George Floyd – wie Meghan Markle dessen Tod sieht

tsha

4.6.2020 - 11:56

Mit einem rund sechsminütigen Video mischt sich Meghan Markle in die Debatte um den Tod von George Floyd ein.
Screenshot

In einer Videobotschaft spricht Meghan Markle über die Tötung von George Floyd durch US-Polizisten. Die Herzogin erinnert sich ausserdem an die Rassenunruhen von 1992, sie hat sie miterlebt.

Prominente weltweit haben in den vergangenen Tagen ihr Entsetzen über die Ermordung von George Floyd durch einen weissen Polizisten zum Ausdruck gebracht.

Unter dem Schlagwort «Black Lives Matter» gingen ausserdem Tausende Menschen auf die Strassen, um gegen Polizeigewalt in den USA zu demonstrieren. 

«Warum schweigt Meghan Markle zum Tod von George Floyd?», hatte sich schon manches Magazin in der – wie üblich – gespielten Besorgnis gefragt. Nun aber hat sich Markle, Herzogin von Sussex und Ehefrau von Prinz Harry, zu Wort gemeldet.

«George Floyds Leben war von Bedeutung», sagt die Herzogin in einer Videobotschaft an Schüler der Immaculate Heart High School in Los Angeles, es ist jene Schule, die sie selbst im Alter von elf bis 18 einst besucht hatte. Das Magazin «Essence» verbreitete die Botschaft anschliessend im Internet.

Sie habe anfangs nicht gewusst, wie sie auf den Tod von Floyd reagieren sollte, so Markle. «Ich wollte das Richtige sagen und war sehr nervös, dass es auseinandergenommen werden würde. Und ich habe realisiert: Das einzige Falsche, das ich sagen könnte, wäre, gar nichts zu sagen.»

In dem Video erinnert Markle nicht nur an George Floyd, sondern auch an drei weitere Opfer von Polizeigewalt in den USA. Ihre Namen: Breonna Taylor, Philando Castile und Tamir Rice.

«Ich erinnere mich an die Ausgangssperre»

Meghan Markle spricht in der Videobotschaft auch von den Unruhen des Jahres 1992, die sie in Los Angeles selbst erlebt habe.

«Ich erinnere mich an die Ausgangssperre, und ich erinnere mich, wie ich nach Hause eilte und auf der Fahrt sah, wie Asche vom Himmel fiel und ich den Rauch roch und Rauch aus Gebäuden kommen sah», erzählt sie sichtbar bewegt. «Ich erinnere mich an Männer im Laderaum eines Vans, die Pistolen und Gewehre hielten. Ich erinnere mich daran, nach Hause zu kommen und den Baum, der schon immer dort stand, vollständig verbrannt zu sehen. Diese Erinnerungen gehen nicht weg.»

Markle hat aber auch eine Botschaft der Hoffnung: «Wir sehen, wie die Menschen in Solidarität vereint stehen, wir sehen, wie Gemeinschaften zusammenkommen und sich erheben.»



George Floyd starb am 25. Mai, der Polizeibeamte Derek Chauvin hatte neun Minuten lang sein Knie in den Nacken gedrückt. Der Vorfall löste in den USA friedliche Proteste und gewalttätige Plünderungen aus. US-Präsident Donald Trump fährt derweil eine Strategie der Drohkulissen, einmal mehr ist er nicht gewillt, das Land zu einen.

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