«One Night in Miami» – ein surreales Stück Geschichte

fts/dpa

12.9.2020 - 14:00

Regisseurin Regina King malt ein Bild davon, was beim Treffen von Muhammad Ali, Malcolm X, Jim Brown und Sam Cooke passiert sein könnte.
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Oscarpreisträgerin Regina King hat ihr Regiedebüt über einen wichtigen Tag im Leben des Boxers Cassius Clay beim Filmfestival Venedig gezeigt. Schon damals erkannte er, dass die Zeit für Veränderung gekommen war.

In einer warmen Februarnacht 1964 in Miami besiegte Muhammad Ali, der selbst ernannte «The Greatest», Sonny Liston und gewann seine erste Meisterschaft im Schwergewicht. Dies war der erste Schritt in Richtung absolute Vorherrschaft im Boxsport. Malcolm X, ein guter Freund und spiritueller Führer Alis, war ebenfalls vor Ort – zudem sassen auch Soulsänger Sam Cooke und der NFL-Superstar Jim Brown im Publikum. Nach dem Sieg feierten die vier Freunde in einem Hotel in Miami.

Was an diesem Abend geschah – und ja, dies fand wirklich statt –, wird nun im Film «One Night in Miami» aufgegriffen. Welche Hoffnungen, Ängste, Träume und Möglichkeiten hatten sie?

In dem Drama von Regisseurin King, die zuvor als Schauspielerin mit Werken wie «If Beale Street Could Talk» bekannt wurde, geht es laut Produktionsangaben auch um die Bürgerrechtsbewegung. «Dieser Film ist ein Liebesbrief an die Erfahrungen des schwarzen Mannes in Amerika», erklärte die 49-jährige King in einem vorab verbreiteten Statement. Sie habe diese Ikonen als Männer zeigen wollen, die erkannt hätten, dass die Zeit für Veränderung gekommen sei.

Der Ruf nach Veränderung sei noch immer zu hören. «Wie die jüngsten Morde an George Floyd und Breonna Taylor gezeigt haben, ist unser Kampf um Gleichberechtigung leider noch lange nicht vorbei», so King. «Wir brauchen einander mehr denn je, unsere Stimmen sind zu einer vereint, unmöglich zu ignorieren und laut genug, um endlich gehört zu werden.»

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