FBI und australische Polizei betrieben verschlüsselte Chat-App

dj

8.6.2021

Eine von Kriminellen genutztes Chat-Plattform wurde in Wahrheit von der Polizei betrieben.
Eine von Kriminellen genutztes Chat-Plattform wurde in Wahrheit von der Polizei betrieben.
Getty Images

Die Polizei betrieb eine Chat-Plattform für Kriminelle, der Smartphone-Markt erholt sich und Wettbewerbsbusse gegen Facebook. Das und mehr in den Digital-News des Tages.

dj

8.6.2021

Die US-Bundespolizei FBI und ihr australischer Gegenpart haben über drei Jahre lang eine scheinbar verschlüsselte Chat-Plattform betrieben. Diese nannte sich Anøm und gab vor, mittels eines speziellen Smartphones eine sichere Kommunikation zu ermöglichen. In Wahrheit wurde Anøm vom FBI und der Australian Federal Police betrieben, die gezielt die Nutzung der Plattform durch verdeckte Ermittler*innen in der organisierten Kriminalität anregten.

Über 11'000 meist kriminelle Nutzer*innen hatte Anøm zu Spitzenzeiten, deren Kommunikation komplett durch die Polizeibehörden mitgelesen werden konnte, meldet «The Record». Gestern gab es dann hunderte Durchsuchungen und Festnahmen in den USA, Australien und Europa.

Smartphone-Markt erholt sich

Nach der Corona-Krise ziehen die Smartphone-Verkäufe weltweit wieder an. Im ersten Quartal 2021 wurden 26 Prozent mehr Geräte verkauft als im Vorjahresquartal. Das berichtet die Marktforschungsfirma Gartner. Weltmarktführer ist Samsung, mit 76,6 Millionen verkauften Smartphones im ersten Quartal. Platz 2 geht an Apple, mit 58,5 Millionen verkauften iPhones.

Wettbewerbsbusse gegen Facebook

In Österreich muss Facebook eine Busse von 9,6 Millionen Euro zahlen, wie «Futurezone» berichtet. Der Tech-Gigant hatte in 2020 die Übernahme von Giphy, einer GIF-Plattform, gesetzwidrig nicht bei der österreichischen Bundeswettbewerbsbehörde angemeldet.

Browser-Hersteller arbeiten an einheitlichen Erweiterungen

Apple, Google, Microsoft und Mozilla wollen einen gemeinsamen Standard für Browser-Erweiterungen etablieren. Im Rahmen der Standardisierung-Gruppe W3C haben die Hersteller angekündigt, Standard-Schnittstellen zu entwickeln. Damit sollen dieselben Erweiterungen in den verschiedenen Browsern funktionieren.