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Flitzer, Fehler und Familienstreits Kuriose Fakten zur Oscar-Verleihung
tsch
24.2.2019
Ein Moment, der Oscar-Geschichte schrieb: 2017 las Warren Beatty vom falschen Zettel ab und alle dachten, «La La Land» sei als «Bester Film» gekürt worden. Doch Pleiten, Pech und Pannen gab es schon oft: Wer einen Oscar mit falschem Namen bekam, wie ein Flitzer für Lacher sorgte und warum ein Unbekannter mehr Oscars besass als jede Hollywood-Grösse, erfahren Sie hier ...
Bild: Mark Suban / © A.M.P.A.S.
«And the Oscar goes to ... ‹La La Land›» – NICHT! Laudator Warren Beatty hatte den Musicalfilm bereits in der Kategorie «Bester Film» zum Gewinner ausgerufen und die überglückliche Crew bei sich auf der Bühne, als er zurückgepfiffen wurde. Denn eigentlich hatte die Academy «Moonlight» zum besten Film gewählt.
Bild: Aaron Poole / ©A.M.P.A.S.Aaron Poole / ©A.M.P.A.S.
«La La Land» gewann schliesslich «nur» sechs Oscars. Nebenbei stellte das Musical noch einen historischen Rekord auf: Zuvor wurde noch kein Film, der 14-mal nominiert wurde, nicht als «Bester Film» ausgezeichnet.
Bild: Studiocanal GmbH / Dale Robinette
Warum der Oscar Oscar heisst? Eine Anekdote besagt, dass eine Mitarbeiterin und spätere Direktorin der Filmakademie mal ausgerufen haben soll: «Der sieht ja aus wie mein Onkel Oscar!» Aber auch Bette Davis (Bild) kommt als Namensgeberin in Frage, weil sie den kleinen, vergoldeten Ritter mit ihrem Ehemann Harmon Oscar Nelson verglichen haben soll.
Bild: General Photographic Agency/Getty Images
Den allerersten Oscar überhaupt bekam ein Deutscher: Der Schauspieler Emil Jannings gewann ihn 1929 für seine Rolle in dem Stummfilm «Der Weg allen Fleisches». Von seiner Dankesrede ist nichts überliefert, im Gegensatz zu ...
Bild: General Photographic Agency/Getty Images
... Greer Garson: Die Schauspielerin hielt 1942 eine fast siebenminütige Dankesrede. Danach wurde bei den Oscars nicht nur die Zeitbegrenzung eingeführt – Garson erhielt auch nie wieder den Oscar, obwohl sie in den Folgejahren viermal nominiert war.
Bild: Keystone/Getty Images
1974 rannte ein Flitzer quer über die Oscar-Bühne. Der britische Schauspieler David Niven, der gerade Elisabeth Taylor ansagte, blieb gelassen und bewies seine Schlagfertigkeit: «Möglicherweise wird der Mann den einzigen Lacher, den er jemals bekommt, dafür erhalten, dass er sich auszieht und anderen zeigt, wo er zu kurz gekommen ist!»
Bild: Hulton Archive/Getty Images
Ein Moment, der um die Welt ging: Nachdem Chris Rock bei den Oscars 2022 einen Witz über Jada Pinkett Smith machte, stürmte Will Smith auf die Bühne und verpasste ihm eine Ohrfeige. Wenig später gewann Smith zwar den Oscar als bester Hauptdarsteller für «King Richard». Danach entschuldigte er sich öffentlich, trat aus der Academy aus und erhielt ein zehnjähriges Hausverbot bei der Oscar-Verleihung.
Bild: Chris Pizzello/Invision via AP/dpa
Zum ersten Mal seit 1989 fand die Oscar-Verleihung 2019 ohne festen Moderator statt. Nach Kritik an alten Tweets zog sich der ursprünglich geplante Gastgeber Kevin Hart zurück. Statt eines Hosts führten wechselnde Stars durch den Abend – etwa Melissa McCarthy und Brian Tyree Henry (Bild), die gemeinsam den Oscar für das beste Kostümdesign präsentierten.
