Durchsuchung bei deutscher Spionagefirma FinFisher

dj

14.10.2020 - 11:13

FinFisher hat unter anderem den deutschen «Bundestrojaner» entwickelt.
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Eine deutsche Spionagefirma ist im Visier der Staatsanwaltschaft, Huawei will offenbar Honor verkaufen und Facebook verbietet Anti-Impf-Werbung. Das und mehr in den Digital-News des Tages.

Bei der deutschen Spionagefirma FinFisher hat es vergangene Woche eine Durchsuchung gegeben, wie die Staatsanwaltschaft München mitteilte. Ermittelt werde gegen Geschäftsführer und Mitarbeiter des Unternehmens. FinFisher wurde bekannt, weil es für die deutsche Bundesregierung den hoch umstrittenen «Bundestrojaner» entwickelte, mit dem Sicherheitsbehörden ihrerseits auf Hackangriffe gegen Verdächtigten schreiten sollten.

Nun wird FinFisher aber vorgeworfen, Spionagesoftware ohne Ausfuhrgenehmigung an Nicht-EU-Staaten verkauft zu haben, wie der «Bayerische Rundfunk» berichtet. FinFisher-Software wurde in Staaten wie Ägypten oder der Türkei entdeckt und soll dort gegen Oppositionelle eingesetzt worden sein.

Huawei will offenbar Honor verkaufen

Der chinesische Tech-Gigant Huawei will offenbar seine Tochter Honor verkaufen, wie «Reuters» berichtet. Nach den US-Sanktionen wolle man seine «Prioritäten» neu setzen und sich auf hochklassige Geräte der Hauptmarke Huawei konzentrieren. Honor-Produkte sind eher im Einsteiger-Sektor positioniert. Als Kaufinteressenten sollen der Grosshändler Digital China sowie die Konkurrenten TCL und Xiaomi gelten.

Facebook verbietet Anti-Impfung-Werbung

Werbeanzeigen, in denen ihre Leser zur Verweigerung einer Impfung aufgefordert werden, will Facebook zukünftig nicht mehr erlauben. Die Regeländerung ist Teil einer grösseren Initiative Facebooks, Nutzer für eine Grippe- und eine allfällige Coronaimpfung zu mobilisieren.

Dropbox wird «Virtual First»-Firma

Cloudspeicher-Anbieter Dropbox wird eine «Virtual First»-Firma, wie das Unternehmen ankündigte. Das bedeutet, dass Mitarbeiter auch nach Ende der Pandemie primär von zu Hause aus arbeiten würden. An allen bisherigen Standorten werde man «Dropbox Studios» einrichten, in denen sich Mitarbeiter treffen können, falls ein Meeting doch mal persönlich abgehalten werden muss.

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