Profi-Tipps Meistere deine Handy-Kamera: Diese 10 Funktionen solltest du kennen!

Swisscom

29.5.2024

Der spektakuläre Sonnenuntergang ist auf den Fotos irgendwie nie so schön, wie in echt ... Oder?
Der spektakuläre Sonnenuntergang ist auf den Fotos irgendwie nie so schön, wie in echt ... Oder?

Wie gelingen gute Bilder mit dem Smartphone? Kennst du alle Funktionen deiner Handy-Kamera? Praktische Tricks und die richtigen Einstellungen erleichtern dir das Handling und erlauben es dir, das volle Potenzial auszuschöpfen. So fotografierst du im Handumdrehen (fast) wie ein Profi und machst beeindruckende Aufnahmen – denn deine Handy-Kamera kann viel mehr, als du vielleicht denkst!

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29.5.2024

Moderne Handy-Kameras sind wahre technische Wunderwerke, die in der Lage sind, hochwertige Fotos und Videos aufzunehmen, wie es früher nur mit teurem Equipment möglich war. Die in Smartphones verbauten Miniaturkameras bestehen aus einer Vielzahl hochentwickelter Komponenten, darunter hochauflösende Bildsensoren, präzise Objektive und leistungsfähige Bildverarbeitungsprozessoren. Was für eine Verschwendung wäre es doch, wenn wir nicht nutzen würden, was uns da in die Hände gelegt wird.

1. Blitzschnelle Schnappschüsse

Alle Tipps der Welt nützen nichts, wenn du jedes Motiv verpasst, weil du noch damit beschäftigt bist die Kamera-Funktion auf deinem Handy zu öffnen. 

Durch einen Doppelklick auf den An-Aus-Knopf bei Samsung Galaxy-Handys oder indem du von rechts nach links über den Lockscreen wischst beim iPhone, öffnest du die Kamera augenblicklich und sorgst dafür, dass kein perfekter Moment mehr unfotografiert verstreicht.

2. Der richtige Bildausschnitt

Der goldene Schnitt ist ein mathematisches Verhältnis, welches in Kunst, Fotografie und Design verwendet wird, um ästhetisch ansprechende Kompositionen zu schaffen. Es basiert auf der Fibonacci-Folge, einer Zahlenreihe, bei der jede Zahl die Summe der beiden vorherigen ist (0,1,1,2,3,5,8,13, usw.).

Beim Goldenen Schnitt wird das Bild also in 62 Prozent und 38 Prozent geteilt. Und zwar idealerweise sowohl horizontal und vertikal – im Schnittpunkt dieser beiden Linien sollte dann das wichtigste Element des Bildes liegen. Aber: Wer schon länger fotografiert, weiss auch, dass der Goldene Schnitt nicht das Mass aller Dinge ist und auch bewusst «gebrochen» werden kann.

Die Orientierung an der sogenannten Drittel-Regel hilft dabei, das Bild in harmonische, ästhetisch ansprechende Drittel zu teilen, indem wichtige Elemente entlang dieser Linien platziert werden, um das visuelle Interesse zu steigern und einen harmonischen Bildaufbau zu schaffen.

Wie du siehst: Nach der Drittel-Regel liegen die Bildinhalte leicht anders als nach dem Goldenen Schnitt. Genauer formuliert: Nach der Drittelregel erhältst du neun gleich grosse Rechtecke. Mit dem Goldenen Schnitt entstehen unterschiedlich grosse Rechtecke, die im Verhältnis 1:1,618 stehen.
Wie du siehst: Nach der Drittel-Regel liegen die Bildinhalte leicht anders als nach dem Goldenen Schnitt. Genauer formuliert: Nach der Drittelregel erhältst du neun gleich grosse Rechtecke. Mit dem Goldenen Schnitt entstehen unterschiedlich grosse Rechtecke, die im Verhältnis 1:1,618 stehen.
Adobe Stock

Damit du dir die Bildunterteilung nicht mühsam vorstellen musst, kannst du Hilfslinien einblenden. Du findest die Funktion «Raster» in den allermeisten Handys. Bei Android ist die Funktion meist direkt in der Kamera in den Einstellungen zu finden. Beim iPhone kannst du den Raster über die allgemeinen Einstellungen (unter Kamera) aktivieren.