Bild: Chris Pizzello/Invision/AP
Ein Oscar-Moment mit viel Humor: Schauspieler und Wrestler John Cena präsentierte 2024 bei den Academy Awards den Preis für das beste Kostümdesign – und betrat dabei fast nackt die Bühne im Dolby Theatre in Los Angeles. Der Auftritt war eine Anspielung auf den legendären Flitzer-Moment bei den Oscars 1974 und sorgte für einen der meistdiskutierten Augenblicke der Show.
Bild: EPA/CAROLINE BREHMAN
Thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you ... 23-mal bedankte sich Gwyneth Paltrow in ihrer Oscarrede, während sie wie ein Schlosshund heulte.
Bild: Newsmakers
Wortkarg war hingegen Schauspieler Clark Gable: Er nahm seine Statuette einzig mit einem «Danke» entgegen – ebenso wie Alfred Hitchcock (Bild) 1968, der sechsmal für den Regie-Oscar nominiert war. Gewonnen hat er nie. Zum Trost gab es den Ehren-Oscar für das Lebenswerk – für Hitchcock kein Ersatz.
Bild: Peter Dunne/Express/Getty Images
Um das Problem der langen Dankesreden zu lösen, versprach Moderator Jimmy Kimmel 2018 dem Preisträger einen Jetski, der sich am kürzesten fassen konnte. Gewinner war Mark Bridges (Bild), der sich «nur» rund 30 Sekunden für den Kostümdesign-Oscar für «Der seidene Faden» bedankte. Und das flotte Gefährt behielt er nicht, sondern spendete es für einen Auktion für den guten Zweck.
Bild: Valerie Durant / A.M.P.A.S.
Dass ihm die Academy über Jahrzehnte den Oscar verwehrte, störte Jack Palance nicht. Als er 1992 den Oscar als bester Nebendarsteller für seine Rolle in «City Slickers – Die Grossstadt-Helden» gewann, konterte er Fragen nach seinem Alter (damals 73) mit einem denkwürdigen Auftritt: Der Schauspieler machte vier Liegestützen – auf nur einem Arm!
Bild: 20th Century Fox
Das Selfie von Moderatorin Ellen DeGeneres 2014 könnte das teuerste Foto der Welt sein. Samsung spendete nicht nur für jeden der über 3,3 Millionen Re-Tweets des Bildes beim Kurznachrichtendienst Twitter einen Dollar, sondern bezahlte dem US-Sender ABC 1,5 Millionen Dollar für einen Werbespot während der Ausstrahlung.
Bild: ABC
Die Dankesworte der Britin Joan Fontaine (rechts) vergass man in dem Moment, als ihre Schwester Olivia de Havilland (links) auf die Bühne stürzte. Die war 1935 auch für den Oscar nominiert und mit Fontaine zerstritten. Nun beeilte sich die Unterlegene, als Erste zu gratulieren. Doch den Trost, vor Publikum das Gesicht wahren zu dürfen, gönnte Fontaine der Schwester nicht.
Bild: General Photographic Agency/Getty Images
Nur eine Familie schaffte es, in drei Generationen Oscar-Gewinner hervorzubringen – die Hustons. Walter Huston (Bild) bekam 1948 für seine Nebenrolle in «Der Schatz der Sierra Madre» den Oscar, sein Sohn John erhielt für das Drama den Regie-Oscar. 1986 wurde Johns Tochter Anjelica für ihre Nebenrolle in «Die Ehre der Prizzis» ausgezeichnet.
Bild: Hulton Archive/Getty Images
Der Erfolg liegt auch bei Liza Minnelli (Bild, links) in der Familie: Sie ist die einzige Oscar-Gewinnerin, deren Eltern (Judy Garland, Bild, und Vincente Minnelli) ebenfalls mit dem Academy Award ausgezeichnet wurden.
