Betrugsvorwürfe Loredana: «Ich bin sauber»

Von Carlotta Henggeler

10.5.2019

Instagram-Star Loredana Zefi wehrt sich in einer eilig einberufenen Medienkonferenz in Pristina gegen die Betrügsvorwürfe eines Walliser Paares.

Stellte sich in einer Medienkonferenz den Betrugsvorwürfen: Insta-Rapperin Loredana mit Partner, dem Rapper Mozzik.
Stellte sich in einer Medienkonferenz den Betrugsvorwürfen: Insta-Rapperin Loredana mit Partner, dem Rapper Mozzik.
Bild Keystone

Mit fetter Marken-Sonnenbrille à la Lady Gaga und ganz in Weiss gekleidet: So präsentierte sich die Social-Media-Künstlerin Loredana Zefi an der Pressekonferenz in einem Hotel in Pristina, Kosovo, den Medien. Eskortiert von ihren zwei Anwälten Tome Gashi und Artan Sadiku. Auch ihr Lebenspartner, Rapper Mozzik, begleitete sie zur medialen Reinwaschung. Der 24-Jährigen wird vorgeworfen, mit ihrem Bruder ein Walliser Ehepaar um 700'000 Franken geprellt zu haben. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Die Pressekonferenz im Edel-Hotel wirkte improvisiert, so wie auch der gesamte Ablauf der PK. Mehrmals fielen sich Loredana und ihre Anwälte ins Wort. Gleich zu Anfang stellte die Influencerin fest: «Ich bin sauber. Das Geld wurde mir freiwillig gegeben, es gab weder Zwang noch war es ein Betrug.» Ausserdem sei sie befragt worden, stehe von der Staatsanwaltschaft nicht unter Anklage. Im Kosovo sei Loredana momentan zudem, um dort einen neuen Videoclip aufzunehmen, der schon lange in Planung gewesen sei. Immer wieder ging es im Saal um den vermeintlichen Betrugsbetrag. Loredanas Anwälte sprechen von 350'000 Franken, die anderen Zahlen seien falsch. 

Zackiger Abgang von Loredana und Co.

Nachdem die Anwälte die Sachlage erklärt hatten und Loredana sich geäussert hatte, wurde die Fragerunde an die Journalisten eröffnet. Ob sie das Walliser Paar kenne, wurde Loredana gefragt. Die Rapperin schwieg. Bei anderen Fragen sprangen ihre Anwälte ein. Einmal platzte ihr der Kragen, Loredana stand auf und motzte: Die Schweizer Medien hätten sie nie unterstützt, nur geschrieben, welch prolliges, teures Leben sie führe. Die deutschen Pressevertreter hätten sie mit mehr Respekt behandelt, genau so wie der Staatsanwalt und die Polizei.

Der Ausbruch kam bei ihren Anwälten und ihrem Lebenspartner schlecht an, mehrmals wurde sie gebeten, sich hinzusetzen. Doch Loredana redete sich mitunter in Rage. Nach einer knappen Stunde verliessen Loredana und ihre Gefolgschaft abrupt und entnervt die Konferenz. Die Begründung: Der Videoclip-Dreh warte.

«Bachelorette» läuft am Montag, 13. Mai, um 20.15 Uhr auf 3+. Mit Swisscom Replay TV können Sie die Sendung bis zu sieben Tage nach der Ausstrahlung anschauen.

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