«Nachtschicht» – wie man Gesellschaftskritik übt

fts

4.5.2020 - 16:12

Armin Rohde und Tedros Teclebrhan geben das ungleiche Ermittlerduo auch in der 16. Ausgabe der «Nachtschicht».
ZDF

Die Krimireihe auf ZDF zeigt sich in ihrer 16. Ausgabe von der sozialkritischen Seite. Der Film mit dem Titel «Cash & Carry» überzeugt durch Dramatik, Spannung und nicht zuletzt: Witz.

Kommissar Erich Bo Erichsen (Armin Rohde) und sein Team, bestehend aus Elias Zekarias (Tedros Teclebrhan), Mimi Hu (Minh-Khai Phan-Thi) und Lisa Brenner (Barbara Auer), schlagen sich die Hamburger Nächte um die Ohren. Skurrile Bekanntschaften mit anderen Leidensgenossen und Nachtschwärmern gestalten den Arbeitsalltag der Gruppe mit all ihren absurden Facetten und tiefen Abgründen.

Es ist nicht so, wie es scheint

Als Erichsen und sein Kollege Elias Zekarias den Verbrecher Norman dingfest machen wollen, kommen ihnen zwei andere Polizisten in die Quere: Harry Tönnies hält Elias auf und will ihn verhaften, weil er sich verdächtig verhalten würde – und seine Partnerin Milla Bongers schaut tatenlos und verdattert zu. Als sich die Lage klärt und Norman über alle Berge ist, will Erichsen ein internes Verfahren gegen Harry einleiten lassen, Elias hingegen winkt diesen Vorfall des Berufsalltagsrassismus mit einem «Kann jedem mal passieren!» ab.

Doch Harry manövriert sich kurz danach in noch viel größeren Ärger: Eine Einkaufsstraße wird mitten in der Nacht gesperrt, Autos werden umgeleitet. Harry ahnt, dass die Sperrung nicht angemeldet ist und der ruhig Auskünfte gebende «Mann vom Straßenverkehrsamt» nur ein Ablenkungsmanöver darstellt. Denn wenige Schritte weiter werkelt Norman daran, mit einem Gabelstapler einen Geldautomaten aus der Wand zu reißen. Harry will die zwei Verdächtigen stellen – doch einer von ihnen hat in dieser Nacht denkbar wenig Geduld.

Zurück zur Startseite