Von Hassmails überrascht

Covermedia/che

23.4.2021 - 10:55

Moderator Günther Jauch (Archivfoto)

Die Verwendung des sendungsbezogenen Materials ist nur mit dem Hinweis und Verlinkung auf TVNOW gestattet.
Günther Jauch bekam viele Corona-Hassmails. Jetzt wehrte er sich am TV.
TVNOW / Stefan Gregorowius

 «Wer wird Millionär»-Moderator Günther Jauch hat bei «Stern TV» am Fernsehen live Hassnachrichten vorgelesen, die er erhalten hat. Jauchs Corona-Erkrankung verläuft milde, trotzdem ist nicht klar, ob er am Samstag bei der nächsten TV-Show mit dabei sein kann.

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23.4.2021 - 10:55

Günther Jauch, 64, wirbt gerne für das Impfen, denn er weiss, dass es gegen Erkrankungen wie die Grippe oder aktuell das Coronavirus hilft. Deshalb hat er sich auch für die aktuelle Impfkampagne der Bundesregierung ablichten lassen. Doch das schmeckt nicht jedem. Querdenker und Corona-Skeptiker schreiben ihm dutzendfach Hassmails.

Jauch angefeindet wie noch nie zuvor

Einige davon las Günther Jauch in der vergangenen Sendung von «Stern TV» vor, die er selbst einmal moderiert hatte. Aufgrund seiner eigenen Coronavirus-Erkrankung befand sich Günther zu Hause, wurde per Video zugeschaltet. Da er an der aktuellen Kampagne teilnehme, sei er nun «Systemling, der sich bei Frau Merkel und ihren Schergen andient», heisst es etwa in einem Brief. Weiter fasste Günther aus anderen Nachrichten zusammen: «Ich stifte zur Körperverletzung und zum Mord an. Ich mache mich mitschuldig am grössten Verbrechen an der Menschheit, das je stattgefunden hat. In spätestens einem Jahr werde ich verbrannt sein und angeklagt werden.»

Krasser Ton

Als Person des öffentlichen Lebens ist Günther Jauch Kritik und auch Anfeindungen gewohnt – nicht jedoch in dieser Schärfe und in dieser Menge. Der Moderator musste gestehen, dass ihn diese E-Mails überrascht hätten: «Ich wundere mich, dass es so viele sind. Ich wundere mich, dass die im glasklaren Deutsch mit Subjekt, Prädikat, Objekt das alles formulieren können und dass sie sich vor allem überhaupt nicht scheuen, das mit vollem Namen zu machen.»



Er ist auch nicht der einzige, der wegen seines Einsatzes für das Impfen angefeindet wird. Schauspielerin Uschi Glas ist in der Kampagne ebenfalls zu sehen und erklärte bereits vor einigen Tagen, dass auch sie tonnenweise Briefe bekommen habe, in denen sie dafür persönlich scharf angegriffen wurde.

Auch zwei Wochen nach seiner Infektion hat Jauch das Virus noch nicht bezwungen, Tests sind immer noch corona-positiv. Der "Wer wird Millionär"-Moderator bleibt, bis sich das ändert, weiter in Quarantäne, schreibt «rtl.de». Deshalb ist auch noch nicht klar, ob er kommenden Samstag für die dritte Show «Denn sie wissen nicht, was passiert» dabei sein kann. Die letzte zwei Shows musste er absagen. 

Für die dritte Show "Denn sie wissen nicht, was passiert" am kommenden Samstag (ab 20:15 Uhr bei RTL und auf TVNOW) ist noch unklar, ob Jauch dabei sein kann.

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