Newcomer-Bands beissen sich an «Bring en hei» die Zähne aus

Lukas Rüttimann

24.1.2021 - 20:45

«Sing it your way»: Episode 3 mit Baschi

«Sing it your way»: Episode 3 mit Baschi

In der dritten Folge interpretieren Miss Kryptonite, Lexs und Ben Pavlo «Bring en hei» von Baschi. Wer überzeugt am meisten?

27.01.2021

Die Bands der dritten «Sing It Your Way»-Folge hatten es schwer: Sie mussten mit ihrem «Bring en hei»-Cover nicht nur gegen Baschis Power-Original bestehen – sondern auch gegenüber dem euphorischen Star hinter dem Mischpult.

In Zeiten ohne Openairs hat es der eine oder andere vielleicht fast schon vergessen. Aber Baschi ist eine echte Rampensau, der Basler liebt die Interaktion mit dem Publikum und geht ab wie eine Rakete, sobald die Emotionen hochgehen.

Natürlich besitzt er auch das passende Songmaterial dafür. «Bring en hei», Baschis EM-Hit aus dem Jahr 2008, ist sozusagen die Blaupause eines Stimmungshits. Superfett produziert, mit einem einfachen, aber emotionalen Text versehen und vor allem: mit einem Monster von einem Refrain, den jeder und jede nach spätestens drei Sekunden mitsingen kann.

«Aus Basel, die haben eh schon gewonnen»

Diesen Song zu covern ist alles andere als eine leichte Aufgabe für die Teilnehmer der dritten Folge von «Sing it Your Way». Denn «Bring en hei» ist Baschi pur und lebt von der Vollpower-Interpretation des Original-Sängers. Nicht davon abschrecken lassen sich die Rockband Miss Kryptonite aus Zofingen, das Wave-Rock-Duo Lexs aus Basel (Kommentar Baschi: «Aus Basel, die haben eh schon gewonnen») und Ben Pavlo aus Winterthur. Im Powerplay-Studio versuchen die drei Newcomer, dem EM-Kracher neue Facetten abzugewinnen – und Juror Baschi von ihren Live-Qualitäten zu überzeugen.

Dabei zeigt sich, dass es verdammt schwer ist, «Bring en hei» zu toppen. Alle drei Acts geben sich grosse Mühe, an das Original heran kommt jedoch niemand so richtig. Bei Miss Kryptonite kracht es immerhin ordentlich, bei Lexs rockt es auch, doch es fehlt der atmosphärische Synth-Teppich, mit dem sich das Basler Duo zuvor im Video vorgestellt hat. Ben Pavlo schliesslich entscheidet sich, gar nicht erst auf Festhütte zu machen und präsentiert eine erdige Indie-Version des Fussball-Hits.

«Bring en hei» als rockige Version von Miss Kryptonite

«Bring en hei» als rockige Version von Miss Kryptonite

19.01.2021

Rampensau im Studio

Noch etwas ist nicht zu übersehen: Gegen Vollblut-Musiker Baschi ist es schwer zu bestehen – selbst dann, wenn der hinter einer Glasscheibe am Mischpult sitzt und eigentlich den strengen Juror mimen sollte. Doch der sympathische Basler ist und bleibt ein Stimmungsmensch. Schon nach den ersten Tönen von Miss Kryptonite rockt er derart ab, dass fast vergessen geht, dass hier die Newcomer-Bands hinter den Mikrofonen im Mittelpunkt stehen sollten. Immerhin: Bei den anderen beiden Acts verläuft die Session ähnlich: Baschi klebt an der Scheibe, singt und tanzt mit, klatscht in die Hände oder an die Plexiglas-Trennwand, die ihn von Moderator Anthony abgrenzt.

Lexs intepretieren «Bring en hei»

Lexs intepretieren «Bring en hei»

19.01.2021

Bühnentier bleibt offensichtlich Bühnentier, das lässt sich auch im Powerplay-Studio nicht abstellen. Wer aber denkt, dass Baschi vor lauter Euphorie nicht richtig zuhört, täuscht sich. Beim Entscheid, wer ins Final einziehen und um die Chance auf 10'000 Franken Preisgeld rocken darf, beweist der ehemalige «MusicStar»-Teilnehmer Produzenten-Qualitäten. Am Ende entscheidet er sich nicht etwa für Miss Kryptonite, die von allen am härtesten gerockt haben. Auch für Lexs reicht es trotz Basler Lokal-Bonus nicht. Der Sieg geht an Multi-Instrumentalist Ben Pavlo und seine handgemachte Version von «Bring en hei».

Warum? «Er ist schon recht weit und weiss, was er will. Und er sieht besser aus als ich».

And the winner is ... «Bring en hei» à la Ben Pavlo

And the winner is ... «Bring en hei» à la Ben Pavlo

Die Bands der dritten «Sing It Your Way»-Folge hatten es schwer: Sie mussten mit ihrem «Bring en hei»-Cover gegen Baschis Power-Original bestehen. Der Sieg geht an Multi-Instrumentalist Ben Pavlo.

19.01.2021

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