Verkehr, voll elektrisiert

Zermatts coolste Schlitten surren ganz leise um die Ecke

fts

6.4.2022

Die Walliser Gemeinde ist seit mehr als 60 Jahren autofrei. Wer sich fahrend durch die Touristenflut bewegen möchte, muss auf Kutsche, Velo oder eben surrende Elektromobile zurückgreifen.

fts

6.4.2022

Eigentlich hat Zermatt nur knapp 5800 Einwohner, doch wer sich im Walliser Bergdorf in ein Restaurant setzt, merkt schnell: Die Speisekarten sind mehrsprachig, die Gäste international und zahlreich. Das Matterhorn lockt seit Jahrzehnten unzählige Touristen nach Zermatt.

Doch warum ist der idyllische Ort eigentlich autofrei?

1931 führte noch keine befahrbare Strasse nach Zermatt. Das Wallis hatte für den Bau einer Strasse beim Bund Subventionen beantragt, denn der Kanton hatte sich das Ziel gesetzt, dass jede Gemeinde mit einer befahrbaren Zugangsstrasse erschlossen werden sollte.

Dieses Grossprojekt sollte auf zehn bis 15 Jahre verteilt werden.

Eine Drohung und der Kompromiss

Einige Gegenden – so auch die Dörfer im Mattertal – befürchteten eine Benachteiligung. Weil das Vorhaben im Saastal schon weiter fortgeschritten war als im Mattertal, forderten St. Niklaus und Grächen eine rasche Realisierung.

Die Strasse ins Mattertal sollte vier Meter breit werden. Das Vorhaben war von den Gemeinden und vom Bezirk angenommen worden und wurde vom Bund geprüft. Die Bewohner erwarteten die Strasse bereits ungeduldig.

Die Visp-Zermatt-Bahn war aber dagegen und drohte, Zermatt im Winter aufgrund der hohen Kosten nicht mehr anzufahren.

Man fand einen Kompromiss: Die Strasse wurde letztlich gebaut, 1931 aber zwischen St. Niklaus und Zermatt für 15 Jahre für den Automobilverkehr gesperrt. Ausserdem war die Strecke Stalden–St. Niklaus auf Verlangen der Visp-Zermatt-Bahn (nun Matterhorn-Gotthard-Bahn) nur für Privatfahrzeuge zugelassen und blieb für Personen- und Gütertransporte gesperrt. Aus diesem Grund wurde Zermatt autofrei – offiziell seit 1961.

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