Bitcoin braucht zehnmal das Kernkraftwerk Leibstadt

dj

7.9.2021

Um Bitcoin anzutreiben bräuchte es zehn Kernkraftwerke Leibstadt.
Um Bitcoin anzutreiben bräuchte es zehn Kernkraftwerke Leibstadt.
Keystone

Bitcoin verbraucht mehr Strom als die Schweiz, El Salvador kauft trotzdem 200 davon und der Mars-Rover sammelt seine erste Gesteinsprobe. Das und mehr in den Digital-News des Tages.

dj

7.9.2021

Eine neue Analyse der «New York Times» zeigt erneut den enormen Stromverbrauch von Bitcoin auf. Die Kryptowährung benötigt im Jahr 91 Terawattstunden, was rund 0,5 Prozent des weltweiten Strombedarfs entspricht und den siebenfachen Verbrauch von Tech-Giganten Google darstellt. Und im lokalen Vergleich: Das stärkste Schweizer Kernkraftwerk in Leibstadt erzeugt rund 9 Terawattstunden im Jahr, die gesamte Schweiz verbraucht jährlich um die 56 Terawattstunden.

Der Bitcoin-Strombedarf und die daraus resultierende Umweltschädlichkeit gehört zu den Hauptkritikpunkten an der Kryptowährung. In den vergangenen Jahren wurde das Mining oder Schürfen von Bitcoin hauptsächlich in China mit seinem billigen und dreckigen Kohlstrom durchgeführt. China hat in den letzten Monaten das Bitcoin-Schürfen in seinen Grenzen zwar grösstenteils verboten. Viele Miner sind allerdings schon ins benachbarte Kasachstan umgezogen, das ebenfalls viel auf Kohlestrom setzt.



El Salvador kauft 200 Bitcoin

El Salvador hat 200 Bitcoin gekauft, was derzeit rund 9,3 Millionen Franken entspricht. Ab heute ist die Kryptowährung ein offizielles Zahlungsmittel in dem zentralamerikanischen Land. Der Kongress hat insgesamt 150 Millionen Dollar für die Errichtung eines staatlichen Bitcoin-Fonds bewilligt, berichtet «Coin Telegraph»

Mars-Rover sammelt erste Gesteinsprobe

Der Mars-Rover «Perserverance» hat im zweiten Anlauf seine erste Gesteinsprobe gesammelt, schreibt «Engadget». Diese deponiert der Rover dann in einer Testkapsel und setzt sie wieder auf der Marsoberfläche ab. Der Vorgang soll mehrfach wiederholt werden. Ein zweiter Rover soll die Kapseln später abholen und zur Erde zurückschicken. Das Design dieses Rovers und der Rückkehrrakete wurden allerdings noch nicht einmal fertiggestellt, ein Start wird frühestens für 2026 erwartet.

Deutschland beschwert sich bei Russland wegen Cyberattacken

Die deutsche Bundesregierung hat sich formell bei Russland beschwert. Sie wirft dem russischen Militärgeheimdienst GRU vor, für Cyberangriffe auf mehrere Bundestagsabgeordnete verantwortlich zu sein, berichtet die ARD. In Deutschland wird am 26. September der Bundestag neu gewählt.