3. Eine ruhige Hand im richtigen Augenblick

Nicht selten verwackeln Handyfotos, weil man das Smartphone nur mit einer Hand hält und in ungesunden Verrenkungen versucht den Button auf dem Display zu treffen. Auf diese Weise löst du schlimmstenfalls vielleicht ein Karpaltunnelsyndrom, aber bestimmt kein gutes Foto aus.

Bei den allermeisten Smartphones kannst du mit der Lautstärke-Wippe (Lauter oder Leiser) Bilder auslösen. Du wirst sehen, so knipst es sich viel leichter.

4. Gruppenfotos leicht gemacht

Nutze den Selbstauslöser in jeder Standard-Kamera-App, damit du auf dem Gruppenbild nicht fehlst. Die Dauer der Zeitschaltung kannst du selber bestimmen. Jetzt musst du nur noch dafür sorgen, dass dein Handy stabil positioniert ist und nicht kippen oder herunterfallen kann. Wenn du kein Stativ besitzt, ist hierfür manchmal etwas Kreativität gefragt: Ein Schuh oder ein zusammengerollter Pulli können da gute Dienste erweisen.

5. Live-Aufnahme und Serienauslöser

Auf dem iPhone kannst du mit der Funktion «Live Photo» zusätzlich zum eigentlichen Foto auch die Momente unmittelbar vor und nach der Aufnahme in Bild und Ton festhalten. So erhältst du eine lebendige Momentaufnahme mit Ton, aus welcher du dann wiederum auch Standbilder ziehen kannst.

Bei Android-Smartphones gibt es dieses Feature nicht von Haus aus. Im Internet finden sich aber zahlreiche Apps, welche Live-Photos auch für Android ermöglichen.

Die Funktion für Serienbilder hingegen ist sowohl bei iOS- als auch bei Android-Handys integriert. Bei einem Android-Handy lässt du dazu den Finger einfach länger auf dem Auslöser. Beim iPhone muss der Serienbildmodus gegebenenfalls noch in den Einstellungen aktiviert werden. Die Handykamera nimmt in diesem Modus mehrere Fotos in rascher Abfolge auf. Im Nachhinein kannst du dann aus der Serie den perfekten Schnappschuss auswählen.

6. Ins rechte Licht gerückt – HDR und Pro Modus

Mit einem Android-Handy kannst du im Pro-Modus deiner Kamera-App Einstellungen wie Belichtung, ISO und Weissabgleich manuell anpassen. Dies ermöglicht dir die volle Kontrolle über deine Aufnahmen und eröffnet viele kreative Möglichkeiten.

Auf dem iPhone gibt es einen solchen Pro-Modus in diesem Sinne nicht. Viele der oben genannten Funktionen können nicht manuell eingestellt werden, sind aber auf einem hohen Qualitätslevel automatisiert. Um die Belichtung händisch einzustellen, tippe auf eine Stelle im Kamerabild, auf die du fokussieren möchtest. Daraufhin erscheint ein gelbes Viereck mit einem kleinen Sonnen-Symbol rechts daneben. Lege nun den Finger neben den Schieberegler und wische nach oben (helleres Bild) oder nach unten (dunkleres Bild).

Die Abkürzung HDR steht für High Dynamic Range und bezeichnet ein sehr kontrastreiches Bild, auf welchem sowohl die hellen als auch die dunklen Bereiche sehr gut erkennbar sind.

Das iPhone verwendet standardmässig HDR, wenn dies am effektivsten ist. Auf einigen iPhone-Modellen kannst du HDR manuell steuern. Bei einem Android-Handy findest du den HDR-Modus in den Einstellungen, wenn du direkt in der Kamera-App auf das Zahnradsymbol klickst und dann bis zu «HDR» runterscrollst.