Bild: Hulton Archive/Getty Images
Tom Hanks bekam 1993 für seine Rolle als Aids-kranker Anwalt den Oscar als bester Hauptdarsteller. Im Jahr darauf durfte er als «Forrest Gump» (Bild) erneut den Preis mit nach Hause nehmen. Vor Hanks schaffte nur ein Schauspieler die Titelverteidigung ...
Bild: Paramount Pictures
Und zwar Spencer Tracy, der 1938 und 1939 gewann: Bei seiner ersten Preisverleihung staunte er nicht schlecht, als er den Oscar bekam – und darauf «Dick Tracy» eingraviert war, der Name eines populären Comic-Helden. Den Preis gab er zwecks Berichtigung zurück und sorgte dafür, dass die kleinen Statuen fortan erst nach der Verleihung graviert werden.
Bild: Hulton Archive/Getty Images
Zwei «literarische» Legenden, die von zwei berühmten Akademien ausgezeichnet wurden: George Bernard Shaw (Bild) gewann den Literatur-Nobelpreis 1925 und 1938 den Oscar für das beste adaptierte Drehbuch (nach seinem eigenen Roman «Pygmalion»). Bob Dylan holte 2000 den Oscar für seinen Song «Things Have Changed» und 2016 ebenfalls den Literatur-Nobelpreis.
Bild: Keystone/Getty Images
Auch sie gewannen doppelt: Laurence Olivier («Hamlet») und Roberto Benigni (Bild, «Das Leben ist schön») sind die bislang einzigen Künstler, die in Filmen als beste Schauspieler ausgezeichnet wurden, bei denen sie selbst Regie geführt haben.
Bild: David McNew / Liaison Agency
Ein trauriger Rekord: Während seiner kurzen Hollywoodkarriere stand der italienischstämmige Schauspieler John Cazale für fünf Filme vor der Kamera: «Der Pate», «Der Dialog», «Der Pate 2», «Hundstage» und «Die durch die Hölle gehen» (Bild, links). Sie alle wurden für den Oscar nominiert. Mit 42 Jahren starb Cazale an Knochenkrebs.
Bild: Kinowelt TV
Ihre Rolle war winzig – und ist auf dem Filmbild nicht zu sehen: Ein Auftritt von fünf Minuten und 40 Sekunden reichte Beatrice Straight in «Network» (Bild mit Faye Dunaway, 1976), um den Oscar für die beste Nebendarstellerin zu bekommen.
Bild: 20th Century Fox
Sidney Poitier erhielt 1964 als erster dunkelhäutiger Schauspieler den Oscar als bester Hauptdarsteller für «Lilien auf dem Felde». 2002 erhielt er zudem den Ehrenoscar für sein Lebenswerk
Bild: Keystone/Getty Images
Erst 2002 wurde mit Halle Berry die erste dunkelhäutige Schauspielerin als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet. Bei der schluchzenden Dankesrede – «ein Moment, der so viel grösser ist als ich» – hielt sich das Orchester zum Glück zurück.
Bild: A.M.P.A.S.
Sieben Oscar-Gewinner wurden für besonders schlechte Schauspielleistungen mit der «Goldenen Himbeere» ausgezeichnet: Roberto Benigni, Liza Minelli, Laurence Olivier, Charlton Heston, Faye Dunaway, Halle Berry und Sandra Bullock. Letztere bewies Humor: Ihren «Razzie» 2010 für «Verrückt nach Steve» (Bild) holte die Schauspielerin persönlich ab.
Bild: Fox
Bis 1961 vergab die Academy den sogenannten «Juvenile Award», einen unregelmässig verliehenen Sonderpreis, der an minderjährige Darsteller ging. Die erste Preisträgerin des Miniatur-Oscars ist bis heute die jüngste Preisträgerin aller Zeiten: Shirley Temple war gerade mal sechs Jahre alt, als sie 1934 die Trophäe entgegennnahm.
Bild: Hulton Archive/Hulton Archive/Getty Images
James Ivory gewann 2018 den Preis für das beste adaptiertes Drehbuch für «Call Me By Your Name». Mit 89 Jahren wurde er zum ältesten Oscar-Gewinner aller Zeiten.
Bild: Michael YadMichael Yada / A.M.P.A.S.
