Bill Cosby bezeichnet sich als «politischen Häftling»

toko

14.2.2019

Bill Cosby beim Antritt seiner Haftstrafe im vergangenen September.
Jacqueline Larma / AP (Archivbild)

Erstmals seit seinem Haftantritt äussert sich Bill Cosby aus dem Gefängnis. Reue zeigt er nicht – im Gegenteil.

Im vergangenen September musste US-Entertainer Bill Cosby seine Haftstrafe antreten. Wer glaubt, die Zeit hinter Gittern hätte den 81-jährigen auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, irrt gewaltig.

Das Gegenteil ist der Fall. Über seinen Sprecher Andrew Wyatt lässt Cosby mitteilen, er sehe sich als «politischen Häftling» und in einer Linie mit Nelson Madela, Ghandi und Martin Luther King. Er sei demnach in die Hände eines «zwielichtigen Staatsanwalts» und eines «korrupten Richters» geraten. Er fühle keine Reue, weil er nichts falsch gemacht habe.

Darüber hinaus gab Wyatt gegenüber dem US-amerikanschen TV-Sender NBC Einblicke in den Alltag des Häftlings. Cosbys einziger Kontakt zur Aussenwelt sei das Telefon – dreimal am Tag für jeweils drei Minuten.

«Wenn ich ihn besuche, ist das nichts Trauriges» erklärt Wyatt. Cosby stehe jeden Morgen um 3.30 Uhr auf und mache Liegestützen und Sit-Ups. Es gehe ihm trotz allem gut.

Der 81-jährige US-Entertainer muss die nächsten drei bis zehn Jahre hinter Gittern verbingen. Seine Anwälte haben gegen das Urteil BErufung eingelegt.
Keystone/Epa/Tracie van Auken (Archivbild)

Der frühere Star von «The Cosby Show» wurde im vergangenen Jahr wegen sexueller Nötigung in drei Fällen für schuldig befunden. Insgesamt hatten über 60 Frauen Vorwürfe gegen den ehemaligen «Vater der Nation» erhoben – meist waren die Vorfälle bereits verjährt. Im Prozess selbst ging es um einen Fall aus dem Jahr 2004.


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