Der plötzliche Tod des besten «Tetris»-Spielers aller Zeiten

tsch / mar

12.1.2021 - 09:47

Jonas Neubauer starb überraschend jung mit 39 Jahren.
Jonas Neubauer starb überraschend jung mit 39 Jahren.
Getty Images / Nintendo

Mit Jonas Neubauer verstarb überraschend einer der besten «Tetris»-Spieler aller Zeiten: Der mehrfache Weltmeister im Klötzchen-Stapeln wurde nur 39 Jahre alt.

«Ein plötzlicher medizinischer Notfall» habe den Tod des mehrfachen «Tetris»-Weltmeisters Jonas Neubauer eingeläutet. Konkreter wird es nicht in dem Tweet, den nahestehende Personen auf dem Twitter-Account des verstorbenen eSportlers verfassten. Fans, ehemalige Mitstreiter und Rivalen, die ihn live bei Weltmeisterschaften erlebten, bekunden in einer Vielzahl von Posts und Tweets ihr Beileid.

Mit seiner skurrilen Taktik, erst allerlei vermeintliches Chaos anzurichten, um dann auf den letzten Drücker Punkteserien abzuräumen, erspielte sich Neubauer einen legendären Ruf als «Tetris»-Gott.

Die totale Dominanz mit sieben WM-Titeln

Der «Tetris»-Spieler war zwar auch auf Twitch aktiv, doch was ihn zu einer eSports-Legende in der Retro-Sparte machte, ist die Tatsache, dass Neubauer die klassischen «Tetris World Championships» über Jahre dominierte. Von 2010 bis 2017 war er bis auf eine Ausnahme der ungeschlagene Weltmeister. Lediglich 2014 musste er sich mit dem Rang des Vize-Weltmeisters zufriedengeben. 2018 stellte er zudem gleich zwei Weltrekorde auf einmal auf: den für den höchsten Score und den Rekord für das schnellste Erreichen der 300'000-Punkte-Marke.

Nichts für Perfektionisten

In einem Interview mit «Tetris.com» verriet Neubauer einst, er habe «Tetris» mit sechs oder sieben Jahren auf dem Mac seines Onkels kennengelernt. Mit acht Jahren spielte er dann auf seinem eigenen NES. Auch als Teenager blieb er der Retro-Variante des Spiels auf dem Gameboy treu.

Neben der frühen digitalen Sozialisation nannte er ein weiteres Geheimnis seines Erfolges: Perfektionisten wären «schrecklich im ‹Tetris›-Spielen», sagte er einmal in einem Interview mit «Kotaku». Stattdessen würde «Tetris» diejenigen Gamer belohnen, die sehr mutige, sehr schnelle Entscheidungen fällen und von diesen nicht erschöpft würden.

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