Hotel auf vier Rädern - So werden Ferien individuell wie nie

In Kooperation mit Toyota

29.6.2020 - 12:42

ZVG

Wird immer beliebter: Mit dem eigenen Hotel auf Rädern spontan in die Natur fahren.

Die Schweiz wird auch nach 2020 ein attraktives Sommerferienland bleiben, sind sich Experten sicher. Hoch im Kurs ist vor allem unabhängiges Reisen. Was das für Tourismus und Autoindustrie bedeutet.

Die Reisepläne für diesen Sommer sind bei den meisten schon gemacht: Ferien im eigenen Land sollen es sein. Mehr als zwei Drittel aller Schweizer planen laut einer repräsentativen Umfrage der Agentur Mindnow, die schönsten Tage des Jahres zwischen Romanshorn und Genf zu verbringen.

Und das möglichst auf eigene Faust: Unabhängiges Reisen, wie es in Ferienwohnungen, Airbnbs und per Camper möglich ist, ist besonders gefragt. «Alle wollen reservieren», bestätigt Wolfgang Bosshard, Präsident von Swisscamps, dem Verband der Schweizer Campingplatzbetreiber. «Besonders die Plätze an den Seen sind begehrt.» Aus total 400 Campingplätzen können die Feriengäste in der Schweiz aussuchen – in den Bergen, Städten oder an Gewässern (siehe auch Box: Die schönsten Campingplätze der Schweiz). Entsprechende Angebote haben nebst Swisscamps auch die Plattform Go Camping oder der TCS.

Daneben etabliert sich aber mehr und mehr ein Alternativangebot, das eine grössere Individualität verspricht: privat vermietete Standplätze, wie sie zum Beispiel Bauern oder Winzer anbieten. Portale wie Swiss Terroir (vor allem in der Romandie) sowie Nomady (ganze Schweiz) wollen diesem steigenden Bedürfnis Rechnung tragen. So kann man zum Beispiel einen Platz im Emmentaler Kräutergarten buchen, direkt an der Sihl oder auf der Ahorn-Alp. «Die freundschaftliche Begegnung zwischen Camper-Freunden und Schweizer Regionen», so das Motto dieser Portale.

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Abenteuer Wildcampen: Unter freiem Himmel ganz für sich sein ist in der Schweiz vereinzelt möglich.

Die Entwicklung hin zum Wunsch nach mehr Privatheit haben auch Touristiker erkannt. In der Ostschweiz etwa soll die Zahl solcher Einzelstandplätze für rollende Privat-Hotels erhöht werden, wie Andreas Frey, Geschäftsführer von Appenzellerland Tourismus AR, gegenüber dem Radiosender FM1 sagt. «Wir vermuten, dass das Bedürfnis nach Wildcampieren zunehmen wird. Die Menschen suchen das Allein- und Abgeschottetsein.» Man prüfe deshalb «in Absprache mit Behörden und Grundstückeigentümern» Möglichkeiten, das Angebot für Menschen, die nach einer Wanderung im Zelt oder Camper übernachten wollen, auszubauen (siehe auch Box zum Thema Wildcampen).

So geht Wildcampen legal

«In Absprache» oder «bewilligt» sind Zauberworte, wenn es ums Wildcampen geht. Denn einfach nach Gutdünken spontan irgendwo neben der Strasse anzuhalten und es sich gemütlich zu machen, ist in der Schweiz – im Gegensatz etwa zu Schweden – verboten. Strikt untersagt ist es besonders in Naturschutzzonen oder im Schweizerischen Nationalpark. Dasselbe gilt für Jagdbanngebiete und in Wildruhezonen. Grundsätzlich erlaubt sind hingegen einzig einzelne Übernachtungen im Gebirge oberhalb der Waldgrenze – und natürlich auf Privatgrundstücken, wenn dies der Besitzer erlaubt. Jeder Kanton handhabt das Thema anders. So ist es fast überall verboten, auf Parkplätzen oder Raststätten zu campieren, während es in den Kantonen Bern, Jura und Neuenburg erlaubt ist, sofern kein Verbotsschild steht. Vielerorts ist es hingegen erlaubt, für eine Nacht in der Natur zu übernachten, aber auch da nur dann, wenn eine Erlaubnis der Behörden eingeholt wurde. Zuständig sind für öffentliche Gebiete die jeweiligen Gemeinden. Eine Art Wildcamper-Paradies ist hingegen der Kanton Obwalden. Hier darf eine Nacht abseits der Campingplätze ohne Bewilligung verbracht werden.

Es sind Reisebedürfnisse, wie sie im Sommer 2020 natürlich besonders in den Fokus rücken. Doch Experten gehen davon aus, dass sich der Trend der Schweizer nach individuellen Ferien festigen wird. «Die Leute werden weiterhin nach Möglichkeiten suchen, autark zu sein», sagt Touristiker Christian Laesser von der Uni St. Gallen. Das könnten vermehrt Tagesausflüge sein – oder eben das Campen.

Ansprüche an den Sommertourismus steigen

Auf Campingplätzen sieht Laesser vor allem die Chance, dass vermehrt auch Gäste kommen, die bisher eher im Hotel abgestiegen seien, wegen des Camper-Trends nun aber auf den Geschmack kamen. Diese müssten aber noch besser abgeholt werden. «Ich empfehle den Betreibern, dafür zu sorgen, dass die Gäste auf ihrer Parzelle mehr Privatheit haben, etwa mit einem eigenen WC. Oder mit kleinen Badezimmer-Hütten, die auf dem Standplatz dazugemietet werden könnten», sagt er. So wie es auf vielen Campings in den USA oder in Australien neben normalen voll ausgerüsteten Cabins längst gang und gäbe sei.