Jennifer Lawrence war mit 23 Jahren die jüngste Kandidatin, die schon einen Strauss aus drei Oscar-Nominierungen in den Händen halten konnte – für «Winter's Bone», «Silver Linings» (hier gewann sie die Auszeichnung sogar) und «American Hustle». Für ihre Hauptrolle in «Joy» (Bild) stand sie 2016 bereits zum vierten Mal auf der Vorschlagsliste für den Oscar.
Bild: 2015 Twentieth Century Fox
Diese Dame musste hingegen lange warten: Ihre sieben Oscar-Nominierungen bekam Schauspielerin Judi Dench erst, nachdem sie ihren 63. Geburtstag gefeiert hatte. Für «Shakespeare In Love» (Bild, 1998) gewann sie zum bislang einzigen Mal die Auszeichnung als «Beste Nebendarstellerin».
Bild: Miramax/Laurie Sparham
Bereits acht Nominierungen, aber noch keinen Oscar: Das ist die bislang enttäuschende Bilanz von Glenn Close. Sie ist damit auch die Schauspielerin, die bislang am häufigsten «übersehen» wurde.
Bild: SquareOne Entertainment / Graeme Hunter
Alle, die lange Zeit vergeblich auf eine Auszeichnung warten könnten bei Kevin O'Connell (Bild, links) nachfragen, wie man mit Oscar-Niederlagen umgeht: Der Sound-Mixer wurde seit 1984 insgesamt 21-mal nominiert, bevor er 2017 für «Hacksaw Ridge» (Bild) endlich seinen ersten Oscar gewann.
Bild: Image Group LA / ©A.M.P.A.S.
Selbst später anerkannte Preisträger und unstrittige Regie-Legenden sind vor einem Totalflop bei den Oscars nicht gefeit: 1986 ging Steven Spielbergs Südstaatendrama «Die Farbe Lila» leer aus – trotz elf Nominierungen.
Bild: Hulton Archive/Getty Images
Falls Spielberg mal wieder einen (Gewinner-)Stoff suchen sollte: Shakespeares «Romeo und Julia» war in unterschiedlichen Umsetzungen, «Shakespeare In Love» mitgerechnet – schon vier Mal als «Bester Film» nominiert. Gewinnen konnte bislang nur die Musical-Verfilmung «West Side Story» (Bild), dessen Story auch auf dem Literatur-Klassiker beruht.
Bild: 20th Century Fox
«Das Schweigen der Lämmer» (Bild). Der Thriller räumte 1991 die sogenannten Best Five ab: die Oscars für Bester Film, Beste Regie, Bester Schauspieler, Beste Schauspielerin und Bestes Drehbuch. Das gelang zuvor nur «Einer flog über das Kuckucksnest» (1975) und «Es geschah in einer Nacht» (1934).
Bild: Phil Bray/MGM Pictures/Universal Pictures/Dino DeLaurentiis
Der Mann mit den meisten Oscar-Trophäen war William Fulgear 2000: Er hatte 52 in Styropor und Plastik eingehüllte Trophäen aus einem Müllcontainer gefischt, nachdem sie zuvor gestohlen worden waren. Für die Rückgabe bekam er nicht nur einen 50.000 Dollar Finderlohn, sondern auch eine Einladung zur Preisverleihung und eine paar nette Danksagungen der Stars.
Bild: David McNew/Newsmakers
Ein Moment, der Oscar-Geschichte schrieb: 2017 las Warren Beatty vom falschen Zettel ab und alle dachten, «La La Land» sei als «Bester Film» gekürt worden. Doch Pleiten, Pech und Pannen gab es schon oft: Wer einen Oscar mit falschem Namen bekam, wie ein Flitzer für Lacher sorgte und warum ein Unbekannter mehr Oscars besass als jede Hollywood-Grösse, erfahren Sie hier ...
Bild: Mark Suban / © A.M.P.A.S.
