So war die Traumhochzeit Harrys und Meghans Hochzeit ein Fest für Vielfalt und Moderne

AP

20.5.2018

Nicht nur der amerikanische Pastor Michael Curry war ein Star der königlichen Hochzeit in Grossbritannien. Auch Gäste wie Serena Williams, Oprah Winfrey und Idris Elba brachten ein besonderes Flair in die Feier.

Mit der Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle hat die britische Monarchie ein vielfältigeres und moderneres Gesicht bekommen. Das Jawort der beiden am Samstag war unter anderem von dem afroamerikanischen Oberhaupt der Anglikanischen Kirche in den USA, Michael Curry, geprägt. Dieser hielt die Predigt in der Zeremonie, während der Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, das Paar traute. Unter den prominenten Gästen waren zahlreiche mit afroamerikanischen Wurzeln.

Die Hochzeitsfeier stellte wohl eines der weltweit grössten Medienspektakel des Jahres dar. Vor rund 600 geladenen Gästen in der St.-Georgs-Kapelle von Schloss Windsor und Millionen Fernsehzuschauern in aller Welt erklärte Welby Harry und Meghan zu Mann und Frau, die ab sofort auch Herzog und Herzogin von Sussex sind. In der neueren Geschichte ist die 36-jährige Schauspielerin nun auch das erste schwarze Mitglied der britischen Königsfamilie.

Ethnische Herkunft ist seit dem Bekanntwerden der Beziehung vor zwei Jahren Thema. Harry kritisierte die Presseberichterstattung damals in einer Mitteilung für ihre «rassistischen Untertöne». Über den Atlantik hinweg wurde die Vermählung indes von vielen Fans gefeiert. «Das war schwarze Geschichte», sagte etwa Joy Widgeon in New Jersey. «Afroamerikaner waren im Mittelpunkt der königlichen Hochzeit. Es war das erste Mal, und hoffentlich wird es nicht das letzte Mal gewesen sein.»

Bis vor zwei Jahren hatten der Prinz und die frühere «Suits»-Darstellerin nur wenige Berührungspunkte. Harry lebte das nicht immer einfache Leben eines Sprösslings aus dem Königshaus, der keine Aussicht auf den Thron hatte und doch seine öffentliche Rolle fand. Meghan dagegen wuchs in Kalifornien auf, machte an der Seite ihres Vaters erste Bekanntschaft mit Drehorten in Hollywood und wurde schliesslich durch die Fernsehserie bekannt. Die beiden lernten sich letztlich dank einer gemeinsamen Freundin bei einem Blind Date kennen.

Höhepunkte der Feier am Samstag waren Currys mit Worten von Martin Luther King eingeleitete Predigt, ein Gospelchor und der Auftritt des jungen Cellisten Sheku Kanneh-Mason. Für klassische Royal-Elemente sorgten beispielsweise die Chorknaben und die Pferdekutsche, mit der das frisch getraute Paar im Anschluss an die Zeremonie durch die Strassen von Windsor fuhr. Laut Polizei wurden Harry und Meghan von mehr 100 000 Schaulustigen begrüsst.

Zu den prominenten Gästen der Feier gehörten Hollywood-Star George Clooney und seine Frau Amal, Sänger Elton John, Medienstar Oprah Winfrey, Schauspieler Idris Elba und Fussballstar David Beckham mit Designerin Victoria Beckham. Auch Markles «Suits»-Kollegen waren vor Ort. Tennisstar Serena Williams war ebenfalls zugegen.

Im Anschluss fand eine private Party im Frogmore House südlich von Schloss Windsor statt, für die lediglich 200 Gäste geladen waren. Für (den heutigen) Sonntag wurde eine Rückkehr des Paares nach London in den Kensington-Palast erwartet. Am Dienstag sollte der erste offizielle Termin im Buckingham-Palast für die Eheleute anstehen.

Noch unklar waren Zeitpunkt und Ort der Flitterwochen. Da Harry eine Leidenschaft für Afrika hegt, und er und Meghan nach nur zwei Dates gemeinsam nach Botsuana reisten, schien eine Reise dorthin nicht unwahrscheinlich.

Royal-Fans im Hochzeitsfieber
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