Doch Herausforderungen sieht der Touristiker auch auf andere Anbieter zukommen, wenn sich der touristische Fokus in der Schweiz wegen des Klimawandels noch stärker vom Winter in den Sommer verlagert. Zwar verfüge die Schweiz bereits über ein grosses Sommerangebot – doch die Ferienorte müssten mit ständig steigenden Ansprüchen der Gäste rechnen. «Die Schweiz konnte und kann von ihren Bergen, der wunderschönen Landschaft profitieren. Doch das reicht irgendwann nicht mehr, wenn es heissen wird: Wandern kann ich überall, was wird mir an einem Ferienort Besonderes geboten? Die Destinationen müssen kreativer werden, müssen Attraktionen anbieten.»

Die Hotels wiederum müssten flexibler werden: Wegen der fortschreitenden Digitalisierung und ihrer Möglichkeiten, Ferien sehr spontan zu buchen, würden viele Leute ihren Aufenthalt, etwa aufgrund des Wetters, vermehrt «last minute» reservieren. «Das spontane Verreisen ist eine der grössten Herausforderungen der Schweizer Tourismusbranche», so Laesser.

Campen mit Toyota

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Variante 3: Sie können Fahrzeuge und Zubehör für Ihre Ferien mieten. Ihr Toyota-Partner stellt Ihnen gerne ein massgeschneidertes Angebot zusammen!

Wandelbarkeit der Autos

Eine Flexibilität, wie sie nebst dem Tourismus auch von den Automobilherstellern erwartet wird. Denn wer spontan verreisen will, braucht auch ein Gefährt, das sofort startklar ist. Das zeigt zum einen der Run auf Camper: Zahlen der vergangenen Jahre untermauern den eingangs erwähnten Trend. Um satte 76 Prozent konnten die Neuzulassungen der Wohnmobile in der Schweiz seit 2014 zulegen. Eine Tendenz, die 2020 gar noch verstärkt werden dürfte: Kunden müssten vermehrt Wartezeiten in Kauf nehmen, einzelne Modelle seien für 2020 sogar bereits ausverkauft, weiss «Blick»-Autoexperte Timothy Pfannkuchen.

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Zunehmend gefragt: Auto-Alleskönner – fürs spontane Verreisen.

Für ihn ist klar, weshalb die Camper neuerer Bauart so beliebt sind: «Diese Fahrzeuge sind dank variabler Innenräume immer intelligenter konzipiert. Es sind ausgefeilte Alleskönner: Am Weekend auf den Campingplatz, aber unter der Woche auch geeignet, um zum Einkaufen, das Kind zur Schule oder ins Büro zu fahren.»

Die schönsten Campingplätze der Schweiz

  • Camping Muglin, Val Müstair GR: Bündner Bergidylle bietet dieser Platz am Fuss des Schweizerischen Nationalparks. Ideal zum Wandern und Biken.
  • Camping Paradis Plage, Colombier NE: Auf diesem Campingplatz direkt am Neuenburgersee darf man sich dank Sandstrand und Pinien ein bisschen wie am Mittelmeer fühlen.
  • Camping Seefeld Park, Sarnen OW: Schöner, direkt am Sarnersee gelegener Platz. Besondere Attraktion ist ein Erlebnisbad, zu dem Campinggäste freien Zutritt haben.
  • Camping Jungfrau, Lauterbrunnen BE: Malerisch gelegener Platz im Tal der Wasserfälle – in Gehdistanz zu den Bergbahnen der Jungfrauregion.
  • Campingplatz Gäsi, Weesen SG. Dieser Campingplatz liegt an einem der schönsten See-Strände der Schweiz am türkisblauen Walensee.
  • Camping Tamaro, Tenero TI: Ein weiteres Camping mit Seeanschluss: Camper dürfen das Strandbad Lido in Tenero gratis mitbenützen. Zudem: grosses Freizeitangebot.
  • Camping Santa Monica, Raron VS: Dieser Campingplatz ist sehr idyllisch gelegen. Abkühlung bieten ein Bach und ein Schwimmbad, für Unterhaltung sorgen viele Sport- und Spielangebote.
  • Camping Amriswil, Uttwil TG: Amriswil liegt doch gar nicht am See, werden Sie jetzt vielleicht anmerken. Richtig! Doch die Gemeinde kaufte sich kurzerhand einen Campingplatz im zehn Fahrminuten entfernten Uttwil.

Die Wandelbarkeit der Fahrzeuge habe aber längst den ganzen Fuhrpark erreicht, ergänzt Pfannkuchen. «Sogar Kleinwagen bieten heute die Technologie, Sicherheit und den Platz, um zu reisen. Und auch Kombis der Kompaktklasse haben mittlerweile genug Raum, um sich darin mal zum Schlafenlegen zu strecken.» Diese Modelle würden dem Passagier auch das Umklappen der Sitze einfacher machen. «Das geht heute per Knopfdruck, und die Laderaumabdeckung verschwindet heute in einem Extrafach im Boden, statt im Weg zu sein.»

Weiterhin boomen würden die SUVs – weil sie alles zugleich könnten: «Einen Feldweg fahren, ohne dass man sich den Spoiler abreisst, sowie die ganze Familie transportieren. Bei SUVs ist zudem die Palette an Zubehör wie Dachboxen oder Veloträger sehr gefragt.» Und nicht zuletzt seien auch die Elektroautos für weitere (Reise-)Fahrten ausgelegt, so der Experte. «Bei Elektroautos hängt der Wunsch nach hohen Reichweiten ja auch daran, dass man sich spontan zu einem Ausflug oder zu Ferien entscheiden können möchte.»

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