Uri Geller beendet 20-jährigen Rechtsstreit mit Nintendo

zvg

30.11.2020

Uri Geller gefiel vor 20 Jahren nicht, dass ihm das Pokémon Kadabra etwas glich.
Uri Geller gefiel vor 20 Jahren nicht, dass ihm das Pokémon Kadabra etwas glich.
Twitter

Knapp 20 Jahre lang wurden keine Spielkarten mit dem Pokémon «Kadabra» mehr hergestellt. Grund dafür war eine Klage des Mentalisten Uri Geller. Doch der stemmt sich nun nicht mehr gegen die Verbreitung

Der Bühnenmagier Uri Geller hat die Produktion der Pokémon-Spielkarte «Kadabra» wieder erlaubt. Das berichtet das Fachportal «The Gamer», die von Geller per Mail darüber informiert wurde. Geller selbst hatte vor knapp 20 Jahren gegen die Produktion der Karte geklagt.



Grund dafür waren unter anderem eine Namensähnlichkeit der Karte mit dem Magier. So heisst «Kadabra» im japanischen Original «Yungerer», beziehungsweise «Yungeller» und kann auch als «Yuri Gera» gelesen werden – der japanischen Aussprache von Gellers Namen. Auch ist das Taschenmonster dafür bekannt, Löffel verbiegen zu können – ein Markenzeichen von Geller.

Konflikt wegen des Namens

Anfang der 2000er Jahre klagte Geller gegen die Verbreitung der Karte, weil er seine Persönlichkeitsrechte verletzt sah. Das Bezirksgericht Los Angeles wies im November 2002 zwar die Klage ab, Nintendo beendete dennoch die Produktion von «Kadabra»-Karten.



Laut Geller habe er die Produktion aufgrund von Bitten der Fans wieder erlaubt, die ihn per Mail «anflehen, Nintendo zu gestatten, Kadabra/Yungeller wieder zurückzubringen.» Auf Twitter schreibt er: «Es tut mir aufrichtig leid, was ich vor 20 Jahren getan habe. An die Kinder und Erwachsenen: Ich hebe das Verbot auf. Jetzt liegt es an Nintendo, meine 'Kadabra'-Pokémon-Karte zurückzubringen.»

Uri Geller wurde vor allem in den 1970er-Jahren als Magier bekannt. Zu einem seiner bekanntesten Tricks gehört das Verbiegen von Löffeln. Geller behauptet, tatsächlich telepathische Kräfte zu besitzen. In Deutschland feierte er Anfang der 2000er-Jahre mit Shows wie «Die Uri-Geller-Show» oder «The next Uri Geller» ein Comeback.

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