Das Ausnahme-Talent, das an der Welt zerbrach

Von Roman Müller

23.7.2021

Pilton, UNITED KINGDOM: British pop singer Amy Winehouse performs at the Glastonbury music festival, in Pilton, Somerset, in south-west England, 22 June 2007. The Glastonbury Festival kicked off Friday with Arctic Monkeys and Bjork headlining as rain began to turn the vast site into the traditional mudbath. The planet's largest greenfield music and performing arts festival is back and bigger than ever after taking a break in 2006, with 177,500 people packing out Worthy Farm in southwest England, to catch some of the world's hottest acts. But the 800 acres (320 hectares) of rolling Somerset countryside was gradually descending into a muddy bog as heavy rain soaked the giant tent city. AFP PHOTO/CARL DE SOUZA (Photo credit should read CARL DE SOUZA/AFP via Getty Images)
Ihre einzigartige Stimme verhalf ihr zu Weltruhm: Zehn Jahre ist es her, seit dem Tod von Amy Winehouse.
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Eine einzigartige Stimme, grosses Songwriting-Talent und die Aura einer Stil-Ikone. Amy Winehouse könnte eine der grössten Sängerinnen der Welt sein. Aber es kam anders. Heute vor zehn Jahren starb sie 27-jährig an einer Alkoholvergiftung.

Von Roman Müller

23.7.2021

Amy Winehouse gesellt sich in den sogenannten Klub 27, einer Gruppe von Musikern, die im selben Alter verstarben. Jim Morrison, Janis Joplin oder Kurt Cobain gehören ebenfalls dazu. Im Gegensatz zu diesen Kollegen war Winehouse jedoch noch am Anfang ihrer Karriere. Bis zu ihrem Tod brachte sie nur zwei Studioalben heraus. Das zweite, «Back To Black» wurde ein Welterfolg und verkaufte sich über 30 Millionen Mal.

Die Londonerin sang sich im Nu von der Backgroundsängerin zum ikonischen Popstar hoch. Ihr 60er-Jahre-Retro-Stil begeisterte Frauen auf der ganzen Welt und brachte sie aufs Cover der «Vogue». Und ihre ehrliche, emotionale Soulmusik inspirierte unzählige Künstler, die heute selbst grosse Stars sind – etwa Adele, Lana Del Rey oder Bruno Mars.

Verhängnisvolle Flucht vor dem Ruhm

Doch den Erfolg und Ruhm hatte sie nie gesucht. Im Gegenteil, sie hatte grosse Mühe, damit umzugehen. Auch durch ihren damaligen Ehemann Blake Fielder-Civil flüchtete sie mit ihren Sorgen und Ängsten in die Drogen und den Alkohol.

Mit dem wachsenden Erfolg häuften sich die Aufenthalte in Entzugskliniken, die Konzerte, auf denen sie sturzbetrunken oder gar nicht erschien und schliesslich auch die Paparazzi-Meldungen zum Fremdschämen in den Medien. Als sie vor zehn Jahren mit über 4 Promille im Blut tot aufgefunden wurde, war sie bereits psychisch und physisch ganz unten angelangt. Für sie war es wohl eine Erlösung. Für alle anderen ein Schock.

Am heutigen, traurigen zehnten Jahrestag ihres Ablebens erinnern sich Fans und Künstler aus aller Welt an die Ausnahmekünstlerin, die in so kurzer Zeit so viele Herzen erobert hatte. Einen Auszug davon haben wir hier zusammengestellt.

Amys Mutter gedenkt ihrer Tochter auf diese schlichte Art:

Dieser Fan spielt Amys Musik «heute ein wenig lauter». Sie hoffe, die Musikerin habe ihren Frieden gefunden.

Der Stil von Amy Winehouse ging auch an der damaligen Jugend nicht vorbei: Twitter-Userin China zeigt ihre Tolle und den ikonischen Eyeliner der Soulsängerin.

Diese Doku macht einen traurig: Amy Winehouse sagte damals, sie wolle ein paar Kinder haben – in zehn Jahren. Die Fanpage schreibt weiter, sie wünschten, Amy hätte die Chance dazu gehabt.