El Salvador erklärt Bitcoin zum gesetzlichen Zahlungsmittel

dj

7.6.2021

Nayib Bukele präsentiert sich als moderner Präsident.
Nayib Bukele präsentiert sich als moderner Präsident.
Getty Images

In El Salvador soll Bitcoin ein gesetzliches Zahlungsmittel werden, Twitter lanciert wohl bald einen Abodienst und Google muss eine Busse in Frankreich bezahlen. Das und mehr in den Digital-News des Tages.

dj

7.6.2021

El Salvadors Präsident Nayib Bukele hat in einer Videobotschaft an eine Bitcoin-Konferenz in Miami angekündigt, Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel in dem zentralamerikanischen Land einzuführen. In El Salvador haben rund 70 Prozent der Bevölkerung kein Bankkonto, laut Bukele würde die Adoption der Kryptowährung zu «Tausenden» neuen Arbeitsplätzen führen. Ein Gesetzesentwurf soll diese Woche im Parlament besprochen werden.

Der seit 2019 im Amt befindliche Bukele ist bisher vor allem durch seinen autoritären Regierungsstil aufgefallen. 2020 lies er das Parlamentsgebäude durch Soldaten besetzen, weil von ihm erwünschte Gesetze nicht verabschiedet wurden. Das dürfte diesmal nicht nötig sein, Bukeles Partei gewann bei den Wahlen im Frühjahr die absolute Mehrheit.

Twitter vor Lancierung von «Super Follows»

Twitter steht offenbar kurz vor der Lancierung eines Abo-Dienstes namens «Super Follows». Hierbei können Nutzer*innen ihre Tweets nur gegen Bezahlung sichtbar machen. Wie «The Verge» unter Berufung auf die Forscherin Jane Manchun Wong berichtet, will Twitter hier offenbar auch pornografische Inhalte erlauben, eine Rarität unter Mainstream-Social-Media-Plattformen.

Zensur von «Tank Man» war «Versehen»

Die Microsoft-Suchmaschine Bing zeigte für kurze Zeit keine Ergebnisse bei einer Suche nach «Tank Man» ein. Dies ist der Name eines weltberühmten Fotos, das einen unbekannten Demonstranten vor einem Panzer am Tag des Massakers am Pekinger Platz des Himmlischen Friedens in 1989 zeigt. Laut Microsoft war dies Resultat eines «versehentlichen menschlichen Fehlers». Bing ist im Gegensatz zu Google auch in Festland-China verfügbar und wird dort entsprechend zensuriert.

Google zahlt Busse in Frankreich

Google wird eine Busse in Höhe von 220 Millionen Euro an französische Aufsichtsbehörden zahlen, berichtet das «Wall Street Journal». Diese hatten dem Tech-Giganten vorgeworfen, seine Dominanz über Online-Werbung zu missbrauchen. Google verpflichte sich zudem für drei Jahre, Wettbewerbern den Zugang zu den eigenen Werbe-Tools zu erleichtern.