7. Schiesse Portraits wie ein Profi

Sozusagen die Königsdisziplin der Handy-Fotografie: gelungene Selfies und Portraits, welche uns von unserer besten Seite zeigen. Viele Smartphones haben heute Portrait-Modi, welche ein schönes «Bokeh», also einen unscharfen Hintergrund erzeugen. Das Bokeh (japanisch, boke «unscharf, verschwommen») ist ein in der Fotografie verwendeter Begriff für die Qualität von unscharfen Bereichen in einem Bild. Und auch wenn Handy-Kameras, anders als grosse Systemkameras, diesen Effekt mittels einer Software «künstlich» erzeugen: das Bokeh bei vielen Smartphones kann sich heute durchaus sehen lassen.

8. Panorama-Modus

Diese Funktion dürfte vielen bekannt sein und ist meist schnell über das Menu auffindbar. Mit einer ruhigen Hand und einer gleichmässigen Drehung, idealerweise aus der Hüfte und ohne die Füsse zu bewegen, gelingen atemberaubende Landschaftsaufnahmen im Ultra-Wide-Format.

Darüber hinaus lassen sich damit auch witzige Effekte erzielen, wenn ein und dieselbe Person beispielsweise mehrmals in einem Bild auftaucht oder der Hund, welcher durchs Bild läuft, zum meterlangen «Zitter-Dackel» wird. Viel Spass beim Experimentieren!

9. Slow-Mo und Zeitraffer

Die Zeitlupen- und Zeitraffer-Funktionen sind vom Prinzip her wohl ziemlich selbsterklärend. Mit etwas Übung und Experimentierfreude gelingen dir garantiert bald beeindruckende, zeitlose Aufnahmen.

10. Blitz – Ja oder Nein?

Die kleine LED, die auch als Taschenlampe dient, ist als Blitz beim Fotografieren nur in bestimmten Situationen sinnvoll. Bei Nachtaufnahmen von Landschaften oder Gebäuden führt der LED-Blitz oft zu Überbelichtung im Vordergrund und lässt das Hintergrundgeschehen im Dunkeln verschwinden.

Dennoch kann der Handy-Blitz bei Porträts nützlich sein. Besonders in Gegenlichtsituationen hilft er, das Gesicht aufzuhellen und sowohl Vorder- als auch Hintergrund ins Bild zu rücken.

Für Experimentierfreudige: Auch für bestimmte künstlerische Effekte kann der Blitz genutzt werden und tolle Effekte erzeugen.

Und jetzt viel Spass beim Fotografieren und Teilen. Und noch ein kleiner Tipp zum Schluss: Mit Filtern und unzähligen Bildbearbeitungsapps kannst du noch einiges aus deinen vermeintlich misslungenen Aufnahmen herausholen.

Zoom durch die Zeit: Meilensteine auf dem Weg zur Handy-Kamera

  • Erste Fotografie: Die erste beständige Aufnahme gelang 1826. Joseph Nicéphore Niépce belichtete dafür eine mit Asphalt beschichtete Zinnplatte mit seiner Fensteraussicht in Le Gras, Frankreich – und das acht Stunden lang!
  • Daguerreotypie: Bei diesem ersten kommerziell nutzbaren Fotografie-Verfahren, benannt nach dem französischen Maler und Mitentwickler Louis Daguerre, wurden ab 1839 Aufnahmen auf spiegelglatt polierte Metalloberflächen gemacht.
  • Völlig von der Rolle: Georg Eastmann revolutionierte die Fotografieindustrie mit der Erfindung des Rollfilms. Sein Unternehmen Kodak brachte 1888 die erste Kamera für Rollfilm auf den Markt und machte so das Fotografieren dem Massenmarkt zugänglich.
  • Erste Digitalkamera: Die erste kommerziell verfügbare Digitalkamera war die «DS-X» von Fuji, die 1989 auf den Markt kam. Sie hatte eine Auflösung von 0,3 Megapixeln.
  • Handy-Kamera-Revolution: Die Integration von Kameras in Mobiltelefone begann in den späten 90er-Jahren, aber der Durchbruch kam Anfang der 2000er Jahre. Das Nokia 7650, das 2002 veröffentlicht wurde, war eines der ersten Mobiltelefone mit integrierter Kamera und leitete eine neue Ära der Handy-Fotografie ein.

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