Das Ende einer Ära: «Farmville» wird Ende Jahr beerdigt

Martin Abgottspon

29.9.2020 - 09:49

«Farmville» hatte zu Spitzenzeiten mehr als 80 Millionen Spieler.
«Farmville» hatte zu Spitzenzeiten mehr als 80 Millionen Spieler.
Zynga

«Farmville» war einst so populär, dass sich User sogar einen Facebook-Account dafür anlegten. Jetzt wird das Spiel eingestellt. Ein Nachfolger soll schon bald erscheinen.

Es war eine Erfolgsgeschichte der besonderen Art. «Farmville» hat es tatsächlich geschafft, dass Spieler mitten in der Nacht ihr Handy anmachten, um ihr Gemüse zu ernten und neues zu säen. Zu Spitzenzeiten waren es über 80 Millionen Spieler, die sich als Hobby-Bauern betätigten. Natürlich war Facebook als Plattform des Spiels für den Grossteil des Erfolgs verantwortlich.



Nun aber neigt sich diese Story endgültig ihrem Ende entgegen. Noch dieses Jahr wird «Farmville» eingestellt, was auch mit der veralteten Technologie zusammenhängt. Facebook wird ab 2021 kein Flash mehr unterstützen. Bis zum 17. November können User noch Ingame-Käufe erledigen. Danach wird das Zahlsystem deaktiviert. Bis zum 31. Dezember soll man trotzdem weiterspielen können.

Nachfolger ohne Erfolg

Versuche, das frühere Kult-Spiel weiterzuentwickeln, unternahmen die Entwickler von Zynga schon früh. Mit «Farmville 2» sollte ein Handy-Ableger das Bauernfieber neu entfachen. Ein ähnlicher Erfolg stellte sich aber nicht ansatzweise ein. Wahrscheinlich auch, weil das Spielsystem inzwischen etwas überholt war.

Trotzdem arbeitet das Studio jetzt an einem dritten Teil, der schon «in Bälde» für iOS und Android veröffentlicht werden soll. 

Das Wetteifern mit Freunden

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor von «Farmville» war bestimmt auch der direkte Vergleich mit seinen Facebook-Freunden. Wem gelang es am schnellsten eine grosse Farm aufzubauen? Dafür wurde auch fleissig ins Portemonnaie gegriffen, um den Fortschritt noch schneller voranzutreiben. Da dieser Faktor beim Nachfolger dann nicht mehr gegeben war, war wohl auch der Reiz für viele Spieler nicht mehr gross genug.

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