«And the Oscar goes to ... ‹La La Land›» – NICHT! Laudator Warren Beatty hatte den Musicalfilm bereits in der Kategorie «Bester Film» zum Gewinner ausgerufen und die überglückliche Crew bei sich auf der Bühne, als er zurückgepfiffen wurde. Denn eigentlich hatte die Academy «Moonlight» zum besten Film gewählt.
Bild: Aaron Poole / ©A.M.P.A.S.Aaron Poole / ©A.M.P.A.S.
«La La Land» gewann schliesslich «nur» sechs Oscars. Nebenbei stellte das Musical noch einen historischen Rekord auf: Zuvor wurde noch kein Film, der 14-mal nominiert wurde, nicht als «Bester Film» ausgezeichnet.
Bild: Studiocanal GmbH / Dale Robinette
Warum der Oscar Oscar heisst? Eine Anekdote besagt, dass eine Mitarbeiterin und spätere Direktorin der Filmakademie mal ausgerufen haben soll: «Der sieht ja aus wie mein Onkel Oscar!» Aber auch Bette Davis (Bild) kommt als Namensgeberin in Frage, weil sie den kleinen, vergoldeten Ritter mit ihrem Ehemann Harmon Oscar Nelson verglichen haben soll.
Bild: General Photographic Agency/Getty Images
Den allerersten Oscar überhaupt bekam ein Deutscher: Der Schauspieler Emil Jannings gewann ihn 1929 für seine Rolle in dem Stummfilm «Der Weg allen Fleisches». Von seiner Dankesrede ist nichts überliefert, im Gegensatz zu ...
Bild: General Photographic Agency/Getty Images
... Greer Garson: Die Schauspielerin hielt 1942 eine fast siebenminütige Dankesrede. Danach wurde bei den Oscars nicht nur die Zeitbegrenzung eingeführt – Garson erhielt auch nie wieder den Oscar, obwohl sie in den Folgejahren viermal nominiert war.
Bild: Keystone/Getty Images
1974 rannte ein Flitzer quer über die Oscar-Bühne. Der britische Schauspieler David Niven, der gerade Elisabeth Taylor ansagte, blieb gelassen und bewies seine Schlagfertigkeit: «Möglicherweise wird der Mann den einzigen Lacher, den er jemals bekommt, dafür erhalten, dass er sich auszieht und anderen zeigt, wo er zu kurz gekommen ist!»
Bild: Hulton Archive/Getty Images
Ein Moment, der um die Welt ging: Nachdem Chris Rock bei den Oscars 2022 einen Witz über Jada Pinkett Smith machte, stürmte Will Smith auf die Bühne und verpasste ihm eine Ohrfeige. Wenig später gewann Smith zwar den Oscar als bester Hauptdarsteller für «King Richard». Danach entschuldigte er sich öffentlich, trat aus der Academy aus und erhielt ein zehnjähriges Hausverbot bei der Oscar-Verleihung.
Bild: Chris Pizzello/Invision via AP/dpa
Zum ersten Mal seit 1989 fand die Oscar-Verleihung 2019 ohne festen Moderator statt. Nach Kritik an alten Tweets zog sich der ursprünglich geplante Gastgeber Kevin Hart zurück. Statt eines Hosts führten wechselnde Stars durch den Abend – etwa Melissa McCarthy und Brian Tyree Henry (Bild), die gemeinsam den Oscar für das beste Kostümdesign präsentierten.
Bild: Chris Pizzello/Invision/AP
Ein Oscar-Moment mit viel Humor: Schauspieler und Wrestler John Cena präsentierte 2024 bei den Academy Awards den Preis für das beste Kostümdesign – und betrat dabei fast nackt die Bühne im Dolby Theatre in Los Angeles. Der Auftritt war eine Anspielung auf den legendären Flitzer-Moment bei den Oscars 1974 und sorgte für einen der meistdiskutierten Augenblicke der Show.
Bild: EPA/CAROLINE BREHMAN
Thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you ... 23-mal bedankte sich Gwyneth Paltrow in ihrer Oscarrede, während sie wie ein Schlosshund heulte.
