Facebook löscht Accounts von Trump-Freund Roger Stone

dj

9.7.2020 - 11:06

Roger Stone muss eigentlich nächsten Monat ins Gefängnis.
Keystone

Ein krimineller Trump-Freund soll Facebook manipuliert haben, Google stellt ein Cloud-Projekt mit China-Relevant ein und Apple setzt weiter auf Thunderbolt. Das und mehr in den Digital-News des Tages.

Der Trump-Vertraute und verurteilte Kriminelle Roger Stone soll heimlich Hunderte verschiedene Facebook- und Instagram-Seiten beziehungsweise  -Accounts betrieben haben. Diese seien laut Facebook seit 2015 aktiv gewesen und sollen die öffentliche Debatte sowohl während der Wahl 2016 als auch während Stones Strafverfahren wegen Falschaussage und Justizbehinderung manipuliert haben.

Verbunden waren die Stone-Accounts vor allem mit jenen der sogenannten «Proud Boys», einer neofaschistischen Gruppe, die Facebook 2018 verbannte. Stone nannte die Vorwürfe von Facebook «erfunden» und sieht sich als Opfer von Zensur, so die «New York Times». Er muss nächsten Monat eine 40-monatige Haftstrafe antreten, falls er nicht vorher von Trump begnadigt wird.

Schlechte Bürgerrechtsbilanz für Facebook

Derweil hat eine von Facebook selbst beauftragte Untersuchung dem Unternehmen ein schlechtes Zeugnis in Bezug auf Bürgerrechte ausgestellt. Entscheidungen des Unternehmens seien für «signifikante Rückschläge» bei Bürgerrechten verantwortlich. Vor allem die Ausnahmeregeln für Trump und andere Politiker wurden ins Visier genommen. Dadurch würden die Stimmen von bereits mächtigen Menschen über jenen von anderen gestellt.

Google stellt Cloud-Projekt ein

Google hat das Cloud-Projekt «Isolated Region» eingestellt. Es sollte einen Cloud-Dienst erschaffen, der unabhängig von der restlichen Google-Infrastruktur funktioniert. Damit wäre auch ein Einsatz in Ländern möglich, die keinen Zugriff auf Google-Dienste gestatten — wie etwa China. Laut «Bloomberg» sei das Projekt aufgrund von «geopolitischen Spannungen» eingestellt worden, Google bestreitet dies.

Apple will Thunderbolt weiter unterstützen

Apple will den von ihm zusammen mit Intel entworfenen Anschluss Thunderbolt auch nach dem Umstieg auf Apple Silicon, die eigenen Prozessoren auf ARM-Basis, weiter unterstützen, so «The Verge». Bisher bietet es Thunderbolt nur auf Computern mit Intel-Chips an und nicht etwa auf iPads oder den an Entwickler verkauften ARM-Prototypen — dort ist nur der (kompatible) USB-Anschluss verbaut.

Bilder des Tages

Zurück zur Startseite