SBB büssen Kunden mit strengen Regeln

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3.7.2024 - 14:16

Die SBB büsst die Kund*innen künftig mit strengeren Regeln. (Archivbild)
Die SBB büsst die Kund*innen künftig mit strengeren Regeln. (Archivbild)
sda

Zusammenfassung der blue News Community Reaktionen.

3.7.2024 - 14:16

Die kürzlich veröffentlichten internen Dokumente über die Schweizer Verkehrsunternehmen und ihren strengen Umgang mit verspäteten Ticketkäufen haben in der Online-Gemeinschaft wide Reaktionen hervorgerufen. Während einige Kommentatoren Verständnis für die Notwendigkeit von Regelungen zum Schutz vor Ticketmissbrauch zeigen, bringen andere Persönliche Erfahrungen und Frustrationen über als unfair empfundene Praktiken zum Ausdruck. Ein wiederkehrendes Thema ist die Wahrnehmung einer mangelnden Kulanz und Ungerechtigkeiten im System, gepaart mit dem Ruf nach moderneren, kundenfreundlicheren Lösungen.

AchidnaKidd: «Jeden Tag sieht man, wie sie ohne Ticket fahren... Ich bin ehrlich und 75 Jahre alt. Als ich eines Tages ehrlich vergass und mit CHF 100 bestraft wurde, war dies mein erstes und einziges Mal, und es war nicht absichtlich, dennoch musste ich es hinnehmen.»

Spezifische Kritik wird bezüglich der Behandlung durch Kontrolleure, der fehlenden Flexibilität im Umgang mit elektronischen Tickets und der als unzureichend empfundenen technischen Lösungen laut. Einige Nutzer berichten von unfreundlichen Begegnungen mit dem Kontrollpersonal und einer als ungerecht empfundenen Ahndung von Vergehen, während andere den Vergleich mit Verkehrssystemen in anderen Ländern ziehen, um auf mögliche Verbesserungen hinzuweisen.

Cello86: «Meinen eigenen Erfahrungen nach sind die Kontrolleure bei gewissen Altersgruppen sofort aggressiv... Die Bahnarbeiter führen sich auf wie hässige Polizisten.»

PD_Speudi: «Ohne gültiges Ticket hat man nicht mal Zugang zum Bahnsteig... Bei 200 Millionen Schaden muss etwas gegen diesen Missstand unternommen werden.»

Eine Reihe von Kommentaren spricht sich für eine Kundenzentriertheit und gegen eine pauschalisierende Bestrafung aus. Hierbei wird auf die Bedeutung von Vertrauen und Verständnis zwischen Fahrgästen und Verkehrsunternehmen abgehoben, sowie auf die Notwendigkeit, die technischen Möglichkeiten voll auszuschöpfen, um den Ticketkauf und die Kontrollen fairer und effizienter zu gestalten.

Lihaucki85: «Ich kaufte kürzlich drei Tickets... Der Kontrolleur sagte, die Tickets für meine Freunde seien nicht gültig, da auf jedem Ticket mein Name steht! Das ist einfach nicht seriös.»

Einige Beiträge befürworten grundlegende Änderungen im System, wie die Einführung einer Pauschale für die Nutzung des öffentlichen Verkehrs, analog zu Rundfunkgebühren oder eine grundlegende Überarbeitung der App- und Ticketkontrollsysteme, um die heutigen Anforderungen an Benutzerfreundlichkeit und Flexibilität zu erfüllen.

Tierliebe: «Mein Vorschlag wäre, für den Zug und überhaupt alle öffentlichen Verkehrsmittel eine jährliche Pauschale einzuführen...»

Zusammengefasst zeigen die Reaktionen eine deutliche Spanne an Meinungen, von Verständnis für die Herausforderungen des Verkehrssystems bis hin zu deutlicher Kritik an dessen Umsetzung. Insbesondere der Ruf nach mehr Kundenorientierung, technischer Innovation und Gerechtigkeit spiegelt die breite Palette an Erwartungen und Bedürfnissen wider, die die Nutzer des öffentlichen Verkehrs in der Schweiz haben.

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