Bild: Newsmakers
Wortkarg war hingegen Schauspieler Clark Gable: Er nahm seine Statuette einzig mit einem «Danke» entgegen – ebenso wie Alfred Hitchcock (Bild) 1968, der sechsmal für den Regie-Oscar nominiert war. Gewonnen hat er nie. Zum Trost gab es den Ehren-Oscar für das Lebenswerk – für Hitchcock kein Ersatz.
Bild: Peter Dunne/Express/Getty Images
Um das Problem der langen Dankesreden zu lösen, versprach Moderator Jimmy Kimmel 2018 dem Preisträger einen Jetski, der sich am kürzesten fassen konnte. Gewinner war Mark Bridges (Bild), der sich «nur» rund 30 Sekunden für den Kostümdesign-Oscar für «Der seidene Faden» bedankte. Und das flotte Gefährt behielt er nicht, sondern spendete es für einen Auktion für den guten Zweck.
Bild: Valerie Durant / A.M.P.A.S.
Dass ihm die Academy über Jahrzehnte den Oscar verwehrte, störte Jack Palance nicht. Als er 1992 den Oscar als bester Nebendarsteller für seine Rolle in «City Slickers – Die Grossstadt-Helden» gewann, konterte er Fragen nach seinem Alter (damals 73) mit einem denkwürdigen Auftritt: Der Schauspieler machte vier Liegestützen – auf nur einem Arm!
Bild: 20th Century Fox
Das Selfie von Moderatorin Ellen DeGeneres 2014 könnte das teuerste Foto der Welt sein. Samsung spendete nicht nur für jeden der über 3,3 Millionen Re-Tweets des Bildes beim Kurznachrichtendienst Twitter einen Dollar, sondern bezahlte dem US-Sender ABC 1,5 Millionen Dollar für einen Werbespot während der Ausstrahlung.
Bild: ABC
Die Dankesworte der Britin Joan Fontaine (rechts) vergass man in dem Moment, als ihre Schwester Olivia de Havilland (links) auf die Bühne stürzte. Die war 1935 auch für den Oscar nominiert und mit Fontaine zerstritten. Nun beeilte sich die Unterlegene, als Erste zu gratulieren. Doch den Trost, vor Publikum das Gesicht wahren zu dürfen, gönnte Fontaine der Schwester nicht.
Bild: General Photographic Agency/Getty Images
Nur eine Familie schaffte es, in drei Generationen Oscar-Gewinner hervorzubringen – die Hustons. Walter Huston (Bild) bekam 1948 für seine Nebenrolle in «Der Schatz der Sierra Madre» den Oscar, sein Sohn John erhielt für das Drama den Regie-Oscar. 1986 wurde Johns Tochter Anjelica für ihre Nebenrolle in «Die Ehre der Prizzis» ausgezeichnet.
Bild: Hulton Archive/Getty Images
Der Erfolg liegt auch bei Liza Minnelli (Bild, links) in der Familie: Sie ist die einzige Oscar-Gewinnerin, deren Eltern (Judy Garland, Bild, und Vincente Minnelli) ebenfalls mit dem Academy Award ausgezeichnet wurden.
Bild: Hulton Archive/Getty Images
Tom Hanks bekam 1993 für seine Rolle als Aids-kranker Anwalt den Oscar als bester Hauptdarsteller. Im Jahr darauf durfte er als «Forrest Gump» (Bild) erneut den Preis mit nach Hause nehmen. Vor Hanks schaffte nur ein Schauspieler die Titelverteidigung ...
Bild: Paramount Pictures
Und zwar Spencer Tracy, der 1938 und 1939 gewann: Bei seiner ersten Preisverleihung staunte er nicht schlecht, als er den Oscar bekam – und darauf «Dick Tracy» eingraviert war, der Name eines populären Comic-Helden. Den Preis gab er zwecks Berichtigung zurück und sorgte dafür, dass die kleinen Statuen fortan erst nach der Verleihung graviert werden.
