Uber führt Maskenpflicht ein

dpa/dj

14.5.2020 - 12:48

Uber-Fahren müssen vor Dienstbeginn ein Selfie mit Maske machen.
Uber

Per Selfie sollen Uber-Fahrer beweisen, dass sie im Dienst einen Gesichtsschutz tragen. Und auch Passagiere müssen ab Montag eine Maske tragen.

Der Fahrdienst-Vermittler Uber gibt 50 Millionen Dollar (49 Mio. Franken) für Gesichtsmasken für Fahrer sowie für Desinfektionsmittel zur Reinigung der Fahrzeuge aus. Als weitere Massnahmen in der Corona-Krise sollen alle Fahrer und Passagiere in den USA, Kanada und vielen europäischen Ländern während der Fahrt einen Gesichtsschutz tragen, wie Uber am Mittwoch ankündigte. Uber habe insgesamt 20 Millionen Masken erworben, davon seien bisher 5 Millionen verteilt worden, hiess es.

Fahrer werden ausserdem von Montag an aufgefordert, bei der Anmeldung in der App ein Foto zu machen, nachdem sie eine Maske angelegt haben. Die Software erkennt dabei automatisch, ob eine Person tatsächlich den Mund-Nase-Schutz trägt. Passagiere müssen bisher kein Foto mit Maske machen, man denke aber über eine solche Anforderung nach, sagte Uber-Manager Sachin Kansal. Für Fahrer musste Uber die Funktion zur Masken-Kontrolle nur in dem bestehenden Verfahren zur Identifikation per Gesichtserkennung ergänzen.

Alle Passagiere auf den Hintersitzen

Zudem müssen die Fahrer in einer Checkliste ankreuzen, dass sie den Wagen gereinigt haben, keine Corona-Symptome haben und regelmässig die Hände waschen. In den Fahrzeugen sind nur noch maximal drei statt bisher vier Passagiere erlaubt. Kansal bezeichnete die bis auf weiteres geltenden Massnahmen als Teil einer «neuen Normalität».

Bei Uber drückte die Corona-Krise deutlich auf das Kerngeschäft mit Fahrdiensten, während es ein deutliches Plus bei der Essenszustellung im Teildienst Uber Eats gibt. Uber soll Berichten zufolge auch eine Übernahme des Lieferdiensts Grubhub anstreben, um in diesem Bereich den Marktanteil auszubauen.

Die Coronavirus-Krise: Eine Chronologie

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