefühl von Loslassen, wenn der Orgasmus durch Druck auf die G-Fläche ausgelöst wird und nicht durch Reibung. Das kann aber auch daran liegen, dass eine Frau, welche diese Erfahrung macht, bereits bemüht war, ihre Vagina sprichwörtlich von allen Seiten zu entdecken und sie dementsprechend gut kennt.»

Mythos 3: Frauen kommen nur nach langem Vorspiel

Der Durchschnitt der TheCasualLounge-Userinnen braucht laut Umfrage etwa zwanzig Minuten um zu kommen. Gut zehn Prozent reicht fünf bis zehn Minuten, genausoviele brauchen bis zu vierzig Minuten. Und etwa die Hälfte gibt an, während des Liebesspiels öfter als einmal zu kommen.

«Frauen brauchen länger, um warm zu laufen als Männer. Dabei können sie ‘technisch’ auf ziemlich viele Arten kommen, manche durch Stimulation der Brustwarzen, manche sogar nur durch Gedanken. Am schnellsten geht es aber durch die Macht der Gewohnheit – also so, wie man sich mehrheitlich selbst befriedigt. Wer diese Technik nicht ändern oder ausweiten möchte, muss dem Partner beim Sex erklären, was er machen muss. Ich empfehle, öfter mal etwas Neues auszuprobieren, ob allein oder zu zweit. Vibratoren sind zum Beispiel super dafür. Gerade auf starke Vibratoren reagieren und ‘lernen’ Nerven schnell. Am Wichtigsten für ein befriedigendes Sexualleben finde ich aber Vielfalt. Wenns nur noch mit Hilfsmitteln geht, ist das ja auch nichts.»

Kann man einen gemeinsamen Orgasmus trainieren?

«Ich frage mich so oder so: Wieso soll das das Ziel und so toll sein? Es ist doch anstrengend, wenn man immer auf den anderen schauen muss. Wenn jeder lernt, sich das zu holen, was er oder sie will, und den Genuss in den Mittelpunkt stellt, ist das doch viel entspannter.»

Mythos 4: Es kommt auf die Stellung an

Tatsächlich geben 60 Prozent der befragten Userinnen an, dass es für sie nur «die Eine» gibt, wenn es um den Orgasmus geht. Die ist aber nicht bei jeder Frau gleich – eine einzige Stellung mit «Orgasmusgarantie» für alle gibt es also nicht. Zwei Stellungen haben allerdings die Nase vorn: Knapp ein Viertel der Befragten schwören auf die Reiterposition, ein weiteres Viertel auf die gute alte Missionarsstellung.

«Es kommt darauf an, welche Reize am ehesten zum Ziel führen. Frauen, die vor allem an Klitoris und Vulva erregbar sind, kommen also wirklich am besten in der Reiter- oder Missionarsstellung, da so am ehesten ihre Klitoris an seinem Schambein reibt. Viele Frauen mögen es aber auch von hinten oder seitlich, da sie ihn so an der G-Fläche spüren und zusätzlich die Hände frei haben, um sich selbst zu berühren».

Mythos 5: Frauen faken regelmässig

89 Prozent der Userinnen haben schon mal einen Orgasmus vorgetäuscht, etwa 22 Prozent von ihnen tun es regelmässig.

«Das ist eine Realität. Aber es ist auch nicht unbedingt nur schlecht. Wichtig ist, dass man einen Orgasmus nicht vortäuscht, um den anderen glücklich zu machen oder zu bestätigen, das bringt niemandem etwas. Man darf sich selbst und dem anderen auch mal zumuten, nicht zu kommen. Auf der anderen Seite kann ein gefälschter Orgasmus aber durchaus einen Lerneffekt haben: Man stellt sich den Klimax vor und steigert sich rein und wer weiss, vielleicht klappt es ja sogar wirklich. Fake it until you make it.»

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