Bild: Hulton Archive/Getty Images
Zwei «literarische» Legenden, die von zwei berühmten Akademien ausgezeichnet wurden: George Bernard Shaw (Bild) gewann den Literatur-Nobelpreis 1925 und 1938 den Oscar für das beste adaptierte Drehbuch (nach seinem eigenen Roman «Pygmalion»). Bob Dylan holte 2000 den Oscar für seinen Song «Things Have Changed» und 2016 ebenfalls den Literatur-Nobelpreis.
Bild: Keystone/Getty Images
Auch sie gewannen doppelt: Laurence Olivier («Hamlet») und Roberto Benigni (Bild, «Das Leben ist schön») sind die bislang einzigen Künstler, die in Filmen als beste Schauspieler ausgezeichnet wurden, bei denen sie selbst Regie geführt haben.
Bild: David McNew / Liaison Agency
Ein trauriger Rekord: Während seiner kurzen Hollywoodkarriere stand der italienischstämmige Schauspieler John Cazale für fünf Filme vor der Kamera: «Der Pate», «Der Dialog», «Der Pate 2», «Hundstage» und «Die durch die Hölle gehen» (Bild, links). Sie alle wurden für den Oscar nominiert. Mit 42 Jahren starb Cazale an Knochenkrebs.
Bild: Kinowelt TV
Ihre Rolle war winzig – und ist auf dem Filmbild nicht zu sehen: Ein Auftritt von fünf Minuten und 40 Sekunden reichte Beatrice Straight in «Network» (Bild mit Faye Dunaway, 1976), um den Oscar für die beste Nebendarstellerin zu bekommen.
Bild: 20th Century Fox
Sidney Poitier erhielt 1964 als erster dunkelhäutiger Schauspieler den Oscar als bester Hauptdarsteller für «Lilien auf dem Felde». 2002 erhielt er zudem den Ehrenoscar für sein Lebenswerk
Bild: Keystone/Getty Images
Erst 2002 wurde mit Halle Berry die erste dunkelhäutige Schauspielerin als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet. Bei der schluchzenden Dankesrede – «ein Moment, der so viel grösser ist als ich» – hielt sich das Orchester zum Glück zurück.
Bild: A.M.P.A.S.
Sieben Oscar-Gewinner wurden für besonders schlechte Schauspielleistungen mit der «Goldenen Himbeere» ausgezeichnet: Roberto Benigni, Liza Minelli, Laurence Olivier, Charlton Heston, Faye Dunaway, Halle Berry und Sandra Bullock. Letztere bewies Humor: Ihren «Razzie» 2010 für «Verrückt nach Steve» (Bild) holte die Schauspielerin persönlich ab.
Bild: Fox
Bis 1961 vergab die Academy den sogenannten «Juvenile Award», einen unregelmässig verliehenen Sonderpreis, der an minderjährige Darsteller ging. Die erste Preisträgerin des Miniatur-Oscars ist bis heute die jüngste Preisträgerin aller Zeiten: Shirley Temple war gerade mal sechs Jahre alt, als sie 1934 die Trophäe entgegennnahm.
Bild: Hulton Archive/Hulton Archive/Getty Images
James Ivory gewann 2018 den Preis für das beste adaptiertes Drehbuch für «Call Me By Your Name». Mit 89 Jahren wurde er zum ältesten Oscar-Gewinner aller Zeiten.
Bild: Michael YadMichael Yada / A.M.P.A.S.
Jennifer Lawrence war mit 23 Jahren die jüngste Kandidatin, die schon einen Strauss aus drei Oscar-Nominierungen in den Händen halten konnte – für «Winter's Bone», «Silver Linings» (hier gewann sie die Auszeichnung sogar) und «American Hustle». Für ihre Hauptrolle in «Joy» (Bild) stand sie 2016 bereits zum vierten Mal auf der Vorschlagsliste für den Oscar.
Bild: 2015 Twentieth Century Fox
Diese Dame musste hingegen lange warten: Ihre sieben Oscar-Nominierungen bekam Schauspielerin Judi Dench erst, nachdem sie ihren 63. Geburtstag gefeiert hatte. Für «Shakespeare In Love» (Bild, 1998) gewann sie zum bislang einzigen Mal die Auszeichnung als «Beste Nebendarstellerin».
Bild: Miramax/Laurie Sparham
Bereits acht Nominierungen, aber noch keinen Oscar: Das ist die bislang enttäuschende Bilanz von Glenn Close. Sie ist damit auch die Schauspielerin, die bislang am häufigsten «übersehen» wurde.
Bild: SquareOne Entertainment / Graeme Hunter
Alle, die lange Zeit vergeblich auf eine Auszeichnung warten könnten bei Kevin O'Connell (Bild, links) nachfragen, wie man mit Oscar-Niederlagen umgeht: Der Sound-Mixer wurde seit 1984 insgesamt 21-mal nominiert, bevor er 2017 für «Hacksaw Ridge» (Bild) endlich seinen ersten Oscar gewann.
Bild: Image Group LA / ©A.M.P.A.S.
Selbst später anerkannte Preisträger und unstrittige Regie-Legenden sind vor einem Totalflop bei den Oscars nicht gefeit: 1986 ging Steven Spielbergs Südstaatendrama «Die Farbe Lila» leer aus – trotz elf Nominierungen.
Bild: Hulton Archive/Getty Images
Falls Spielberg mal wieder einen (Gewinner-)Stoff suchen sollte: Shakespeares «Romeo und Julia» war in unterschiedlichen Umsetzungen, «Shakespeare In Love» mitgerechnet – schon vier Mal als «Bester Film» nominiert. Gewinnen konnte bislang nur die Musical-Verfilmung «West Side Story» (Bild), dessen Story auch auf dem Literatur-Klassiker beruht.
Bild: 20th Century Fox
«Das Schweigen der Lämmer» (Bild). Der Thriller räumte 1991 die sogenannten Best Five ab: die Oscars für Bester Film, Beste Regie, Bester Schauspieler, Beste Schauspielerin und Bestes Drehbuch. Das gelang zuvor nur «Einer flog über das Kuckucksnest» (1975) und «Es geschah in einer Nacht» (1934).
Bild: Phil Bray/MGM Pictures/Universal Pictures/Dino DeLaurentiis
Der Mann mit den meisten Oscar-Trophäen war William Fulgear 2000: Er hatte 52 in Styropor und Plastik eingehüllte Trophäen aus einem Müllcontainer gefischt, nachdem sie zuvor gestohlen worden waren. Für die Rückgabe bekam er nicht nur einen 50.000 Dollar Finderlohn, sondern auch eine Einladung zur Preisverleihung und eine paar nette Danksagungen der Stars.
Bild: David McNew/Newsmakers
Von wortkargen und überschwänglichen Dankesreden, grossen Gewinnern und unbekannten Verlierern, von Multitalenten und Müllmännern: kuriose Fakten zum Oscar.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- Die Oscars sind der Gipfel der Filmpreise, kann man sich einen solchen sichern, steigt der eigene Marktwert in der Branche immens.
- Unzählige ältere und jüngere Schauspieler*innen sind bisher allerdings leer ausgegangen – darunter ist es für einen Kandidaten besonders bitter.
- In der Bildergalerie findest du die meisten Nominierungen ohne Gewinn.
Oscar Nominierungen 2026
Die 98. Verleihung der Academy Awards findet in der Nacht auf den 16. März 2026 in Los Angeles statt. Welche Stars und Filme dürfen dieses Jahr einen der begehrten Preise mit nach Hause nehmen?
Alle Nominierungen auf einen Blick.
Welchen Hollywood-Star brachte ein Flitzer zum Lachen? Welche Schwestern verkrachten sich bei der Verleihung? Wessen Name war falsch auf der Oscar-Statue eingraviert? Und wer hielt bislang die meisten Trophäen in seinen Händen? Die Auflösung gibt's in unserer Bildergalerie.
Der nächste Academy Award findet in der Nacht auf den 16. März 2026 in Los Angeles statt.
Moderiert werden die Oscars erneut vom US-amerikanischen Talkshow-Host und Komiker Conan O'Brien.